[Rezension] „A touch of darkness“ – Scarlett St. Clair

Quelle: goodreads.com

Titel: A touch of darkness
Autor: Scarlett St. Clair
Verlag: Selfpublisherin
Preis: 26,06€
Seiten: 353

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A Modern Hades and Persephone Retelling

Persephone is the Goddess of Spring by title only. The truth is, since she was a little girl, flowers have shriveled at her touch. After moving to New Athens, she hopes to lead an unassuming life disguised as a mortal journalist.
Hades, God of the Dead, has built a gambling empire in the mortal world and his favorite bets are rumored to be impossible.
After a chance encounter with Hades, Persephone finds herself in a contract with the God of the Dead and the terms are impossible: Persephone must create life in the Underworld or lose her freedom forever.
The bet does more than expose Persephone’s failure as a goddess, however. As she struggles to sow the seeds of her freedom, love for the God of the Dead grows—and it’s forbidden.

Quelle: goodreads.com

Persephone sat in the sunlight.


Das Cover ist wundervoll. Wirklich, die Blumen und die Ranken und die Dunkelheit, es passt einfach alles zusammen. Dadurch, dass Hades der Herr der Unterwelt ist passt das dunkle Thema hier sehr gut.


Der Schreibstil ist ausbaufähig. Es wurden manchmal ziemlich komische Gespräche geführt und auch ansonsten versuchte die Autorin poetisch oder gefühlvoll zu schreiben, scheiterte dabei aber kläglich. Mich hat auch die allwissende Erzählperspektive gestört, denn so konnte ich Persephones Gedanken und Gefühle nie nachvollziehen.


Zu Beginn lernen wir die Göttin Persephone kennen. Sie lebt versteckt unter den Menschen und tritt bald ihren Job neben der Uni an. Um das zu feiern gehen sie in den Club, der Hades gehört und dort trifft sie auf ihn und geht einen Deal ein.

Ich habe mir sehr schwer getan mit dem Buch. Zuerst dachte ich noch, dass es besser wird, aber dem war nicht. Bereits am Anfang hatte ich Probelem, da die Welt nicht erklärt wird und ich keine Ahnung von den Strukturen von dieser habe. Die Götter kamen auf die Erde, dort leben sie jetzt in New Greece und New Athen und alles mit New davor. Warum? Weiß ich nicht. Die Götter können menschliche Lover haben, besitzen Läden, Clubs, Restaurants und werden von den Menschen verehrt, obwohl sie ihnen ihren Lebensraum genommen haben. Muss ich nicht verstehen. Was ist aber mit dem Rest der Welt? Sieht es da genauso aus? Das Worldbuilding war hier wirklich unglaublich schwach, eigentlich nicht vorhanden, dadurch fand ich mich nicht zurecht in dieser Welt.

Persephone, der schlimmste Charakter in dem ganzen Buch. Sie ist eine Göttin, aber erst 24 Jahre alt. Kam sie also erst auf die Welt, als ihre Mutter Demeter schon auf der Erde war? Erfährt man leider nicht und ich finds auch sehr komisch, da es ansonsten keine anderen jungen Götter gibt. Auf jeden Fall ist Persephone richtig nervig. Sie verhält sich wie ein Kind, läuft immer wieder zu Hades, obwohl sie immer sagt, dass sie ihn nicht mag und nicht zu ihm will, ist manchmal dumm und sagt zu allem Ja und Amen. Selten habe ich einen so schrecklichen und schlecht ausgearbeitetn Charakter in einem Buch gehabt. Persephone ist in dem Buch noch Jungfrau, das Thema ist ihr aber egal und sobald sie Hades sieht will sie nur seinen *hmhm* und verschwendet keinen Gedanken daran, dass es ihr erstes Mal ist.

