[Rezension] „Der Kristallkönig“ – Ria Radtke

Quelle: drachemond.de

Titel: Der Kristallkönig
Autor: Ria Radtke
Verlag: Drachenmond
Preis: 15,90€ [D]
Seiten: 367

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Amsterdam, 1898. Seit dem Verschwinden seiner Mutter ist Kornelian van Leeuwen den Launen seines Vaters ausgeliefert. Als er auf die Antwerpener Diamantenmesse geschickt wird, sieht er seine Chance gekommen, endlich das Vertrauen des kaltherzigen Edelsteinhändlers zu gewinnen: Dazu muss er nur den Dieb aufspüren, der die Kundschaft bestiehlt und das Unternehmen seiner Familie in Verruf bringt. Anstatt sich auf das Leben als Ehefrau vorzubereiten, verbringt Juwelierstochter Beryl ihre Zeit lieber damit, Diamanten aus den Villen gutbetuchter Familien zu stehlen. Die makellosen Steine rufen förmlich nach ihr, bergen allerdings ein grausames Geheimnis. Beryl ist entschlossen, für Gerechtigkeit zu sorgen, bis sie auf Kornelian trifft und einsehen muss, dass ihr Herz andere Pläne hat. Beide ahnen nicht, dass sie im Begriff sind, übernatürliche Kräfte zu entfesseln, die mehr als nur ihr Leben in Gefahr bringen.

Quelle: drachenmond.de

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

„Vertrau mir.“


Das Cover sieht echt cool aus und hat mich auch sehr neugierig auf die Geschichte gemacht. Darauf zu sehen ist ein Mensch aus Kristallen, der zersplittert. Allein schon vom Titel hätte es sein können, dass es wirklich einen Menschen aus Kristall im Buch gibt, also ein sehr gelungenes Cover, das den Leser neugierig macht.


Der Schreibstil der Autorin war sehr leicht ung flüssig zu lesen. Geschrieben ist das Buch in der dritten Person, wobei sich die Hauptperson in jedem Kapitel ändert. Einmal liest von man von Beryl und dann von Kornelian.


Zu Beginn lernt man Beryl kennen, die Schmuck stiehlt, da dieser sie ruft. Als Kornelian in ihre Stadt kommt merkt sie sofort, dass er auch etwas zu verheimlichen hat, nur dass er nicht weiß, was da eigentlich mit ihm passiert.

Der Einstieg in die Geschichte hat mich dezent verwirrt. Nach dem Prolog war ich so verwirrt, wie man eben sein kann, aber sobald die Namen des Prologs nochmal vorkamen war auch klar, was da passiert ist. Dann war mir einiges klar und ich habe verstanden, was die Autorin mit dem Prolog im Sinn hatte und ich muss sagen, dass das echt genial war. Abgesehen davon war mir lange nicht klar, was es mit Beryl und Kornelian auf sich hat, da es auch nie explizit gesagt wird. Das Konzept hat mir gefallen und man kommt irgendwann auch alleine drauf.

Beryl fand ich etwas zu sehr von sich selbst überzeugt. Sie glaubt, dass sie immer recht hat und will immer ihren Dickschädel durchsetzen. Regeln gelten für sie allgemein nicht und wenn doch dann auch nur wenn es ihr gerade passt. Dennoch war sie ein spannender Charakter und irgendwann wurde ich auch halbwegs war mit ihr.

Kornelian hingegen kam mir manchmal etwas dümmlich vor. Vielleicht lag es auch nur an seiner Unwissenheit, aber manchmal hätte ich ihn doch schon gerne geschüttelt und gefragt, was eigentlich mit ihm los ist. Abgesehen davon mochte ich ihn als Charakter aber sehr gerne. Er versucht das Richtige zu tun, obwohl er seinem Vater, der alles ist, was ihm noch geblieben ist, gefallen will. Für mich war er ein sehr interessanter Charakter.

Ich wusste lange nicht in welche Richtung die Geschichte gehen würde und ich wusste auch nicht, was da nun phantastisches dazukommen soll. Doch schon bald habe ich herausgefunden, was es mit Beryl und Kornelian auf sich hat. Das alles entwickelt sich nicht allzu schnell, man braucht etwas Geduld bis die Geschichte wirklich ins rollen kommt, aber danach ist man völlig in ihrem Bann. Ich zumindest habe das Buch an zwei Tagen beendet, weil es mich so gefesselt hat.

Die Thematik mit den Juwelen fand ich sehr interessant, dieses Thema hatte ich, glaube ich, noch nie in einem Buch. Man merkt schnell, dass sie irgendwas mit dem phantastischen Teil des Buches zu tun haben, aber man weiß recht lange nicht was. Ich will es auch nicht verraten, denn es macht sonst keinen Spaß mehr. Ich kann aber sagen, dass sich die Autorin da was richtig Tolles einfallen lassen hat. Mit der Zeit nimmt dieser übernatürliche Teil auch immer mehr Raum ein und das Buch geht in eine ganz andere Richtung, als man zuerst glaubt.

Die Liebesgeschichte steht hier ebenfalls nicht im Vordergrund und ist lange auch nicht vorhanden. Sie entwickelt sich langsam und ich fand sie sehr authentisch, nicht erzwungen oder zu schnell. Das hat hier einfach super gepasst.

Gegen Ende wird das Buch dann immer rasanter und ich wollte unbedingt wissen, was Kornelian und Beryl tun werden, wie sich alles entwickelt und ob alle ein Happy End bekommen. Man weiß lange nicht, ob das Buch gut oder schlecht ausgeht, da es sehr schwank, aber dadurch bleibt man als Leser besser am Ball. Viel spannender hätte es die Autorin für mich auch nicht machen können, ich war richtig gefesselt. Ich musste das Buch einfach beenden, weil ich wissen wollte, wie es ausgeht.

Das Buch hat mich überrascht. Sehr überrascht, denn ich habe nicht mit einer so grandiosen Geschichte gerechnet. Obwohl es am Anfang etwas gedauert hat war ich irgendwann total gefangen und konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Für mich war das Buch ein Highlight und bekommt 5 Sterne.

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