[Autoreninterview] Marie Weißdorn / Mary Thorne

Schon lange kam kein Autoreninterview mehr von mir, aber ich möchte versuchen, dieses Format wieder regelmäßig zu posten. Dieses Mal hat mir die liebe Marie Weißdorn aka Mary Thorne ein paar Fragen zu sich selbst und zu ihrem Buch beantwortet. Ich hoffe ihr habt Spaß beim Lesen!


Kurz zur Autorin:

Autorenbild Marie Weißdorn neu
Quelle: marieweißdorn.wordpress.com

Mary Thorne ist das Pseudonym von Marie Weißdorn. Sie wurde 1996 in Hamburg geboren und war schon in der Grundschule für ihre blühende Fantasie bekannt. Heute lebt sie in Münster und feilt neben dem philologischen Studium als Lektorin an den Geschichten anderer. Ihre eigenen Charaktere erweckt sie in der Nacht zum Leben, wenn die Welt still ist und die Ideen nur so fließen. Sie genießt es, in ihren Erzählungen tun und lassen zu können, was sie möchte. Ob das Ergebnis dann im Sinne von Marie Weißdorn abenteuerlich-fantastisch oder doch nach Mary Thorne etwas dunkler und sarkastischer wird, hängt ganz von der aktuellen Inspiration ab.

Quelle: amazon.at

 


Ihre Bücher:

  1. Dark Blood – Tochter der Finsternis (Rezension)
  2. Tochter der Träume – Land im Schatten
  3. Tochter der Träume – Dunkler König
  4. Tochter der Träume – Göttliche Kräfte
  5. Tochter der Träume – Meister der Täuschung
  6. Drei Dates mit Santa
  7. In Diesem Moment

Ich habe euch jeweils den Link zu Amazon auf den Titeln hinterlegt und auch meine Rezension zu Dark Blood verlinkt. Leider habe ich erst ein Buch von ihr gelesen, aber es stehen mittlerweile schon mehrere auf meiner Wunschliste!


Das Interview:

1. Ich freue mich, dass du dieses Interview mit mir führst, stell dich doch kurz vor.
Huhu 🙂 Ich bin Marie, seit Kurzem auch Mary, und schreibe Fantasy-Romane. Ich bin 23 und studiere noch, nebenbei bin ich als Lektorin und Korrektorin selbstständig. Ein Tag ohne Kaffee ist ein verlorener Tag, Eistee ist der beste Schreibbegleiter und epische Musik gehört zu jeder Szene dazu 🙂

2. In deinem Roman „Dark Blood“ ist die Stimmung ja sehr düster, was hat dich zu der Geschichte inspiriert?
Ein Krimi-Dinner 😀 Zum Geburtstag einer Freundin hat ihr Freund selbst ein Krimi-Dinner geschrieben und uns allen Personen zugeteilt. Tja, und da hatte ich sie, die verachtende Badass-Vampirin. Von der Geschichte drumherum ist bis auf den Mord nichts mehr übrig geblieben, aber der Charakter hat mich einfach nicht mehr losgelassen. So hat Valentina ihre eigene Geschichte bekommen. Dass die Stimmung so düster ist, war zum einen eben ihrem Charakter geschuldet, da hätte etwas Fröhliches nicht gepasst. Zum einen wollte ich unbedingt den „echten“, historischen Vlad Draculesti (Dracula) einbauen, und der hat nun mal nichts mit Nettigkeit am Hut. Meine Hauptpersonen wollen auch wirklich Vampire sein und leben das aus.

3. Kannst du selber auch so kalt und berechnend wie Valentina sein, oder hat nichts von dir auf diese Figur abgefärbt?
Ah, das ist eine gefährliche Frage 😀 Nein, ich halte mich nicht für kalt und berechnend. Den Anstoß zu diesen Charakterzügen hat wie gesagt das Krimi-Dinner gegeben und sobald Valentina einmal in meinem Kopf war, hat sie die Führung übernommen. Außerdem tat es gut, in „Dark Blood“ einfach mal Luft rauszulassen. Manchmal wünschen wir uns doch alle, mehr Macht zu haben und mit gewissen Dingen anders umgehen zu können. Ich habe während des Schreibens viele solcher Dinge erlebt und Valentina damit gefüttert. Bei ihr wurde das ganz automatisch zu wunderbarer Verachtung 😀

