[Rezension] „Die Schicksalsknüpferin – Die Truische Klinge“ – Marlene von Hagen

Quelle: amazon.de

Titel: Die Schicksalsknüpferin – Die Truische Klinge
Autor: Marlene von Hagen
Verlag: Selfpublisherin
Preis: 3,99€ (eBook, Neuauflage Taschenbuch erscheint 2022)
Seiten: 576

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Eine gereifte Kriegerin.
Ein sanftmütiger Jüngling.
Ein Mädchen, das Auren sieht.

Die Schicksalsknüpferin führt die einst miteinander verbundenen Fäden erneut zueinander, denn die Blinde Sehende hat mit dem Herrn der Anderswelt einen Pakt geschlossen. Als König der Dämonen will er mit ihrer Hilfe in das Diesseits geboren werden und herrschen. Dazu hat er zwei Menschen auserwählt, die seit ihrer Kindheit unwissentlich mit der Anderswelt verbunden sind. Nur mit der Truischen Klinge kann die Schicksalsknüpferin seinen Plan vereiteln. Verzweifelt ruft sie die Drachenschmiedin um Hilfe, als ihr einer der Schicksalsfäden entrissen wird. Gemeinsam müssen sie sich dem Herrn der Anderswelt und seiner Dienerin, der Blinden Sehenden, stellen.

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Ich sehe dich.


Das Cover gefällt mir sehr gut, es ist düster und man sieht, dass es sich hier um Fantasy handelt. Die Klinge ist ebenfalls auf dem Cover zu sehen, ich mag es, wenn Dinge aus dem Buch auch auf dem Cover einen Platz finden.


Der Schreibstil der Autorin war wirklich super zu lesen. Man liest das Buch in der allwissenden Perspektive, wobei in den Kapiteln immer abwechselnd andere Figuren im Vordergrund stehen. Besonders gefallen haben mir die Kampfszenen, da diese ausgesprochen gut und spannend geschrieben waren.


Zu Beginn lernt man Tavion, Finnar, Ehlim und Xarantee kennen, die im Laufe der Geschichte alle zusammen kommen. Sie sind die Hauptfiguren und werden aus ihrem normalen Alltag gerissen.

Obwohl dies ein zweiter Teil ist, kann man ihn ohne Vorkenntnisse lesen, so hab ich das gemacht. Hin und wieder gibt es Referenzen zu vergangenen Situationen, aber sie sind nicht relevant für die Geschichte und man versteht auch so alles wirklich gut. Zuerst hatte ich zwar Bedenken, dass vielleicht einiges verwirrend sein könnte, eben weil es ein zweiter Teil ist, aber ich kam sehr gut in die Geschichte und hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass mir Wissen fehlen würde.

Tavion mochte ich von den Charakteren am liebsten von allen. Er ist ein Krieger, sehr in Finnar vernarrt und noch dazu ein richtig netter Kerl. Ich mochte seinen Umgang mit Kindern, dass er Leuten hilft, die ihm zuerst nicht wohl gesonnen waren und auch, dass er Finnar nicht von der Seite weicht auf ihrer Reise und sie vor allem beschützen will. Das zeigt, dass er der harte Krieger, aber auch ein liebender Mann sein kann. Bei ihm mochte ich einfach alles.

Mit Finnar ist das schon eine andere Geschichte. Allgemein kann ich sagen, dass sie ein spannender Charakter ist und ich sie auch mochte, aber hin und wieder ging sie mir auch etwas auf die Nerven. Besonders wenn sie herumgejammert hat, dass sie nicht mehr so toll kämpfen kann wie früher, oder manchmal auch wenn sie mit Tavion gestritten hat, da konnte ich sie nicht ganz verstehen. Den Umgang mit ihrem Sohn fand ich aber toll, als Mutter ist sie echt klasse.

Xarantee ist mir immer noch suspekt und ich kann sie auch am wenigsten einschätzen. Sie ist die Schicksalsknüpferin und ein bisschen schrullig. Bei ihr wusste ich bis zum Ende nicht woran ich bin. Ist sie nun schon gebrechlich oder tut sie nur so? Verfolgt sie einen größeren Plan? So ganz warm wurde ich mit ihr nicht, und auch im echten Leben würden wir keine Freunde werden.

Zuletzt haben wir Ehlim, der mit Xarantee unterwegs ist. Er ist ein recht junger Kerl, der es aber durch eine Krankheit nicht leicht im Leben hatte. Ihm zuzusehen, wie er eine Freundin findet war wirklich schön und ich konnte auch alle seine Handlungen nachvollziehen. Von den Charakteren ist er der sympathischte, auch wenn ich seine Kapitel nicht immer ganz so gerne gelesen habe.

Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Die Blinde Sehende will einen Pakt mit dem Herr der Anderswelt eingehen, um ihn auf unsere Seite zu holen. Monster aus der Anderswelt sind schon da und Xarantee und Elhim brechen auf um Tavion und Finnar zu holen, damit sie zusammen die Blinde Sehende aufhalten können. So grob die Geschichte.

Das Buch ist recht lang (für Fantasy natürlich genau richtig) und da kann es schonmal zähe Passagen geben, aber hier habe ich tatsächlich keine einzige gefunden. Zuerst passiert lange nichts, man lernt die Charaktere kennen und setzt sich mit ihren normalen Problemen auseinander, die richtige Action startet erst später, aber ab da gibt es selten ruhige Momente. Für mich war das eine perfekte Aufteilung, denn die Geschichte hat die Zeit am Anfang für ihre Entwicklung wirklich gebraucht. Alles andere wäre einfach zu schnell gewesen.

Ich mochte es, dass man immer wieder von anderen Charakteren liest, bis sie dann irgendwann alle zusammen sind. So haben sich auch schnell Präferenzen gebildet. Meist habe ich mich mehr auf die Kapitel von Tavion und dann von ihm und Finnar gefreut, als auf alle anderen.

Die Kämpfe mit den Wesen waren einfach genial. Man hat das Gefühl, live dabei zu sein und mein Kopfkino hat mir alle Szenen wunderbar bildlich geliefert, was auch an dem tollen Schreibstil lag. Neben den Kämpfen haben mir auch noch die Gespräche super gefallen, weil sie weder gestellt noch erzwungen gewirkt haben, durch diese konnte ich sehr viel von der Welt und über die Charaktere lernen.

Mein einziger Kritikpunkt ist, dass das Ende ein bisschen zu schnell da war. Der letzte Kampf ging etwas flott von statten und obwohl man noch erfährt, wie es mit den Charakteren nach dem Ende weiter geht, und man dadurch einen schönen Abschluss hat, wären ein paar Seiten mehr doch gut gewesen. Aber das ist wirklich meckern auf hohem Niveau, denn ansonsten konnte mich das Buch vollends überzeugen.

Obwohl es sich hier um einen zweiten Teil handelt, kann man ihn unabhängig vom ersten lesen. Ich habe alles verstanden und kam sehr gut in die Geschichte. Besonders der Schreibstil hat mir gefallen und die Geschichte wurde mit der Zeit immer actionreichen. Zwar beginnt das Buch eher ruhig, aber man sollte sich davon wirklich nicht täuschen lassen. Ich bin begeistert und muss nun wirklich bald mal Teil eins lesen.

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