[Rezension] Die Seele des Wächters

Die Seele des Wächters 5
Quelle: drachenmond.de

Titel: Die Seele des Wächters
Autor: Stephan R. Bellem
Verlag: Drachenmond
Preis: 14,90€ [D] || 15,30€ [A]
Seiten: 400

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»Fliegen wird die Welt verändern!«
Auf dem Kontinent Rhilok herrscht seit Jahrhunderten ein brüchiger Frieden zwischen den magischen Völkern gesichert von der ultimativen Vernichtungsmaschine: Dem Wächter.
So kann der junge Gnom, Rhaflit, seinem Erfindertum nachgehen. Nach der Armbrust, Morfius Gesetz und dem Demeterschen System ist seine dampfbetriebene Flugmaschine das Gespräch unter den gnomischen Ingenieuren.
Doch als die Orks plötzlich einen Krieg beginnen, muss er erkennen, dass nicht nur der Verantwortung für seine Heimat übernimmt, der eine Waffe trägt.
Mit einem Mal ist Rhaflits Prototyp die letzte Hoffnung auf Hilfe, bevor der Wächter erwacht und alles vernichtet …

Quelle: drachenmond.de

Die Axt spaltete den Orkschädel sauber in der Mitte und ließ das grüne Monster in einem roten Sprühregen hintenüberkippen.


Das Cover von dem Buch finde ich richtig cool. Man sieht den Drachen, welcher der Wächter sein soll und was gibt es schon cooleres als einen Drachen auf dem Cover? Es passt einfach zum Inhalt und man kann sich sofort denken, dass es sich hier um eine Fantasy-Geschichte handelt.


Der Schreibstil des Autors ist echt klasse. Man liest das Buch aus vielen verschiedenen Sichten, allerdings immer in der allwissenden Sicht. Somit begleitet man Zwerge, Gnome, Menschen und Elfen auf ihrem Weg. Ich konnte mir alles sehr gut vorstellen und ka, auch echt schnell weiter.


Zu Beginn lernt man Rafhlit und Duibel kennen, zwei Gnome, die etwas Neues erfinden wollen. Doch schon bald kommen die Elfen in die Stadt der Zwerge und mit ihnen auch eine Bedrohung.

Viel zu lange lag dieses Buch auf meinem SuB und ich bereue es zutiefst, denn es hat mir von vorne bis hinten gefallen. Ich kann bereits jetzt sagen, dass mir das Buch unglaublich gut gefallen hat und jeder, der Fantasy mag, dieses auch lesen sollte. Der Einstieg ist mir recht leicht gefallen, obwohl es ziemlich viele Namen gibt, die man sich zuerst mergen sollte. Mit der Zeit weiß man zwar, wer wer ist, aber es kann doch verwirrend sein.

Die Geschichte wird aus einigen Perspektiven erzählt und ich weiß gar nicht, was ich viel verraten kann, ohne zu spoilern. Vielleicht zu den wichtigsten Personen. Ich mochte nicht alle, aber einige Charaktere sind mir doch sehr positiv in Erinnerung geblieben. Da hätten wir einmal die Hohe Tochter, die um jeden Preis den Frieden wahren will und die Erweckung des Wächters nur im äußersten Notfall in betracht zieht. Ich mochte sie wirklich gerne, obwohl sie viel zu selten vorkam. Obwohl die Hohe Tochter sehr vernüftig wirkt, hat sich doch eine Schwäche und diese ist ständig in ihrer Nähe. Ihr erster Krieger. Den ich zuerst sehr mochte und der sich dann als riesiger Idiot herausgestellt hat, aber lassen wir das. Über ihn und seine Entscheidungen könnte ich mich ewig und drei Tage aufregen.

Von den Zwergen und Gnomen hingegen mochte ich einfach jeden. Rafhlik war mir ein bisschen zu aufgedreht, aber auf seine Weise auch ziemlich liebenswert. Duibel konnte mich da schon mehr begeistern, da er ein richtig vielschichtiger Charakter ist. Ich konnte all seine Unsicherheiten und Bedenken nachvollziehen, aber auch seinen Ehrgeiz und Tatentrang sehen. Für mich ist er einfach der beste Protagonist in dem Buch.

Von den Orks gibts es recht wenig zu lesen. Sie greifen die Zwerge an und man bekommt wenig von ihnen mit, das fand ich etwas schade. Mehr gabs dann schon von den Menschen zu lesen. Dolantan hat es mir angetan, denn sein Herz ist rein und er trifft immer die richtigen Entscheidungen, da er eben auf dieses hört. Seine Geschichte mag tragisch sein, aber er hat sich in dem Buch so sehr weiter entwickelt, das hat mich wirklich beeindruckt. Es kamen insgesamt nicht viele Menschen vor, aber es hat dennoch gereicht. Die Mischung machts aus.

Die Geschichte selbst ist einfach der Hammer. Gut durchdacht und zu keinem Zeitpunkt langweilig. Ständig habe ich meinem Freund vorgeschwärmt, wie toll das Buch doch ist und dass ich gar nicht aufhören möchte. Alles deutet auf einen großen Kampf am Ende hin, den wir als Leser auch bekommen. Vielleicht hätte man ihn eine Spur länger schreiben können, aber ansich bin ich wirklich zufrieden damit, wie alles abgelaufen ist. Die Handlung erstreckt sich über mehrere Wochen, die Charaktere bekommen alle Zeit für ihre Entwicklung und es wird nichts überstürzt.

Das Ende hat mir, wie der ganze Rest auch schon, sehr gut gefallen. Wie es sich bei Fantasy gehört gibt es sehr viele Verluste, aber auch neue Allianzen und Freundschaften. Ich hätte bei dem Buch noch ewig weiterlesen können und es gab keinen Punkt, der mich irgendwie gestört hätte.

Ich bin begeistert. Wie ich es schon am Beginn der Rezension gesagt habe. Für mich hat bei diesem Buch einfach alles gepasst und ich kann mir kein besseres Ende vorstellen. Jetzt bin ich umso mehr gehyped auf die anderen Bücher des Autors, mal sehen, ob diese mir genauso gut gefallen. Klare Empfehlung, 5 Sterne.

Ein Kommentar zu „[Rezension] Die Seele des Wächters

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