4. Vampirromane gibt es ja schon unzählige, trotzdem ist deiner anders. Wir haben nicht den typischen Dracula, keine Werwölfe, dafür aber andere Wesen. Hattest du Angst, dass die Leute nichts mehr von Vampiren wissen wollen, vor der Veröffentlichung?
Lustigerweise wollte ich vor Dark Blood selbst nichts von Vampiren wissen 😀 Ich fand Vampire immer doof, zu weich, zu unrealistisch. In unserer Welt der Überwachung könnten sich doch die wenigsten magischen Wesen wirklich noch verstecken, sodass wir Menschen davon nichts mitbekommen. Deshalb habe ich mir Völker rausgesucht, die meiner Meinung nach wirklich noch existieren könnten. Außerdem finde ich es doof, was man heutzutage unter dem „typischen“ Dracula versteht. Vlad Draculesti war ein Arschloch vor dem Herrn. Ernsthaft, lest euch nur mal den Wikipedia-Artikel durch! Ich habe zur Recherche mehr als zwanzig Bücher über den Pfähler gelesen. Dass er nach einer Schlacht allen Toten die Nasen abgeschnitten hat, um sie an seine Verbündeten zu schicken und so seine Kampfkraft zu beweisen, ist noch eine seiner netteren Aktionen gewesen. Aber er ist so cool dabei! Deshalb habe ich mich an den historischen Vlad gehalten und so einen Vampirroman geschrieben, den ich auch selbst lesen wollen würde.

5. Du bist noch jung, hast aber schon so einige Bücher geschrieben und damit auch Erfolg. Was hält deine Familie denn davon?
Meine Familie ist mit mir da reingewachsen. Als ich mein erstes Buch fertiggeschrieben hatte, haben sie noch gelächelt – genau wie ich. Als dann der erste Vertrag kam, war das schon anders, und seit sie das Buch in der Hand hielten, sind sie alle sehr begeistert. Mein Freund weiß auch ganz genau, wann er mich zum Schreiben zwingen muss, wenn ich mich mal vor einer schwierigen Szene drücke. Und er akzeptiert es, dass ich mitten in der Nacht noch mal das Licht anmache, um wichtige Einfälle aufzuschreiben 😀

6. Stell dir vor es gibt ein Paralleluniversum, in dem du alles sein kannst, was du willst. Was wärst du und warum?
Da bleibe ich ganz klassisch: gib mir endlich meinen doofen Hogwarts-Brief.

7. Was ist dein absoluter Traumberuf?
Ich werde Lehrerin und bin damit absolut glücklich ❤

8. Wann kann man mit neuen Werken von dir rechnen? Werden die auch so düster oder eher fröhlich?
Ein fertiger erster Band wartet noch auf eine Überarbeitung, zwei Projekte sind angefangen, ein anderer Reihenauftakt wird gerade geschrieben. Ich rechne also frühstens mit 2020, und ich habe mir fest vorgenommen, diesmal etwas Fröhlicheres zu schreiben 😀

9. In Büchern kann man überall sein, hast du eine Stadt oder ein Land, in dem du gerne einmal ein Buch spielen lassen würdest?
Eigentlich liebe ich es als Fantasy-Autorin ja sehr, mir meine eigenen Städte auszudenken. Wenn es eine reale Stadt sein soll, dann Paris, nachdem Genf mit Valentina ja schon abgearbeitet ist 🙂

10. Die wichtigste Frage: Schoko oder Vanille?
Vanille, immer!

11. Vielen Dank, hast du noch abschließende Worte?
Ich danke auch! Ähm … Dark Blood gibt es übrigens auch als Hardcover mit fantastischen Illustrationen und als Hörbuch? Beim Hören müsst ihr nicht an den rumänischen Namen verzweifeln 😉


Vielen Dank an die Autorin für das tolle Interview!
Die Rechte der Cover und des Banners liegen beim jeweiligen Verlag bzw. der Autorin.

3 Kommentare zu „[Autoreninterview] Marie Weißdorn / Mary Thorne

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