[Rezension] „Spicy Noodles – Der Geschmack von Feuer“ – Marie Graßhoff

Quelle: luebbe.de

Titel: Spircy Noodles – Der Geschmack von Feuer
Autor: Marie Graßhoff
Verlag: Lübbe
Preis: 15€ [D]
Seiten: 443

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Da ihn alle New Yorker Universitäten abgelehnt haben, muss Toma notgedrungen im Restaurant seines Großvaters Shiro arbeiten. Über Shiros Geschichten kann er nur den Kopf schütteln. Ihre Familie, so behauptet er, stamme von einem shintoistischen Feuergott ab und ein paar schlichte Essstäbchen in ihrem Besitz seien magische Gegenstände! Statt der Legende nachzugehen, macht Toma lieber der Stammkundin Akira schöne Augen. Als jedoch finstere Gestalten auftauchen und kurz darauf die Stäbchen gestohlen werden, beginnt Toma zu zweifeln. Gemeinsam mit Akari macht er sich an die waghalsige Verfolgung der Diebe – nicht ahnend, dass sie damit in einen jahrhundertealten Krieg hineingezogen werden …

Quelle: luebbe.de

Overkill ist niemals allein. Das sagen die Leute. Overkill sieht alles.


Das Cover ist einfach wunderschön. Wir haben das Logo vom Spicy Noodles und natürlich das Feuer, das eine wichtige Rolle in dem Buch spielt.


Der Schreibstil der Autorin war wie immer sehr leicht und schnell zu lesen. Das gesamte Buch ist aus Sicht von Toma geschrieben, was ich echt cool fand. Besonders gelungen fand ich die Kampfszenen, die waren sehr bildlich und blutig beschrieben, sodass man sich alles gut vorstellen konnte.


Zu Beginn lernt man Toma kennen, der von seinem Vater vor die Tür gesetzt wird. Da er nirgends anders hin kann, geht er zu seinem Großvater und beginnt in dessen Restaurant zu arbeiten. Einzig die Geschichten von seinem Großvater, dass er magische Kräfte hätte, nerven ihn sehr, aber könnte da was dran sein?

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen, denn es startet schon super spannend mit der Erwähnung von Overkill. Mit Toma konnte ich mich auch gleich anfreunden, das alles hat schon einen guten Grundstein für das restliche Buch gelegt. Wenn man den ersten Band Hard Liquor kennt, kommen einem einige Namen und Orte bekannt vor, aber ich denke man kann das Buch auch ohne Vorwissen genießen, da alles nochmal erklärt wird.

Toma ist echt ein Schatz. Er hat eine gute Seele und ist eigentlich viel zu weich für diese Welt. Ich fands toll, dass er nicht der typische Held ist, sondern offen sagt, dass er Angst hat und sich von Ärger fernhalten möchte, das war erfrischend. Wenn es aber drauf ankommt kann er auch austeilen, obwohl er nur ein ruhiges Leben leben möchte.

Shiro, der Großvater von Toma, gehört unbedingt erwähnt, denn er ist ein großartiger Mann. Etwas schrullig, aber sehr überzeugend und er kümmert sich rührend um Toma. Ich habe Shiro schnell ins Herz geschlossen. Dann haben wir noch Jay, den besten Freund von Toma, bei dem ich gehofft habe, dass er nicht zu den Bösen gehört. Jay ist immer für Toma da und muntert ihn auf, manchmal hatte ich das Gefühl, dass da mehr ist, aber es ist wirklich nur eine starke Freundschaft.

Akari ist der letze Hauptcharakter des Buches. Sie ist Stammkundin im Spicy Noodles und freundet sich sehr schnell mit Toma an. Ich wurde bis zum Ende nicht warm mit ihr, da ich ihre ganze Art nicht mochte. Sie ist überdreht, ihrem Onkel gegenüber aber unterwürfig. Sie macht komische Witze und ich konnte nicht alle Handlungen von ihr verstehen.

Die Geschichte nimmt meiner Meinung nach erst langsam Fahrt auf, auch wenn ständig was passiert. Man hat die Morde von Overkill und kann miträsteln, wer das ist und warum die Person das tut. Außerdem kommen immer komische Leute ins Spicy Noodles und natürlich hat man Akari. Langweilig wurde das Buch für mich tatsächlich nie, nur die Action selbst ist eher gegene Ende gebündelt.

Ich fands toll, dass man viele Figuren aus Band eins wieder trifft und mehrere Göttererben hat und mehr über deren Fähigkeiten erfährt. Da kommt ein wenig Abwechslung rein. Manche Fragen, die man nach Band eins noch hatte, vor allem bezüglich Amber, werden hier endlich geklärt und sowas in der Art hatte ich mir in Bezug auf sie auch schon gedacht, trotzdem wars toll endlich Gewissheit zu haben.

Das Buch bietet einige Wendungen, die ich nicht habe kommen sehen. Wie schon im Klappentext steht machen sich Toma und Akari auf, die magischen Essstäbchen zu finden und dabei erfährt man als Leser so viel und es passiert so viel, dass ich gar nicht mehr aufhören konnte zu lesen. Akari hat einige Geheimnisse, was ich mir schon von Anfang an dachte, aber als diese gelüftet wurden war ich ehrlich baff. Doch dadurch kommen viele verschiedene Emotionen ins Buch, nicht nur Liebe, sondern auch Hass und Enttäuschung, man hat wirklich einmal das ganze Spektrum an Gefühlen durch.

Besonders schön fand ich auch die Entwicklung der Beziehung zwischen Shiro und Toma. Zuerst war es nur eine Zweckbeziehung, zumindest von Tomas Seite aus, aber mit der Zeit nähern sich die beiden wieder an und bis zum Ende sind sie unzertrennlich und das war das Schönste im ganzen Buch.

Mein Highlight war wir gesagt schon der Kampf gegen Ende, aber danach ging das Buch noch weiter, denn es gibt ein Happy End, aber nicht im klassischen Sinne. Hätte die Autorin es anders gemacht, wäre es unrealistisch gewesen, aber so hat es für mich perfekt gepasst. Es gibt Raum für Band drei (man hat schon die Figuren aus diesem kennen gelernt) und trotzdem ist die Geschichte von Toma wunderbar abgeschlossen.

Ich fand diesen Teil nochmal besser als Band eins, was vielleicht auch am Thema Alkohol in Band eins liegt, aber egal. Ich liebe Toma, er hat eine so weiche Seite, kann aber auch richtig abgehen, wenn jemand seine Freunde oder Familie bedroht. Auch wenn die Action erst gegen Ende kommt war das Buch bis dahin nicht langweilig. Das Ende selbst war perfekt, denn es war anders und das alles zusammen hat das Buch zu einem Highlight gemacht. Von mir gibt es 5 Sterne.

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