[Rezension] „Der letzte Garten der Hoffnung“ – Liane Mars

Quelle: drachenmond.de

Titel: Der letzte Garten der Hoffnung
Autor: Liane Mars
Verlag: Drachenmond
Preis: 15,90€ [D]
Seiten: 295

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Ein magischer Garten kurz vor dem Untergang. Eine einsame Zauberin ohne Ausbildung. Ein Krieger mit letzter Hoffnung auf Rettung. „Ich hatte etwa zwanzig Sekunden Zeit, um die Entscheidung meines Lebens zu treffen. Verließ ich den Zaubergarten und rettete ein Kind? Oder bewachte ich meine Welt und blieb versteckt, wie man es von mir erwartete? Fünfzehn Sekunden. Ich atmete ein. Öffne niemals diese Tür, hatte mir meine Tante eingeschärft. Niemals! Noch drei Sekunden. Tu. Es. Nicht. Die Zeit war um – und ich reagierte …“

Quelle: drachenmond.de

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Ich hatte etwa zwanzig Sekunden, um die Entscheidung meines Lebens zu treffen.


Das Cover ist schlicht und doch sehr schön. Durch die einzelnen Elemente sieht es echt toll aus und außerdem spielen die Tiere auf dem Cover auch eine Rolle.


Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut und flüssig zu lesen. Geschrieben ist das Buch aus Sicht von Tally, die in dem magischen Garten lebt. Ich hätte den Garten selber gerne besucht, so aber musste ich mich mit den wirklich bildlichen Beschreibungen begnügen.


Zu Beginn lernt man Tallyana kennen, die in ihrem magischen Garten wohnt. Als vor ihrem Gartentor Fremde auftauchen, die Hilfe brauchen, muss sie sich entscheiden, ob sie sie herein lässt und den Garten damit gefährdet oder nicht.

Der Einstieg in das Buch war abrupt. Man weiß zuerst gar nicht, was da eigentlich passiert, was es mit dem Garten auf sich hat und wer die ganzen Personen sind. Trotzdem war ich sofort richtig gefesselt von dem Buch, da hier so viele neue Ideen drinnen stecken. Ich war also sehr gespannt, wie es weiter gehen würde.

Tallyana, oder kurz Tally, ist die Gärtnerin. Sie lebt in dem Garten und kümmert sich um diesen. Obwohl sie wenig Ahnung von Magie hat und so gar keine Ahnung davon hat, was es wirklich mit dem Garten auf sich hat, war sie mir sofort sympathisch. Zwar behält sie die Fremden aus etwas egoistischen Gründen bei sich, aber ansonsten kümmert sie sich aufopferungsvoll um den Garten, seine Bewohner und ihre Gäste.

Samuel und Aiona sind Geschwister, die zusammen mit Avi in den Garten kommen. Von diesem dreien war mir zuerst gar keiner sympathisch, da sie nichts von sich preisgeben und auch nicht allzu freundlich waren. Mit Avi konnte ich mich im Laufe der Geschichte anfreunden und ich stellte so einige Vermutungen zu ihm auf. Aiona bliebt mir bis zum Ende fremd, was auch daran liegen könnte, dass sie das halbe Buch bewusstlos war und man dadurch keine Verbindung zu ihr aufbauen konnte. Samuel wurde mir eigentlich immer nur unsympathischer und als man dann seine ganze Geschichte erfährt und ihn endlich verstand, wurde es auch nicht besser. Insgesamt war es aber doch ein gut ausgearbeiteter Haufen.

Ich gebe zu, ich hatte am Anfang keine Ahnung, worauf die Geschichte hinaus will und ich war lange verwirrt. Aber ich glaube, dass genau das den Reiz des Buches ausmacht. Tally weiß nichts über die wahre Bestimmung des Gartens und die drei Besucher sind nicht wirklich gesprächig, wenn es darum geht. Man will also zusammen mit Tally herausfinden, was da vor sich geht und was alle vor ihr verheimlichen. Noch so eine Sache ist ihr Name, denn den erfährt man erst sehr sehr spät, wenn nicht erst nach der Hälfte. Das ist mir zuerst gar nicht so aufgefallen, aber das ist wirklich mal was anderes.

Zwar beginnt die Geschichte sehr rasant mit einem Angriff, doch danach wird es etwas ruhiger und man hat Zeit sich in die Welt einzufinden. Es wurde aber im gesamten Buch nie langweilig und es gibt immer wieder etwas Neues. Der Großteil der Geschichte spielt sich im Garten ab, und da dieser unglaublich groß ist, gibt es auch viel zu entdecken. Wir gerne wäre ich selbst da durch spaziert.

Ich möchte gar nicht zu viel von der Geschichte verraten, weil ich finde, dass man das Buch einfach selber lesen muss. Ich kann aber sagen, dass irgendwann auch Bösewichte dazu kommen und ab da alles noch rasanter wird. Natürlich gibt es auch eine Liebesgeschichte, die aber bei Weitem nicht im Mittelpunkt steht und sich langsam entwickelt. Sie ist halt da, aber nicht der wichtigste Teil des Buches. Abgesehen davon kann man als Leser sehr gut mitraten und zusammen mit Tally die richtigen Schlüsse ziehen. Das hat mir wirklich gut gefallen. Obwohl sie sehr behütet im Garten aufgewachsen ist, hat sie doch eine gute Menschenkentniss und sieht die Dinge auch aus verschiedenen Perspektiven.

Irgendwann kam der Punkt, an dem ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen wollte, weil es einfach so gut war. Ich wollte wissen, wie es ausgeht, was die ganzen Wörter, die Avi da von sich gibt, bedeuten und was mit Tallys Garten passiert. Das Ende war dann einfach nur noch perfekt und auch wenn ich davor schon länger die Vermutung hatte, dass es darauf hinauslaufen würde, war ich doch sehr zufrieden mit diesem.

Ein wirklich grandioses Buch. Man wird als Leser richtig in die Geschichte geworfen und bekommt erst nach und nach alle Infos, die man braucht. Lasst euch auf keinen Fall zu sehr spoilern, so macht das Buch nämlich noch mehr Spaß. Von mir gibts eine klare Empfehlung!

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