[Rezension] „Schattenthron – Erbin der Dunkelheit“ – Beril Kehribar

Quelle: goodreads.com

Titel: Schattenthron – Erbin der Dunkelheit
Autor: Beril Kehribar
Verlag: Carlsen
Preis: 15€ [D]
Seiten: 352

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**Hüte dich vor den Geheimnissen des Kronprinzen …**
Kaaya hat keine Vergangenheit, keine Erinnerungen, keine Familie. Nichts außer Arian, der sie einst von den Straßen geholt und bei sich aufgenommen hat. Doch bevor sie ihrem besten Freund sagen kann, was sie wirklich für ihn empfindet, wird seine Seele von einem Schattenelfen gestohlen und er bleibt als Hülle zurück. Um ihn zu retten, reist die 18-Jährige ins Reich der Schatten, wo sie sich inmitten eines uralten Krieges wiederfindet. Das, was Kaaya dort über sich erfährt, bringt alles ins Wanken, an das sie bisher geglaubt hat. Sie muss erkennen, dass sie niemandem mehr vertrauen kann, nicht einmal sich selbst und ihren eigenen Gefühlen – gerade wenn es um den mysteriösen Kronprinzen Ilias geht, der seine ganz persönliche Mission verfolgt …

Quelle: goodreads.com

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Mit wild pochendem Herzen musterte Kaaya die gut besuchte Straße aus ihrem Versteck heraus.


Das Cover ist wirklich ein Traum. Es ist bereits düster und verspricht eine Fantasy-Geschichte, die ebenso düster ist. Ich mags total gerne und in Echt sieht es noch viel besser aus.


Der Schreibstil der Autorin war angenehm zu lesen, wenn auch manchmal noch nicht ganz ausgereift. Über einige Formulierungen bin ich wirklich gestolpert, aber insgesamt war es ok und ich bin auch schnell weiter gekommen. Die vielen Perspektiven mochte ich grundsätzlich gerne, ich hätte mir nur gewünscht, dass man im Stil eine unterscheidung der Perspektiven merkt, so war ich manchmal nicht ganz sicher, aus wessen Sicht ich gerade lese.


Zu Beginn lernt man Kaaya und Arian kennen, die beste Freunde sind. Doch als ein Schattenelf Arians Seele aus ihm heraus reißt, macht sich Kaaya auf um ihn zu retten und muss dafür ins Reich der Schattenelfen gehen.

You habe me at Schattenelfe! Ungefähr so wars bei dem Buch und da wusste ich, dass ich es lesen muss. Der Einstieg ist mir dann auch recht leicht gefallen, man liest zuerst, wie sich Kaaya und Arian kennengelernt haben und dann geht die eigentliche Geschichte los. Durch den Prolog weiß man ein bisschen was aus Kaayas Vergangenheit, aber nicht sehr viel.

Kaaya mochte ich ganz gerne, auch wenn sie oftmals ziemlich naiv an die Dinge herangegangen ist. Sie spaziert durch das Reich der Schattenelfen, vertraut allen und sieht selten ein Gefahr. Wird sie doch mal angegriffen ist die Sache schnell erledigt, weil sie so gut mit dem Schwer umgehen kann. Ihr Charakter hatte es wirklich leicht in dem Buch.

Aron und Liana fand ich als Paar ganz toll, sie passen super zusammen und man spürt die Liebe besonders in einem bestimmten Moment. Abgesehen davon konnte ich zu Aron leider keine Verbindung aufbauen, da er nicht sehr präsent war. Er war zwar da, aber als Charakter kann ich ihn null einschätzen, da er immer nur reagiert hat und ansonsten blass blieb. Liana ist da schon anders, da es viele Kapitel aus ihrer Sicht gibt, kann man sie besser kennen lernen und ich mochte sie echt gern, auch wenn sie zuerst wie eine Zicke gewirkt hat.

Dann haben wir natürlich noch Ilias und Kian. Ilias war nett. Ehrlich, mehr kann ich nicht zu ihm sagen. Er hat keinen besonderen Eindruck auf mich hinterlassen, hatte wenig Persönlichkeit und war eben da. Kian war schon etwas präsenter, man konnte etwas mehr von seinem Charakter mitnehmen, was ihn auch greifbarer gemacht hat.

Ich finde, dass die Geschichte den Charakteren zu wenig Raum gegeben hat. 100-200 Seiten mehr und sie hätten alle richtig eingeführt werden können und auch eine Entwicklung von ihnen wäre leichter gewesen. So blieben die meisten einfach etwas blass. Was ich schade finde, da sie interessant hätten sein können, aber dafür war das Buch einfach zu kurz.

Abgesehen davon hat mir das Lesen aber richtig Spaß gemacht. Es war durch den Stil nicht so anspruchsvoll, dass ich mich mega konzentrieren hätte müssen, aber doch so, dass mich die Geschichte gefesselt hat. Ich hab meinem Freund immer wieder gesagt, wie gerne ich jetzt weiterlesen würde, weil ich es so mag, aber der Haushalt gehört ja auch gemacht.

Die Grundidee finde ich echt cool, Schattenelfen, die in ein eigenes Reich verbannt wurden, Seelen, die gestholen werden und Kaaya, die Arian retten will. Allerdings ging dann doch alles zu einfach, es gab keine wirklichen Konflikte und die Charaktere konnte einfach so durch die Geschichte spazieren, da sich jeder Konflikt eigentlich von selbst aufgelöst hat und Kaaya und ihre Freunde keine wirklichen Hindernisse hatten. Man merkt das schon arg und ich habe mir manchmal gewünscht, dass sie es nicht so leicht haben. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir die Szene, als Ilias Kaaya, Luana und Aron einsperren wollte und die drei einfach brav mitgegagen sind, ohne überhaupt einen Versuch der Flucht oder des Kampfes zu unternehmen.

Am Ende gibts dann natürlich einen großen Cliffhanger, und ich weiß jetzt schon, dass ich Band zwei lesen werde, denn insgesamt hat mir das Buch ja gefallen und es hat mich gut unterhalten, trotzdem war der mega fies. Mit manchen Entwicklungen konnte man rechnen, andere waren etwas mehr überraschend. Das Ende an sich fand ich aber gut und ich bin gespannt, wie es in Band zwei weiter geht.

Man merkt doch sehr, dass es ein Debüt ist, vor allem am Schreibstil aber der kann sich ja noch verbessern. Jeder lernt mit der Zeit. Die Geschichte und die Idee haben mir wirklich gut gefallen, auch wenn fast alles zu einfach war und nicht alle Charaktere den Raum bekommen haben, den sie verdienen. Ich bin trotzden gespannt, was die Autorin für Ideen in den zweiten Band einbaut. „Schattenthron“ bekommt 3 Sterne von mir.

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