[Rezension] Water Rising – Flucht in die Tiefe

Water Rising (Band 1) - Flucht in die Tiefe
Quelle: loewe-verlag.de

Titel: Water Rising – Flucht in die Tiefe
Autor: London Shah
Verlag: Löwe
Preis: 18,95€ [D] || 19,50€ [A]
Seiten: 464

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Die Welt nach der Katastrophe

Wie ist es, Regen, Schnee oder Sonne auf dem Gesicht zu spüren? Und wie sehen wechselnde Jahreszeiten aus und fühlen sich verschiedene Temperaturen an?
Das alles ist der 16-jährigen Leyla völlig fremd, denn seit einer verheerenden Naturkatastrophe steht die Welt komplett unter Wasser. Leyla kennt nur das Leben im versunkenen London – bis ihr Vater festgenommen wird. Zum ersten Mal verlässt sie zusammen mit dem verschlossenen Ari ihre Heimat, um ihren Vater zu befreien. Doch die britische Regierung stellt sich ihnen in den Weg. Mit allen Mitteln will sie verhindern, dass Leyla eine dunkle Verschwörung aufdeckt.

Eine rasante Climate-Fiction für Leser ab 14 Jahren, die ein erschreckendes Szenario darstellt: Was passiert, wenn wir den Klimawandel nicht aufhalten können? Geschickt werden politische Themen wie Diversität und Fremdenfeindlichkeit mit einer packenden Geschichte kombiniert. Düster, actionreich und topaktuell!

Quelle: loewe-verlag.de

Von aller Hoffnung verlassen waren sie der Gewalt des Wasser ausgesetzt.


Das Cover ist ein richtig Eye-Catcher. Es sind alle wichtigen Elemente des Buche vorhanden, das Wasser, London und die Tiere, die im Meer leben. Ich finde, dass es einfach toll zum Buch passt.


Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut und angenehm zu lesen, sodass ich recht schnell voran kam und bald auch schon nicht mehr aufhören wollte. Geschrieben ist das Buch aus Sicht von Leyla, wodurch man sie besser kennen lernt. Besonders gefallen hat mir die bildhafte Sprache wodurch man sich diese Unterwasserwelt sehr gut vorstellen konnte.


Zu Beginn lernt man Leyla kennen, deren Vater festgenommen wurde. Da sie von den Behörden keine Auskunft bekommt, wo er ist und sie glaubt, dass er unschuldig ist, will sie ihn befreien und nimmt an einem Rennen teil, bei dem sich der Sieger etwas wünschen darf. Doch das bringt sie nur noch mehr ins Visier der Regierung.

Fragt mich nicht wieso, aber ich kam die ersten 100 Seiten wirklich nur langsam voran. Der Schreibstil war toll und auch die Geschichte konnte mich gefangen nehmen, aber ich war einfach langsam. Abgesehen davon fiel mir der Einstieg in das Buch sehr leicht. Man weiß zwar nicht sofort alles über die Welt und lernt mit dem Lesen, aber es reicht um den Beginn zu verstehen.

Das Setting des Buches ist wirklich besonders und ich habe etwas Ähnliches bis jetzt noch nicht gelesen. Es spielt im Jahr 2099 und die Menschen leben Unterwasser, da der Meeresspiegel so hoch gestiegen ist, dass alles Leben an Land davon verschluckt wurde. Die Alte Welt wird erhalten indem Gebäude saniert werden, die Menschen selbst leben in wasserdichten Wohnungen, die mit allem möglichen High-Tech-Kram ausgestattet sind. U-Boote dienen der Fortbewegung und jedes Mal, wenn ich eine Stelle gelesen habe, in der Leyla irgendwo rein oder raus geht musste ich darüber nachdenken, wie ich das finden würde. Ich kann mir nicht vorstellen am Grund des Meeres zu leben, nie die Sonne zu sehen, immer die Angst zu haben, dass das Gebäude dem Druck nicht stand hält und man kann da eben nicht einfach mal raus gehen. Ein ziemlich erschreckendes Szenario, doch für Leyla normal.

Leyla mochte ich ziemlich gerne, auch wenn ich zuerst skeptisch war, da sie eigentlich erst 16 Jahre ist. Doch sie denkt und verhält sich oft erwachsener, ihre Gedanken waren nicht zu kindisch, das hat sie mir sympathisch gemacht. Zwar sieht sie einige Dinge noch sehr naiv, aber das war wirklich ok. Mit der Zeit lernt sie, dass man nicht alles glauben sollte, was man so hört und dass die Regierung auch nicht immer recht hat.

Ari ist der zweite Protagonist, der erst ab der Hälfte eine größere Rolle einnimmt, doch ihn mochte ich sofort. Zuerst wirkt er unnahbar und kalt, doch schnell taut er auf und dann wird er richtig toll. Seine ganze Art hat mir gefallen und hat Abwechslung in das Buch gebracht.

Im Grunde will Leyla ihren Vater finden und seine Unschuld beweisen. Im Laufe des Buches passieren dann so einige Dinge, die nicht vorhergesehen waren auf ihrer Reise, doch das hat es für mich so interessant gemacht. Wir bewegen uns nicht nur in London, sondern sehen auch ein bisschen was anderes. Das Rennen, an dem sie teilnimmt, war für mich fast das Langweiligste am ganzen Buch, aber danach wollte ich nicht mehr aufhören.

Die Geschichte bietet sehr viele Wendungen und eine Überraschung mit der ich gar nicht gerechnet habe. Man weiß als Leser zwar schon von Beginn an, wer wahrscheinlich die Bösen sind, aber auch hier gibt es noch eine kleine Überraschung. Und obwohl sich das jetzt vielleicht so anhört als wäre das Buch überladen kann ich sagen, dass dem nicht so ist. Es passiert sehr viel, aber ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass zu viel passiert. Es gibt actionreiche Szenen, geheimnisvolle Szenen und lehrreiche Szenen, von allem ist etwas dabei.

Besonders toll fand ich, dass es keine erzwungene Liebesgeschichte gibt, sondern sich diese nur langsam und nebenbei entwickelt. Sie nimmt keinen großen Teil des Buches ein, ist nicht super wichtig, aber sie ist da und gibt dem Leser ein schönes Gefühl.

Das Ende war dann leider viel zu schnell da und dabei war es auch nocht richtig fies. Das Buch endet mit einem riesigen Cliffhanger und ich wünschte, dass ich den zweiten Band schon hier hätte, denn ich würde wirklich gerne weiter lesen.

Ich habe mir nicht allzu viel erwartet und so viel mehr bekommen. Das Buch konnte mich richtig mitreißen, da die Idee und das Setting einzigartig sind. Leyla ist eine tolle Protagonistin und Ari bietet ein perfektes Gegenstück zu ihr. Ihre Reise zu begleiten war ein richtiges Highlight und ich freue mich schon sehr auf den zweiten Band.

3 Kommentare zu „[Rezension] Water Rising – Flucht in die Tiefe

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