[Talk] Empfindlichkeit bei Büchern – Meine Gedanken über Leserillen und Co.

Jeder kennts, man ist pingelig mit seinen Büchern, schaut, dass sie immer neu aussehen und will Leserillen um jeden Preis verhindern. Zumindest denken ganz viele Leser so, meine Gedanken dazu schreibe ich hier einmal nieder.


Dieser Beitrag wird sicher einige Leser in die Flucht schlagen, ich warne euch nur schon einmal vor. Als ich noch jünger war, waren mit Leserillen egal. Ich habe meine Bücher komplett umgebogen um sie so in einer Hand halten zu können und es war mir wirklich egal. Dann irgendwann habe ich mit Instagram begonnen und bin zu Bookstagram gekommen wo alle ihre perfekten Bücher hergezeigt haben und dann seh ich daneben meine Bücher, die gelesen aussehen und irgendwie wollte ich auch perfekte Bücher für perfekte Bilder haben.

So kams also, dass ich ein oder zwei Jahre lang wirklich aufgegepasst habe, das Buch nicht ganz geöffnet habe und penibel darauf geachtet habe, dass ja keine Leserillen ins Buch kommen, die Ecken nicht umgebogen werden und ich jegliche Felcken vermeide. Irgendwann fand ich das aber ziemlich anstrengend und hab wieder damit aufgehört.

Lese soll Spaß machen und man sollte sich nicht ständig Gedanken machen müssen, wie das Buch danach aussieht. Das aktuellste Beispiel ist One last song von Nicole Böhm. Viele viele Leute haben das Buch gelesen und bei denen sieht es wie neu aus, aber durch das Material des Buches lassen sich Leserillen fast nicht vermeiden. Bereits am Anfang, als ich das Buch noch gar nicht komplett öffnen musste, traten die ersten Leserillen auf, einfach weil der Einband es fast nicht anders erlaubt. Wie lesen andere Leute das Buch ohne Leserillen rein zu machen? Ich könnt das bei dem Buch wirklich nicht vermeiden.

Viele meiner Bücher sehen so aus:

Und ehrlich? Mittlerweile ist mir das egal. Ein Buch ist da um gelesen zu werden, nicht um es wie aus der Buchhandlung in Regal stehen zu haben, zumindest ist es das für mich. Wenn andere Leser das nicht wollen ist das verständlich und ihre Sache, aber mir persönlich macht es absolut nichts aus. Man findet jetzt auch schon Mal Wasserschäden oder Flecken auf meinen Büchern, wenn ich draußen in der Wiese oder im Pool/Freibad lese. Da lässt es sich nicht immer vermeiden, aber ich bekomme jetzt keinen Nervenzusammenbruch, wenn sowas passiert.

Macht auch auf das Buch gefasst, dass bei mir definitiv am schlimmsten aussieht. Es ist das Hardcover von Biss zum Abendrot, ich hatte es damals im Urlaub mit, es ist komplett schief gelesen, einige Seiten sind gewellt und einmal hab ich es auf der nassen Liegen liegen lassen. Ungefähr so sieht das Buch auch aus.

Man sieht gut, wie schief es ist, wie der Rücken aussieht, nur die Wellen sieht man nicht. Ein wenig sieht man auch, dass sie an den Rändern von dem Buch ales auflöst, das ist auch dem Wasser geschuldet. Bald schaut der harte Einband hervor. Tja, kann man nix machen.

Jeder sollte das Buch so lesen, wie er will. Ob man dann was ins Buch schreibt, anstreicht, Knicke oder sonstiges reinmacht ist jedem selbst überlassen. Ich gehe nicht gerade zimplerlich mit meinen Büchern um, andere schon, das ist jedem selbst überlassen.

Wie steht ihr zu Leserillen und Co.?

18 Kommentare zu „[Talk] Empfindlichkeit bei Büchern – Meine Gedanken über Leserillen und Co.

  1. Da ich meist eh gebraucht kaufe, habe ich da schon lange meinen Fokus geändert….ich kenne diese Phobie der Rillen – aber meistens lese ich ein Buch auch nur einmal – also was solls…..Wen es stört, kauft es neu und ja – was – achtet gut drauf.

    LG

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    1. Ich kaufe auch sehr viel gebraucht, da sehen manche wirklich nicht mehr schön aus. Und dann lese ich auf FB in diversen Gruppen, dass Leute Bücher an Amazon zurück schicken, weil die Ecken angestupst sind und das versteh ich dann noch weniger.
      LG Jessi

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      1. Ich finde auch, dass da echt zuviel drum gemacht wird…
        Man will doch Spass haben und nicht Angst, dass es vielleicht gelesen aussieht….???schräg…dafür sind doch Bücher da….das werden keine Klassiker, so wie früher….sehr seltsam

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  2. Interessanter Beitrag.

