[Rezension] Die gefallene Fee

Quelle: amazon.de

Titel: Die gefallene Fee
Autor: Jenny Völker
Verlag: Selfpublisher
Preis: 11,99€ [D]
Seiten: 391

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Anna arbeitet in einem Baumarkt in der Gartenabteilung und findet nichts schöner, als sich täglich um die Pflanzen zu kümmern. Eines Nachts wird sie von Piraten aus ihrer Wohnung entführt und landet in einem verborgenen Land, in dem Magie zum Leben dazugehört.
Plötzlich ist sie nicht mehr eine Entführte, sondern die einzige Hoffnung, die magische Welt zu retten. Wird ihr das gelingen? Und was hat es mit dem Käpt’n der Piraten auf sich, vor dem sie alle warnen?

Ein spannender Märchenroman voller Magie, Liebe und Abenteuer, in dem es um so viel mehr geht als den Glauben an sich selbst.
Das Herzensbuch der Weltenfalten-Autorin. Seid ihr bereit für ein märchenhaftes Abenteuer?

Quelle: amazon.de

Liebevoll strich Anna über das gelbe Blatt eines Stiefmütterchens.


Das Cover ist wirklich sehr schön. Es beinhaltet alle wichtigen Elemente von dem Buch und strahlt somit schon etwas sehr märchenhaftes aus.


Der Schreibstil der Autorin war angenehm zu lesen, auch wenn mir manche Gespräche zu gestellt vorgekommen sind. Abgesehen davon kam ich in dem Buch schnell weiter und konnte mir die Orte auch alle sehr gut vorstellen.


Zu Beginn lernt man Anna kennen, die in einem Baumarkt arbeitet. In der Nacht aber wird sie von Piraten entführt und findet sich in einer anderen Welt wieder.

Der Einstieg in die Geschichte ist mir nicht schwer gefallen, da man recht schnell in diese märchenhafte Welt kommt. Zuerst gibts ein paar Kapitel aus Annas Leben in der echten Welt und dann wird sie auch schon entführt. Dadurch gibt es keinen ewig langen und langweiligen Einstieg mit einem Haufen Erklärungen. Ich mochte es, dass das Tempo zu Beginn etwas schneller ist und man sofort mit der richtigen Geschichte startet.

Anna mochte ich recht gerne, auch wenn sie immer wieder vorschnell entscheidet und immer alles alleine machen will. Das hat mich an ihr ein bisschen genervt, aber ansonsten war sie als Charakter ganz nett. So eine wirkliche Bindung konnte ich zu ihr aber nicht aufbauen, allgemein habe ich die Geschichte mit einer gewissen Distanz gelesen, da ich keine Bindung zu den Charakteren aufbauen konnte. Ebenso gings mir mit Anton und Chris. Anton ist Annas bester Freund und ein Riese. Er wird etwas dümmlich dargestellt, dabei scheint er ein wirklich großes Herz zu haben. Ihn mochte ich wirklich gerne. Chris ist ein Pirat. Ein bisschen schnulzig veranlagt und nicht so, wie man sich einen Piraten vorstellt, aber er war meist sehr süß.

Für mich fehlte an der ganzen Geschichte die Spannung. Es wird viel gewandert, von einem Ort zum anderen, dann wird sich unterhalten und dann kommt irgendwas Böses daher und Anna muss weglaufen. Das an sich stört mich ja nicht sonderlich, aber auch am Ende wurde alles nur ganz schnell abgearbeitet und es kam nie wirklich Spannung auf. Das Buch war nett zu lesen, aber ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass ich unbedingt weiter lesen muss, weil es so spannend war. Man will natürlich schon wissen, wer der Böse in der ganzen Geschichte ist und wird durch Vermutungen in eine Richtung gedrängt, diese stellt sich dann aber als falsch heraus und alle sind ganz verblüfft. Dann fängt es von vorne an. Dieses Muster hat sich einige Male wiederholt und ich hatte das Gefühl, als würde einfach nichts Neues daher kommen.

Auch alles andere wirkt einfach zu einfach. Nachdem Anna in der anderen Welt ankommt läuft sie direkt in ihren besten Freund. Sie findet immer den richtigen Weg, findet zufällig alte Bekannte und es gibt sozusagen fast keine Hürden in dem Buch. Alles war ein wenig zu einfach gestrikt.

Dann ist da noch die Liebesgeschichte, die eigentlich keine war, weil sie schon da war. Ich konnte zwischen den beiden Figuren die Funken nicht sehen, weil von seiner Seite die Gefühle schon da waren und Anna sich auch langsam wieder an ihre erinnert hat. Aber dadurch, dass die beiden schon ein paar waren bzw. einfach so wieder eines geworden sind, fühlte ich keine Liebe. Ich nahm es als Leser eben einfach hin, aber gefühlt habe ich dabei nichts. Süß fand ich allerdings die Rückblenden.

Wie ich schon sagte hielt auch das Ende keine wirkliche Spannung bereit. Es wurde alles in einem Kapitel aufgelöst und dann war es eben vorbei. Da fehlte mir einfach etwas, das mich dazu gebracht hätte, staunend da zu sitzen. Auch die Auflösung, wer denn nun die Schuld an allem hatte, hat mich nicht aus den Socken gehauen, was wahrscheinlich daran liegt, dass ich keine wirkliche Verbindung zur Geschichte aufbauen konnte.

Ich habe mich so sehr auf dieses Buch gefreut, da ich Geschichten in Märchenwelten immer sehr gerne lese, aber hier war ich ein bisschen enttäuscht. Die Figuren und die Geschichte gingen mir nicht nahe und auch die Auflösung am Ende hat mich kalt gelassen. Es fehlte auch die Spannung. Das Buch hat wirklich gute Elemente, wie die vier Reiche und die magischen Wesen und durch diese Welt zu streifen hat mir sehr gut gefallen, aber ansonsten ging die Geschichte meist an mir vorbei. Ich vergebe 3 Sterne.

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