Und dann ihre Mutter. Da merkt man, dass sie die Autorin keine Gedanken um Logik gemacht hat. Ihre Mutter lässt Perspehone überwachen, damit sie keinen Blödsinn anstellt. Sie darf nämlich eigentlich nicht in die Nähe von anderen Göttern. Trotzdem bekommt ihre Mutter nicht mit, dass da was zwischen Hades und Persephone läuft, obwohl sie sich auch ölffentlich treffen. Dann ist irgendeine Veranstaltung, Hades ist da, Demeter ist da und Persephone ist da. Persephone und Hades sind da zusammen zu sehen, verlassen die Veranstaltung zusammen und ihre Mutter checkt es immer noch nicht. So dumm kann doch niemand sein, ehrlich, das ergab einfach null Sinn.

Dann gibts noch die unnötigen Nebencharakter, wie etwa die Freundin von Persephone, die nur dann auftaucht, wenn sie Persephone richtig Hades schubsen soll und mit ihr in den Club geht. Ansonsten hat sie keinerlei Bedeutung für das Buch, ist austauschbar und man hätte sie ebenso gut weglassen können.
Gleiches bei Adonis. Er ist einfach ein Kerl, denn Perspehone im Club kennen lernt, der sich als Arsch entpuppt und vielleicht am Ende etwas Spannung reinbringen sollte, was aber alles sehr vorhersehbar war und auch nicht relevant für die Geschichte.

Hades ist noch der einzige Charakter, den ich halbwegs erträglich fand. Etwas sehr besitzergreifend, aber irgendwie auch interessant. An ihm ist mehr dran, als man zuerst sieht, aber mit der Zeit entdeckt man, dass er eigentlich nicht so böse ist, wie ihn alle hinstellen wollen. Ihn fand ich tatsächlich ganz gelungen.

Also, es gibt einen Charakter, den ich mochte. Die Geschichte selbst war ebenso langweilig. Wie schon egsagt ergibt einiges keinen Sinn, Persephone will aufzeigen, dass Hades wirklich so böse ist, lernt ihn besser kennen und sie kommen sich näher. Allerdings würde ich hier nie im Leben von Liebe, sondern nur von reiner Lust sprechen. Die beiden haben absolut nichts gemeinsam, und finden sich einfach körperlich sehr anziehend. Nachdem Persephone ungefähr zum hundersten Mal gesagt hat, wie gut Hades aussieht und wie sexy sie ihn findet hat es auch der letzte Leser verstanden, dass sie ihn gerne vernaschen will.

Die letzten 40 Seiten habe ich nur noch überflogen, weil es eh nichts neues war. Das gesamte Buch ist ein ewiges hin und her, sie lernen sich kennen, kommen sich näher, sie läuft weg, kommt zurück, er macht irgendwas nettes und das geht immer so weiter. Bereits bei der Hälfte hat mich das Buch sehr gelangweilt und die vielen Logikfehler haben es nicht besser gemacht. Persephone soll sich von anderen Göttern fernhalten und was macht sie? Geht in die Restaurants und Clubs die Göttern gehören. Sie hasst Hades und sucht immer wieder seine Nähe, nur um sich zu fragen, was sie da eigentlich macht und um wütend wieder zu gehen.

Das Ende war halbwegs abgeschlossen und alle weiteren Bände sind für mich Geldmacherei, denn es gibt keine sinnvolle Geschichte, die mir hier einfallen würde. Es wurde alles aufgeklärt und das Ende war nicht offen. Seien wir ehrlich, ein Buch reicht in der Reihe völlig.

Das Buch ist eine totale Enttäuschung und ich verstehe nicht, wieso es so gehyped wird. Abgesehen von dem komischen Schreibstil, dem nicht vorhanden Worldbuilding und den Charakteren, die allesamt flach und manche unnötig sind, hat das Buch nichts. Keine packende Story, keine supertollen Sexszenen. Logikfehler und nervige Charaktere, ja, aber das macht nun wirklich kein gutes Buch aus. Für mich ist das Buch durchgefallen.

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