    Früher war mir der Zustand eines Buches nicht besonders wichtig, da ich mehr am Inhalt interessiert war. Nun jedoch gehe ich sorgsamer mit meinen Büchern um. Leserillen sind für mich kein Weltuntergang. Bei manchen Büchern kann man sie kaum bis gar nicht vermeiden. Jedoch kenne ich einige, welche solche „Mängel“ stören würden und die tatsächlich das Buch dann neu bestellen und das Alte weg geben.

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  3. Hallo :D

    Oh, das ist ja echt eine Frage, bei der sich die Geister sowas von scheiden und es manchmal in Diskussionen ausartet.
    Ich achte da nicht ganz so drauf, aber da ich gerade einen Blick auf mein Regal werfe, muss ich sagen, der Großteil hat keine Leserillen – auch wenn ich nicht bewusst drauf achte, dass ich keine rein mache – und wenn welche reingehen, ist das kein Drama für mich. Außer es sind Bücher, die mir viel bedeuten, weil sie ein Geschenk von Menschen waren, die ich sehr schätze und die will ich dann sozusagen so behalten, wie sie sind :D
    Ich kaufe auch gebrauchte Bücher und da sind oft auch welche mit Leserillen dabei, wo ich mir denke: Ja, das Buch wurde gelesen, erzähl mir deine Geschichte ;)
    Nur Kaffeeflecken und Schokoladenflecken und wenn die Bücher nach Zigarettenrauch und sowas riechen, das mag ich nicht, da pass ich tatsächlich auf, dass ich nicht mit fettigen Fingern oder so dran geh, wobei ich beim Print zumindest beim Lesen nicht esse ^^°

    Liebe Grüße

    Jamie

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    1. Hey Jamie,
      bewusst mache ich auch keine rein, darum haben viele Bücher, vor allem englische, keine Leserillen bei mir, aber bei manchen lässt es sich einfach nicht vermeiden, da stört es mich dann aber auch nicht. :)
      Oja, Rauchgeruch hasse ich auch bei Büchern, allgemein mag ich den Gerucht nicht und da fängt immer mein Hals an zu kratzen. Hin und wieder krümel ich dann in ein Buch, wenn ich nebenbei ein bisschen nasche, das ist aber auch eher selten der Fall.

      Liebe Grüße,
      Jessi

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  4. Ich bin schon vorsichtig mit meinen Büchern, da ich auch will dass sie möglichst gerade im Regal stehen und sich der Rücken dann nicht so wölbt. Eselsohren oder Ähnliches sind für mich ein No go! Wenn aber besonders dicke oder feste Taschenbücher mal ein paar Leserillen bekommen ist das kein Weltuntergang, aber ich versuche es schon zu vermeiden. Ich komme beim Lesen trotzdem gut klar. Schöner Beitrag! Lg Anni

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    1. Hey Anni,
      bei manchen Büchern lässt es sich wirklich sehr schwer vermeiden, da muss man schon mega aufpassen.
      Jeder liest ja anders, ich gehe nicht sehr zimperlich mit den Büchern um, da sind schon mal schnell Leserillen drinnen, aber ich verstehe, dass sie im Regal schön aussehen sollen total :)
      Liebe Grüße,
      Jessi

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  5. Mir gefällt dieser Beitrag :) Ich frage mich wirklich, wie Leserinnen es schaffen, keine Knicke in die Bücherrücken zu machen.
    Damit ich alles gut sehen und lesen kann und damit kein Schatten von der einen zur anderen Seite fällt, falte ich die Seiten immer ganz weit auf. Meine Bücher sehen dann eben gelesen aus. Die Bücher in meinem Regal, die noch gerade aussehen, habe ich eben noch nicht gelesen, oder wurden gebraucht gekauft.
    Vielleicht sind die ganzen Bücher auf Instagram aber einfach auch vor dem Lesen fotografiert wurden und in Wirklichkeit sind sie genauso geschunden, wie unsere… :D
    Liebe Grüße
    murphy

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    1. Also bei ein paar Büchern ist es kein Problem die ohne Leserillen zu lesen, das kommt aber aufs Buch an. Besonders englische Bücher sind da sehr unempfindlich :)
      Aber im Endeffekt ist es mir ja egal, ob es gelesen aussieht oder nicht, das Buch soll nur Spaß machen.

      Gefällt 1 Person

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