[Rezension] „Das Hotel“ – Katharina V. Haderer

Quelle: drachenmond.de

Titel: Das Hotel
Autor: Katharina V. Haderer
Verlag: Drachenmond
Preis: 15,90€ [D]
Seiten: 285

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Haben wir uns nicht alle eine Auszeit verdient? Alles, was Alice will, ist ein geruhsamer Urlaub auf einer vom Meer umrauschten Insel – als plötzlich die Jugendliche aus dem Nebenzimmer verschwindet. Alice forscht nach, doch niemand will das Mädchen kennen. Weder die Gäste noch das übereifrige Personal, ja, nicht einmal die Eltern des Kindes. Stimmt etwas nicht mit Alice’ Erinnerungen? Der Einzige, der Alice nicht für verrückt erklärt, ist der mürrische Kellner Aron, der Geheimnisse über das Hotel zu wahren scheint … Alice versucht, den Kellner auf ihre Seite zu ziehen. Doch will sie die Wahrheit über die Insel wirklich erfahren? Ist dieser Ort überhaupt das, was er zu sein scheint?

Quelle: drachenmond.de

Endlich Urlaub.


Das Cover hat mich sofort angezogen. Obwohl eigentlich nur groß der Titel drauf steht, man eine Welle und zersplittertes Glas sieht, finde ich es toll. Es strahlt für mich so einen Thriller/Mystery Vibe aus.


Der Schreibstil der Autorin war wieder genial zu lesen. Man liest aus Sicht von Alice, die Beschreibungen der Umgebung sind super und auch ansonsten ist eine Grundspannung da, die den Leser zum weiterlesen animiert.


Zu Beginn lernt man Alice kennen, die endlich im Urlaub ist. Sie ist in einem tollen Hotel und jeder Wunsch wird ihr sofort erfüllt. Doch irgendwas kommt Alice komisch vor, sie kann es nur nicht genau benennen.

Ich habe mich so sehr auf das Buch gefreut und es dann auch gleich in meinem Urlaub begonnen. Innerhalb von zwei Tagen hatte ich es auch schon beendet, da ich unbedingt wissen wollte, das es mit diesem Hotel auf sich hat. Der Einstieg hat mir schonmal sehr gut gefallen, Alice wacht auf und man startet mit ihr zusammen in den neuen Urlausbtag. Allerdings beginnen dort schon komische Sachen zu passieren. So etwa darf sie nicht an den Strand, da die Wellen zu gefährlich sind, eine Mitarbeiterin verhält sich komisch und es passieren noch ganz viele andere Kleinigkeiten, die einem als Leser auffallen. Was mir zuerst aufgefallen ist, war dass das Hotel keinen Namen hat, es wird nicht beschrieben, wo es ist, oder wie und wann Alice dahin kam. Bereits da hatte ich die verrücktesten Theorien.

Alice war mir sehr sympathisch. Ich mochte es, dass sie nicht alles so hingenommen hat wie es ihr erzählt wurde und sie selbst Nachforschungen angestellt hat. Allerdings kann ich auch nicht viel mehr zu ihrem Charakter sagen, da jeder Tag im Hotel ungefähr gleich verläuft und sie immer gut drauf ist. Das ändert sich erst gegen Ende, aber das will ich wirklich nicht spoilern.

Aron war mein Liebling. Er ist Kellner und achtet auf Alice, denn er hat sie gern. Ich verstand seine Beweggründe und mochte seine Einstellung dem ganzen gegenüber. Seine kleine Romanze mit Alice fand ich ebenfalls süß, auch wenn es eher auf körperlicher Basis passiert ist, den romantische Gefühle konnte ich bei ihm nicht wirklich feststellen.

Das Buch wird als Mysterythriller verkauft, wobei das nicht ganz stimmt. Im Laufe des Buches merkt man, dass es nicht nur ein Mystery-Buch ist, aber mit einer anderen Vermarktung würde man den Lesern die Überraschung nehmen. Ich bin ein großer Fan von Thrillern, solange sie eher Jugendthriller sind, und als man zusammen mit Alice endlich erfahren hat, was da im Hotel abgeht, war ich nur so „Waaaas?!“. Die Überraschung ist auf jeden Fall gelungen. Man kann beim Lesen aber super miträtseln, und man liegt wahrscheinlich immer falsch. Zumindest war es bei mir so.

Während des Lesen ist immer Spannung da, zwischendurch steigt sie und dann fällt sie wieder, aber ich hatte nie das Gefühl, dass es langweilig wird oder dass zu viel um den heißen Brei herumgeredet wird. Alice genießt ihren Urlaub, bis ein Mädchen verschwindet und ab da stellt sie sich genau die richtigen Fragen. Allerdings will niemand, dass sie Fragen stellt und es scheint, dass nur Aron auf ihrer Seite ist. Man fühlte richtig die Verzweiflung von Alice, dass ihr niemand wirklich helfen will und alle heile Welt spielen. Die Autorin hat es echt drauf Gefühle an den Leser zu bringen.

Das Ende war dann grandios. Die Wendung habe ich nicht kommen sehen und ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Ich hätte gerne noch weiter gelesen und war fast schon traurig, als es vorbei war.

Wieder mal hat die Autorin bewiesen, dass sie einfach grandiose Geschichten schreibt. Ich habe alles an dem Buch geliebt, es war so spannend und anders als erwartet. Von mir gibts hier eine klare Empfehlung.

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2 Kommentare zu „[Rezension] „Das Hotel“ – Katharina V. Haderer

  1. Hey!
    Da machst du mich aber sehr neugierig auf das Buch. Mich hat das Cover gleich angesprochen, als ich es hier bei dir sah. Der Klappentext und deine Rezension klingen gut. Kommt mal auf die Liste der Bücher, die ich im Auge behalte. Ab und an lese ich auch ganz gerne mal einen Thriller.
    Hab einen schönen Abend
    LG
    Yvonne

    Gefällt 1 Person

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