[Rezension] „Der verbotene Wunsch“ – Stefanie Hasse

Quelle: goodreads.com

Titel: Der verbotene Wunsch
Autor: Stefanie Hasse
Verlag: Knaur
Preis: 14,99€ [D] || 15,50€ [A]
Seiten: 336

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Einst schufen vier Gottheiten das Land Alania und seine vier Völker. Damit die Menschen in Frieden gedeihen mögen, machten die Gottheiten jedem Volk ein mächtiges Geschenk. Doch eine Tafel, die jeden mit Blut geschriebenen Wunsch erfüllte, erwies sich als mächtiger als die anderen Göttergaben und weckte Neid und Krieg unter den Völkern – bis die Kriegerin Daria in einem verzweifelten Moment einen Wunsch notierte, der zum Fluch wurde.
Seither ist der Palast gespalten, Männer und Frauen leben getrennt. Darunter leidet vor allem Kronprinzessin Malena. Sie will nicht glauben, dass alle Männer ihr Böses wollen, nur weil sie eine Frau ist. Ihr sehnlichster Wunsch ist es, den Palast zu einen – und dabei ihre frisch entdeckten Gefühle für den Krieger Aries zu erkunden. Doch ausgerechnet das soll ihr Ziehbruder Valerian mit allen Mitteln verhindern. Denn nur er kennt den wahren Preis für Malenas Gefühle …

Quelle: goodreads.com

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Von da an gab es im Zentrum des Imperiums, den ehemaligen Midlanden, zwei Herrscher: einen Princeps und eine Princepa.


Das Cover gefällt mir super gut. Es ist düster und wirkt doch auch irgendwie magisch. Zwar verrät es noch nichts über die Geschichte, aber das ist nicht schlecht.


Der Schreibstil der Autorin hat mir am Anfang etwas Schwierigkeiten bereitet, da viele Sätze recht verschatelt waren und ich sie manchmal öfter lesen musste. Daran habe ich mich aber bald gewöhnt und dann fiel es mir auch leichter das Buch zu lesen. Es gibt drei verschiedene Sichten, wobei man immer in der dritten Person liest.


Zu Beginn lernt man Malena und Valerian kennen, die die neue Princepa und der neue Princeps. Nach ihrer Ernennung wollten sie ihren Wunsch nutzen, um das Volk zu einen, aber am Tag der Zeremonie verändert sich Val und will seinen Wunsch nicht schreiben.

Der Einstieg in das Buch ist mir nicht so leicht gefallen, was aber nur dem Schreibstil geschuldet war. Es hat einige Zeit gedauert, bis ich mich an diesen gewöhnt habe. Von der Geschichte war ich aber sofort gefesselt, da mir die Idee super gefallen hat und alles sehr ans römische Reich erinnert. Die Bezeichnung von den Wachen, die Kleidung und auch die Namen von Orten waren sehr römisch angehaucht, was mir sofort gefallen hat. Man erfährt zuerst nicht so viel, was es mit den Wünschen und der Tafel auf sich hat aber mit der Zeit lernt man immer mehr über die Welt und wie alles funktioniert.

Malena mochte ich echt gerne. Dass sie hin und wieder naiv ist, ist klar, denn sie wurde getrennt von Männern erzogen und hatte immer nur Umgang mit ihren Lehrern und Gardistinnen. Da ist es klar, dass sie nicht viel von Männern oder anderen Menschen allgemein weiß. Mit der Zeit lernt sie aber dazu und ich fand sie sehr sympathisch. Und endlich hat hier mal eine Frau ihre Periode! Allein schon, dass Malena Krämpfe hatte, hat sie gleich noch beliebter bei mir gemacht.

Valerian kann ich wirklich schlecht einschätzen, denn von ohm gab es die wenigsten Kapitel und er bliebt daher etwas farblos für mich. Zwar scheint er sehr nett zu sein und hat die gleichen Moralvorstellungen wie Malena, aber was ihn ausmacht könnte ich nicht sagen. Ich mochte seine Kapitel, da diese seinen inneren Kampf gut dargestellt haben, aber ganz greifbar wurde er nicht für mich.

Dann gibt es noch Taipa, aus ihrer Sicht gibt es ebenfalls Kapitel. Sie war an sich ein toller Charakter, aber definitiv nicht mein Liebling. Sie glaubt stark an ihre Erdgöttin und geht trotzdem mit vielen Vorurteilen durchs Leben. Ich habe ihre ANsichten sehr oft nicht geteilt, aber durch sie kam auch etwas Abwechslung ins Buch.

Die Geschichte fand ich wirklich spannend und gut aufgebaut. Zuerst werden Malena und Val zur Princepa und zum Princeps und danach sollen sie ihren Wunsch, von dem sie nur einen haben, auf eine magische Tafel schreiben. Doch bevor es dazu kommt ändert Val seine Meinung und lange weiß man nicht, was es damit auf sich hat. Die Rede ist von Flüchen und emotionslosen Vorfahren, aber wie alles zusammenhängt erschließt sich erst im Laufe der Handlung. Es war richtig fies, dass man immer nur kleine Brocken bekommt und diese sich nur langsam zu einem großen Bild zusammen setzen.

Auf dem Weg zur Wahrheit begleitet Malena Aries, der beste Freund und oberste Gardist von Val. Ich glaube er ist mein Liebling in dem ganzen Buch. Es kommt, wie es kommen muss und es entwickelt sich mehr. Die Liebesgeschichte wirkte nicht gestellt oder unecht auf mich, sie war auch nicht plötzlich da, was ich gut finde. Besonders gegen Ende konnte ich die Gefühle selber spüren und auch den Schmerz, der immer mit der Liebe einhergeht.

Gefallen hat mir auch die Welt. Die verschiedenen Völker, von denen man nur zwei besser kennen lernt und den Aufbau der Stadt, Dariana, fand ich gelungen. Gerne hätte ich noch mehr über den unbekannten Norden gelesen, aber vielleicht kommt das noch. Auch über die Gottheiten, an die die Menschen in der Welt glauben hätte ich gerne mehr erfahren, da fehlte mir ein bisschen was.

Am Ende gibt es dann einen fiesen Cliffhanger, also wirklich fies. Es passiert so viel auf einmal und man fiebert richtig mit den Charakteren mit und plötzlich ist es einfach vorbei. Zum Glück erscheint Band zwei recht bald und man muss nicht lange auf die Fortsetzung warten.

Obwohl ich mir wegen des Schreibstils zuerst etwas schwer getan habe, hat mir das Buch sehr gut gefallen. Ein paar Kritikpunkte habe ich dennoch, aber insgesamt fand ich die Geschichte rund um Malena und Val spannend und gut erzählt. Ich freue mich jetzt schon auf den zweiten Band und gebe dem Buch 4 Sterne.

4 Kommentare zu „[Rezension] „Der verbotene Wunsch“ – Stefanie Hasse

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