[Rezension] „Nebelschimmer“ – Anya Omah

Quelle: endlichkyss.de

Titel: Nebelschimmer
Autor: Anya Omah
Verlag: Kyss
Preis: 14€ [D] || 14,40€ [A]
Seiten: 432

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Zwei Herzen

Damals: Calla und Jasper. Sie waren das perfekte Pärchen. Das, von dem alle dachten, es würde für immer zusammenbleiben. Doch manchmal hat das Leben andere Pläne. Manchmal muss man schwere Entscheidungen treffen. Und manchmal führen einen diese Entscheidungen weit weg von zu Hause …

Tausend Bruchstücke

Heute: Nach über einem Jahr – einem schrecklichen, schmerzhaften Jahr – ist Calla zurück in Deutschland. Endlich wieder zu Hause. Endlich wieder ihre Freundinnen umarmen. Einziger Minuspunkt: Sie trifft auch ihren Ex wieder. Und Jasper kann ihre Gefühle mit nur einem einzigen Blick immer noch ins Chaos stürzen …

Quelle: endlichkyss.de

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

„Sie haben Ihren Zielort erreicht. Das Ziel befindet sich auf der rechten Seite“, verkündete die roboterartige Stimme von Google Maps.


Das Cover ist mega schön. Anders kann ich es gar nicht beschreiben, denn das Motiv wird im Buch auch wieder aufgegriffen. Hinter dem Nebel sieht man einen See und Bäume, es sieht echt toll aus.


Der Schreibstil der Autorin war sehr gut und flüssig zu lesen und ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Geschrieben ist das Buch aus Sicht von Calla und Jasper. Einige Kapitel spielen in der Vergangenheit, aber der Großteil spielt sich in der aktuellen Zeit ab. Beim Lesen von dem Buch muss man sich einfach wohl fühlen.


Zu Beginn lernt man Calla kennen, die gerade wieder nach Deutschland gekommen ist. Dort will sie ihrem Ex aus dem Weg gehen, aber wie es der Zufall will arbeiten sie im gleichen Restaurant. Bald schon nähern sich die beiden wieder an.

Der Einstieg in das Buch ist mir recht leicht gefallen, auch wenn ich zuerst das Gefühl hatte, irgendwas verpasst zu haben. Man wird mitten in die Geschichte geworfen und ich weiß weder, wieso Calla in LA war, noch was da passiert ist. Ich habe mich ehrlich gesagt etwas verloren gefühlt und die Rückblicke haben es nicht besser gemacht, denn sie haben nichts zur eigentlichen Geschichte beigetragen. Man lernt daraus nur, wie sich Japser und Calla kennen gelernt haben und wie sie zusammen gekommen sind, aber all das ist nicht super relevant für die Story. Hätte man diese Kapitel durch mehr Infos aus der aktuellen Zeit ersetzt, hätte ich mich nicht so schwer getan.

Calla mochte ich echt gerne. Sie ist so ein Typ, den man einfach als Freundin haben will, weil sie so nett und aufgeschlossen ist. Wie sie mit Jasper umgeht, obwohl sie sich lange nicht gesehen haben fand ich bewundernswert, ich weiß nicht, ob ich so ruhig geblieben wäre. Abgesehen davon hatte sie es im Leben nicht leicht und man will sie einfach nur in den Arm nehmen und fest drücken.

Jasper kam mir zuerst wie ein Arsch vor, weil er gemein zu Calla ist und sich hinter einer Mauer versteckt, aber mit der Zeit lernt man ihn besser kennen und merkt, dass er eigentlich ein richtig toller Kerl ist. Irgendwann mochte ich ihn super gerne und wurde fast schon eifersüchtig, weil Calla einen so tollen Kerl abbekommen hat. Er kümmert sich liebevoll um Calla und steht ihr in jeder SItuation zur Seite.

Man sollte sich nicht viel Drama von dem Buch erwarten, es ist eine ruhige Geschichte und alle Konflikte werden recht schnell durch reden gelöst, was ich persönlich besser finde als wegzulaufen oder sich anzuschweigen. Die Charaktere reden wirklich miteinander und finden gemeinsam eine Lösung für jedes Problem.

Wie schon erwähnt fand ich die Rückblicke zwar ganz nett, aber eben doch unnötig. Sie tragen nichts zur eigentlichen Geschichte bei und ich hätte viel lieber mehr über Callas Vergangenheit erfahren. Ich konnte nicht alle Entscheidungen nachvollziehen, wie etwa, dass sie genau dort nach LA musste und wie sie überhaupt darauf gekommen ist, dass sie ihre Suche dort starten soll. Es war einfach nicht immer alles stimmig und das hat mich etwas gestört.

Es wird auch der Aspekt des Rassismus angesprochen, denn Calla ist nicht weiß. Dadurch erfährt sie in alltäglichen Situationen Rassismus und die Autorin hat es sehr gut geschafft zu zeigen, was man alles falsch machen kann, ohne dass man es merkt. Beim Lesen habe ich angefangen nachzudenken, ob ich auch so denke wie die Person in dem Buch und ob mir sowas auch schonmal passiert ist. Da ich noch nicht viel mit POC zu tun hatte, kann ich das nicht sagen, aber in Zukunft achte ich da mehr drauf.

Die Liebesgeschichte selbst entwickelt sich sehr langsam und ohne viel Drama, für manche ist das Buch dadurch sicher zu langweilig, ich fand es sehr angenehm zu lesen. Nachdem man endlich erfährt, wieso Calla länger in LA geblieben ist gibt es auch nicht mehr viel Spannung und dann ist es wirklich nur noch eine schöne Geschichte. Hier hat mir ein bisschen was gefehlt, entweder ein Konflikt oder mehr Spannung, die länger gehalten wird.

Das Ende war echt schön und teasert auch schon den dritten Band an, was mir gefällt, aber irgendwie bleibt auch so viel offen. Klar, es ist nicht schlimm und es sind keine großen Sachen, allerdings hätte ich meine Fragen trotzdem gerne beantwortet gehabt.

Das Buch ist ein richtiges Wohlfühlbuch. Es gibt nicht viel Drama, aber eben auch nicht viel Spannung. Hin und wieder war mir das Buch schon fast zu ruhig. Nicht alles an dem Buch war perfekt, ein paar Dinge haben mich gestört, aber insgesamt war es doch sehr schön zu lesen. Von mir gibts vier Sterne.

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