[Reihenrezension] Lone-City Trilogie

Ganz selten kommt es vor, dass ich eine Reihe in einem Rutsch lese. Dieses Mal hatte ich Lust darauf und habe The Jewel, The White Rose und The Black Key hintereinander gelesen. Da bietet sich eine Rezension zur gesamten Reihe an.

The Jewel has many meanings: wealth, beauty, royalty. But for Violet, the Jewel has always meant servitude.

Born and raised in the Marsh, Violet is destined for the Jewel. She is trained as a surrogate for the elite and is bought by the Duchess of the Lake at auction. And she quickly learns that beneath the Jewel’s glittering façade lies the cruelty, backstabbing, and hidden violence that have become the royal way of life.

Violet must accept the ugly realities of her life…all while fighting for her survival. But before she can accept her fate, Violet meets a handsome boy who is also under the Duchess’s control. A forbidden love sparks.

But their illicit affair has consequences, which will cost them both more than they bargained for. And toeing the line between being calculating and rebellious, Violet must decide what, and who, she is willing to risk for her own freedom.

Quelle: amazon.de

Today is my last day as Violet Lasting.



Der Schreibstil der Autorin ist sehr einfach zu lesen. Ich habe alle drei Bände sehr schnell beendet. Geschrieben sind die Bücher aus der Ich-Perspektive von Violet und ich konnte ihre Gefühle nicht immer nachvollziehen, das hat den Lesefluss aber nicht gestört.


Band eins – The Jewel

Zu Beginn lernt man Violet kennen. Es ist der Tag vor der Auktion und somit ist man schon mitten im Geschehen. Man braucht ein bisschen um zu verstehen, was in dieser Welt alles möglich ist. Violet ist ein Surrogate, jemand mit besonderen Kräften, die Kinder für die oberste zeugen soll. Die hohen Damen kaufen einen Surrogate bei der Auktion und pflanzen ihnen ein Kind ein, da sie selbst keine Kindern bekommen können. Ich fand diese Idee ziemlich interessant und sie barg auch sehr viel Potential. Den überwiegenden Teil von diesen Band fand ich auch sehr spannend, da man die Auktion miterlebt und wie sich Violet im House of the Lake zurecht findet.

Violet ist nicht unbedingt mein liebster Charkater, was auch daran liegen kann, dass sie erst 16 ist und somit noch recht naiv handelt. Einige Entscheidungen hat sie auch aus einem Impuls heraus getroffen, ohne dass sie über die Konsequenzen nachgedacht hätte, das zieht sich dann durch die gesamte Reihe. Vielleicht wären meine Gefühle ihr gegenüber anders, wenn ich das Buch vor 8 Jahren gelesen hätte, aber so nervten mich ihre Entscheidungen manchmal.

Die Geschichte selbst fand ich aber gut. Violet lebt sich ein und plant nebenbei wie sie flüchten kann. Ein Großteil des Buches spielt sich im Palast ab, wo sie lebt und auf Parties geht. Ihre Herrin, die Duchess, fand ich super. Ihr Charakter hat Tiefe, sie hat bereits viel durchgemacht, zwar rechtfertigt dies nicht ihre Handlungen, aber man kann es verstehen. So unfreundlich sie zuerst wirkt, das ist sie nicht immer. Sie wurde vom Leben gezeichnet und hat einfach das Vertrauen verloren.

Irgendwann kommt dann auch der Love Interest dazu und ehrlich, wäre in dem Buch keine Liebesgeschichte, wäre es tausendmal besser. Die beiden sehen sich, unterhalten sich zwei Sekunden und schon ist es Liebe. Ich weiß, dass sie sich vom jeweils anderen verstanden fühlen, aber ich spürte keine Funken, keine Chemie, nichts. Es war so an den Haaren herbei gezogen. Ab diesen Moment hat das Buch einiges an Sympathie bei mir eingebüßt. Das konnte auch das spannende Ende nicht retten.

