[Rezension] Bad Witch – Befreite Magie

Quelle: carlsen.de

Titel: Bad Witch – Befreite Magie
Autor: Tanja Peninnger
Verlag: Impress
Preis: 3,99€ (eBook)
Seiten: 262

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**Zwischen Gut und Böse**
Seit zehn Jahren wird die junge Hexe Umbra in Gefangenschaft für die Taten ihrer Mutter bestraft, die einst furchteinflößenden Kreaturen Zutritt in ihre Heimat Panaha ermöglichte. Als Umbra eines Tages nicht in ihrer einsamen Zelle, sondern in einem prächtigen Palastzimmer aufwacht, ist der Schock groß: Vom König befreit, soll sie sich einer Einheit ausgewählter Krieger anschließen, die sich dem Ziel verschrieben haben, die unheilbringenden Risse in ihrer Welt zu verschließen – eine Aufgabe, die einzig eine Magiebegabte zu lösen vermag. Als letzte Hexe Panahas erfährt Umbra jedoch von allen Seiten nur Argwohn. Vor allem dem gut aussehenden Gildenführer Grayson fällt es schwer ihr zu vertrauen. Doch nur gemeinsam haben sie eine Chance gegen das wahre Böse …

Zwei Herzen im Schatten
Eine begabte junge Magierin und ein attraktiver Gildenführer, die lernen müssen, dass die Liebe jenseits von Gut und Böse liegt. Eine magisch romantische Liebesgeschichte, bei der die Funken nur so sprühen.

Quelle: carlsen.de

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Ich schlug die Augen auf.


Das Cover ist wirklich gelungen. Es ist düster und magisch, genau, wie man es sich von einer solchen Geschichte erwarten würde.


Der Schreibstil der Autorin war gut zu lesen und ich kam schnell voran. Geschrieben ist das Buch aus der Ich-Perspektive von Umbra, wodurch man sie besser kennen lernt. Auch die Beschreibungen der Landschaft fand ich sehr gelungen.


Zu Beginn lernt man Umbra kennen, die ihr halbes Leben lang eingesperrt wurde. Der König hat sie nun aber befreien lassen, da er eine Aufgabe für sie hat.

Der Einstieg in das Buch ist mir recht leicht gefallen, Umbra weiß nicht wo sie ist und da sie so lange im Gefängnis war, weiß sie auch nicht allzu viel über die Welt. Der König erklärt ihr einiges, wodurch man alle wichtigen Informationen bekommt. Doch schon hier war ich ein wenig enttäuscht, da der Titel eine böse Hexe vermuten lässt, Umbra aber das genau Gegenteil ist. Sie weiß nicht, wie sie ihre Kräfte richtig einsetzt und ist ziemlich naiv, was an ihrem langen Aufenthalt im Gefängnis liegt. Wer also eine Hexengeschichte mit viel Magie und bösen Hexen sucht, ist hier falsch.

Umbra kam mir die meiste Zeit zu kindlich und naiv vor. Außerdem hat sie viel nicht hinterfragt und hat den Leuten alles geglaubt, die hätten ihr Gott weiß was erzählen können und sie hätte es geglaubt. Mit ihr wurde ich bis zum Ende nicht richtig warm, aber ab der Hälfte ca. wurde sie besser und ich musste nicht mehr ständig die Augen verdrehen, wenn sie was gesagt hat.

Grayson ist der zweite Protagonist, der eine wichtige Rolle spielt. Er ist der Anführer einen kleinen Gruppe, die die Risse in der Welt, durch die Ungeheuer kommen, wieder zusammenflickt. Außerdem ist er der Bruder des Königs und kann Umbra nicht leidern. Ihn mochte ich von allen aber fast am liebsten, da er auch Schmerz, Leid und Trauer erfahren hat, das machte ihn für mich greifbarer, bei Umbra weiß man, dass ihre Mutter tot ist, aber bei Grayson wurde das alles besser gehandhabt finde ich.

Die Hälfte des Buches spielt sich fast nur im Palast ab und wirkt eher so, als würde Umbra sich nicht zwischen den Brüdern entscheiden können. Sie lebt wie eine Prinzessin und versucht mit ihrer Magie umzugehen, wobei der magische Teil hier einfach zu kurz kam. Und dafür, dass sie die böse Hexe ist, behandeln sie alle sehr gut, bis auf Grayson. Es ist schon klar, dass dieses Denken veraltet ist und nicht jede böse Hexe wirklich böse ist, das beweist Umbra, aber ein bisschen mehr Düsternis habe ich mir schon erwartet.

Sobald sie dann auch alle aufbrechen um die Risse zu flicken und dies für alle mal, wird es mit der Magie auch nicht besser. Mir fehlte da einfach was, aber die Drachen, die dazugekommen sind, waren wirklich toll. Abgesehen davon ging das Ende dann auch zu schnell von der Hand. Für mich kam da keine Spannung auf und vom Ende war ich mehr als enttäuscht. In den letzten Kapiteln gibts dann noch einige Enthüllungen, die aber einfach lieblos gewirkt haben. Mir kam es so vor, als wolle die Autorin schnell noch ein paar Twists einbauen, aber es war da zu viel. Das Ende hat mich wirklich enttäuscht.

Es gibt hier auch eine Liebesgeschichte und obwohl es zuerst so wirkt, als würde sich eine Dreiecksbeziehung anbahnen, ist es dann zum Glück anders. Die fand ich dann doch recht süß, obwohl ich kein Fan von Enemies-to-Lovers bin, aber hier hat es wirklich gut gepasst. Man sieht nochmal ganz andere Seiten von Grayson, erfährt mehr von seiner Vergangenheit und dadurch bekommt er noch mehr Tiefe. Nicht zu viel Liebe, aber auch nicht zu wenig.

Dafür, dass es um eine Hexe geht, kam wirklich wenig Magie vor, finde ich. Einige Dinge haben mir gut gefallen, besonders alle Personen in der Gruppe mochte ich wirklich gerne. Allerdings wurde es am Ende zu viel und alles ging ein wenig zu schnell. Ein paar Seiten mehr hätten dem Buch sicher gut getan. Ich gebe dem Buch 3 Sterne.

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