[Rezension] Der Dieb ohne Herz

Quelle: drachenmond.de

Titel: Der Dieb ohne Herz
Autor: Ney Sceatcher
Verlag: Drachenmond
Preis: 12,90€ [D]
Seiten: 280

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Es waren einmal ein Mädchen ohne Geschichte und ein Dieb ohne Herz In einer Winternacht taucht in einem Fischerdorf die junge Malina auf. Sie hat keinerlei Erinnerung an ihre Vergangenheit, doch die Sehnsucht nach ihrer Herkunft bleibt unvergessen. Als sie eine Einladung der Königin aus der Stadt der Masken erhält, sieht Malina ihre Chance gekommen. Doch auf dem Weg lauern viele Gefahren, denn ihr Begleiter ist der Dieb ohne Herz und er ist nicht die einzige Märchenfigur, die Wirklichkeit wird. Auf der Suche nach der Wahrheit müssen sie hinter viele Masken blicken auch hinter die eigenen.

Quelle: drachenmond.de

Es war einmal vor langer Zeit, so erzählte man sich, da existierte eine Stadt, in der die Menschen Masken trugen, um ihr wahres Gesicht zu verbergen.


Das Cover ist so so so schön und lädt einfach zum Träumen ein. Es sieht bereits so märchenhaft aus und passt daher sehr gut zur Geschichte.


Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut und einfach zu lesen. Ich fand die Beschreibungen der Stadt wirklich gelungen und konnte mir so alles genau vorstellen. Geschrieben ist das Buch aus Sicht von Malina.


Zu Beginn lernt man Malina kennen, die ihrer Ziehmutter einen Gefallen tun will und ihr mehr Aufträge bringen möchte. Darum will sie nach Malufra reisen, zur Königin. Der Weg ist aber nicht ganz unbeschwerlich.

Der Einstieg in die Geschichte ist mir sehr leicht gefallen. Es startet mit einem kleinen Märchen und bereits da war ich dem Buch verfallen. Ney schafft es einfach immer, dass ihre Märchen magisch sind und den Leser in seinen Bann ziehen. Dieses Schema zieht sich durch das ganze Buch, auf Malinas Reise bekommt sie immer wieder Märchen erzählt, manche davon beinhalten mehr und manche weniger Wahrheit, aber alle sind einzigartig. Das hat mir sehr gut an dem Buch gefallen, es wird somit nicht nur eine Geschichte erzählt, sondern in einer besonderen Form gleich mehrere. Zuerst versteht man es nicht, aber die Märchen haben hier eine besondere Bedeutung.

Malina mochte ich sehr gern, auch wenn sie hin und wieder ein wenig naiv wirkte. Sie versucht immer das Gute in den Menschen zu sehen und ist immer positiv. Manchmal musste ich dann doch die Augen verdrehen, weil sie den Wald vor lauter Bäumen nicht sah. Aber das war für das Buch ok, es passte irgendwie zur allgemeinen Stimmung.

Dann ist da noch der Dieb. Ich weiß nicht genau woran es liegt, aber er konnte mich schnell in seinen Bann ziehen. Dadurch, dass man zuerst nicht viel von ihm weiß, umgibt ihn etwas Geheimnisvolles und das macht ihn noch interessanter. Mit der Zeit lernt man aber mehr über ihn und seine Geschichte und obwohl ich ihn manchmal gehasst habe bleibt er am Ende doch mein liebster Charakter.

Auf Malinas Reise nach Malufra begegnet man noch so einigen anderen Charakteren und ich mochte alle sehr gerne, besonders Rabea und den Maskenverkäufer in Malufra, der war zwar komisch, aber irgendwie hat er mich auch fasziniert. Allgemein finde ich die Charaktere alle toll.

Die Geschichte ist eigentlich eine große Reise, da der überwiegende Teil der Geschichte aus der Reise nach Malufra besteht. Zwischendurch hat es sich ganz kurz gezogen, aber das ging schnell vorüber. Als Malina dann in Malufra ist wurde alles ein bisschen anders und stand im starken Kontrast zum bisherigen Teil des Buches. So kam aber auch Abwechslung in die Geschichte und ich persönlich möchte den Teil mit der Reise noch ein bisschen lieber, weil es da viel mehr zu entdecken gab.

Natürlich gibt es auch eine Liebesgeschichte, die aber nicht im Fokus steht und somit nicht zu viel Platz einnimmt. Als es dann aber in Sachen Liebe ernst wurde bewies die Autorin, dass sie auch das sehr gut kann. Ehrlich, auch ich hatte Herzchen in den Augen, weil ich das so gar nicht erwartet habe und es sich ein bisschen wie ein Märchen gelesen hat.

Das Ende war perfekt. Alles wurde rund abgeschlossen und man wird nicht mit Fragezeichen zurückgelassen.

Eine märchenhafte Geschichte die zum Träumen einlädt. Ich mochte Malina und den Dieb und natürlich die Stadt der Masken. Ihre Reise hat mich wirklich ein bisschen an ein Märchen erinnert und ich liebe Märchen. Es gibt so viele tolle Personen und besonders die beiden Schwestern im Wald haben es mir angetan. Schade, dass es nur ein Einzelband ist, ich hätte noch ewig vom Dieb lesen können.

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