Band zwei – The White Rose

Band zwei fängt genau dort an, wo Band eins aufgehört hat. Keine unnötigen Zeitsprünge, nichts. Raven, Ash und Violet sind also auf der Flucht und wollen zu dem sicheren Ort, an den Lucien sie führen will. Ein bisschen hat das Buch schon mit dem Band-Zwei-Syndrom zu kämpfen, wobei ich es nicht schlecht fand. Ich hatte nur das Gefühl, als wäre die Reihe auch ohne diesen Teil ausgekommen, so als würde die Geschichte unnötig gestreckt werden und man baut hier eben noch ein bisschen was ein. Denn viel passiert hier wirklich nicht. Es wird geplant, geflüchtet und trainiert, das wars.

Was ich an diesen Teil aber besonders mag ist Garnet. Im ersten Band kam er mir wie ein Schnösel vor, der sein Leben nicht auf die Reihe kriegt, aber hier, Mensch, hier zeigt er, was er wirklich kann. Allein schon wegen ihm und Lucien wollte ich weiter lesen. Die beiden tragen die Geschichte für mich fast alleine. Lucien kommt zwar nicht sooft vor, aber er ist die Stimme der Vernunft und hat für alles eine Lösung.

Leider wurde die Liebesgeschichte auch hier nicht besser. Ich spürte immer noch nichts zwischen Ash und Violet. Da kamen mehr Gefühle zwischen Raven und Garnet rüber, und die sind nichtmal zusammen. Ich mochte den Teil, ehrlich, aber für mich ist die Liebesgeschichte ein totaler Reinfall.

Hingegen die Geschichte der Ureinwohner und die Wahrheit über die Macht von Violet hat mir sehr gut gefallen. Man erfährt, wieso manche Mädchen anders sind, was damals passiert ist und wo die Kräfte überhaupt herkommen. Ich liebe ja Geschichten in Geschichten und hier bekommt man so viele neue Infos.

Das Ende von diesem Band fand ich dann nicht ganz so schlimm, weil Violet wieder eine dumme Entscheidung getroffen hat und ich nur die Augen rollen konnte. Dennoch habe ich sofort mit dem letzten Band gestartet.

Band drei – The Black Key

Ehrlich, wie doof ist Violet überhaupt. Sie ist wieder im House of the Lake und will ihrer Schwester helfen, kann aber da nix tun. Sie riskiert aufzufliegen, für nichts, denn in der ganzen Zeit, in der sie da ist, tut sie nichts sinnvolles. Dann trifft sie auch noch mehr dumme Entscheidungen. In diesem Teil mochte ich Violet wirklich am wenigsten, sie hätte sich wirklich mal zusammenreißen können.

Abgesehen davon fand ich den Teil auch am langweiligsten. Lange Zeit passiert nichts, außer dass alle planen und sich auf die Auktion vorbereiten. Hin und wieder ist was mit Hazel, der Schwester von Violet, aber das wars dann auch schon. Auch die Auktion selbst war jetzt nicht so spannend. Die Kämpfe waren mir ein wenig plump beschrieben und ich hätte mir mehr gewunschen. Zu schnell und zu einfach war alles fertig.

Überraschen konnte mich hier aber das Schicksal von Lucien. Was mit ihm in diesem Band passiert habe ich nicht erwartet und wer hätte es gedacht – es ist wieder Violets Schuld. Lucien hat etwas besseres verdient.

Ich mochte diesen Teil einfach am wenigsten, gerettet hat ihn für mich wieder mal Garnet und ebenso seine Verlobte, Coral. Auch wenn sie ein wenig nervig ist, meint sie es doch nur gut und ist eigentlich sehr nett. Das Ende selbst war dann, nun ja, es war eben aus. Es hat mich nicht berührt, es blieben Fragen offen und ich konnte nicht so richtig mit der Geschichte abschließen. Es fehlte einfach etwas.

Die Reihe hat ziemlich stark begonnen. Bis zur Liebesgeschichte hat mir das Buch sehr gut gefallen, dann wurde es etwas schlechter. Band zwei hat sich ein bisschen gezogen, konnte mich aber auch noch überzeugen. Der letzte Teil war der Schwächste für mich. Violet ging mir in allen drei auf den Keks, da sie durch ihre unbedachten Entscheidungen sehr viele Leben aufs Spiel gesetzt hat und ihre Fehler immer wieder wiederholt hat. Die Reihe ist etwas für jüngere Leser, für mich war sie seichte Unterhaltung, mehr aber auch nicht. Ich vergebe 3 Sterne für jeden Band.

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