[Rezension] Der Gesang des Sturms

Der Gesang des Sturms
Quelle: drachenmond.de

Titel: Der Gesang des Sturms
Autorin: Liane Mars
Verlag: Drachenmond
Preis:  19,90€ [D]
Seiten: 600

 

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inhalt

»Ich liebe diese Frau«, sagte Elendar in die entstandene Stille. »Um sie zu töten, musst du erst an mir vorbei.«

Wer sind die unheimlichen Fremden, die sich in den Wäldern rund um Siranys Dorf niedergelassen haben? Grausame Gerüchte eilen ihnen voraus. Sind sie wirklich die Krieger des schlimmsten Königs der Welt? Morden sie in seinem Namen? Ausgerechnet ihr Anführer Elendar rettet Sirany das Leben und freundet sich mit ihr an. Doch Elendars Zukunft ist so finster wie die Gerüchte, die sich um ihn ranken. Welche Verbindung gibt es zwischen ihm und dem schrecklichen König? Und warum will dieser Sirany töten? Um einander zu retten, müssen Elendar und Sirany einen Sturm entfachen. Einen Sturm, der Grenzen verschiebt, Könige stürzt und Völker vereint.

Quelle: drachenmond.de

meinung

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!


In einer windgepeitschten Nacht, in der die Sterne unsichtbar hinter schneeverhangenen Wolken verborgen und nicht einmal ein Lichtstrahl des Mondes die Erde zu erreichen vermochte, wurde Sirany geboren.


Das Cover gefällt mir richtig gut. Es ist düster und deutet doch daraufhin, was in dem Buch so abgeht. Durch das Schloss kann man sich das Setting denken und der Sturm auf dem Cover bezieht sich auf den Titel, der auch im Buch immer wieder aufgegriffen wird.


Der Schreibstil der Autorin war super zu lesen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, da er doch recht gewöhnungsbedürftig war, kam ich sehr gut voran. Der Stil passt einfach zu dem Buch. Geschrieben ist es aus der allwissenden Perspektive, wobei sich nicht nur auf eine Person, sondern auf alle konzentriert wird. So liest man z.B. aus Sicht von Elendar, Sirany, Alexej, Rahil und noch anderen. Ich fand das klasse, da kommt viel mehr Story raus als bei einer Perspektive.


Zu Beginn lernt man Sirany kennen, die in einem kleinen Dorf lebt. Etwas außerhalb lagern ein paar Assaren. Als ihr Anführer sie rettet freundet sie sich mit den Kriegern an und damit beginnt ihre Geschichte.

Ich weiß gar nicht so recht, wie ich anfangen soll. Das Buch ist so mächtig, nicht nur außen, sondern auch von innen. Der Einstieg war ein bisschen holprig für mich, ich musste mich erst an den Schreibstil gewöhnen und die ganzen komischen Namen. Bis ich dann auch die Völker und wer zu Gut und Böse gehört auseinander halten konnte, hat es ein wenig gedauert. Man könnte sagen, dass 200 Seiten der Einstieg dauert, dann hat man einen Überblick über die Welt und die Figuren, außerdem dauert es so lange, bis sich Elendar und Sirany endlich annähern. Diese 200 Seiten sind aber keinesfalls langweilig, das ganze Buch war zu keinem Zeitpunkt langweilig, denn immer wieder liest man von anderen Personen, was den Lesefluss überhaupt nicht stört.

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Mein einziger Kritikpunkt, und den nenne ich gleich jetzt am Anfang, ist, dass es eigentlich nicht Fantasy ist. Ich konnte keine phantastischen Elemente finden, oder sie waren so subtil, dass ich es einfach nicht registriert hab. Im Prinzip ist das Buch ein Krieg der Völker, in dem es noch eine dramtische Liebesgeschichte gibt. Wären die alle Elben oder Feen, ok, aber es sind einfach Menschen.

Ansonsten kann ich aber nichts negatives zu dem Buch sagen. Die Charaktere waren alle sehr gut ausgearbeitet, ich konnte sie immer auseinander halten und mochte jeden einzelnen von ihnen. Durch die Abschnitte aus ihren Sichten hat man auch ein wenig Einblick in das Innere bekommen und vor allem Elendar, Alexej und Raell haben mich fasziniert. Sie alle haben eine Tiefe, die mich glauben ließ, dass ich sie schon ewig kennen würde. Und ich hasse niemanden. Meist ist der Bösewicht wirklich böse und ich mag die Person nicht, aber hier, wo eigentlich Alexej der Böse sein sollte, mochte ich ihn. Ich verstand ihn, ich konnte seine Gefühle und Handlungen nachvollziehen. Ich habe lange nicht so ausgegorene Figuren in einem Buch gehabt, Hut ab.

Die Geschichte selbst spielt sich innerhalb von ein paar Jahren ab. Zuerst ist Siarny klein, am Ende eine erwachsene Frau. Es passiert so vieles, aber alles in einem ruhigen Tempo, das der Geschichte die Zeit gibt, die sie braucht. Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie begeistert ich bin und ich möchte auch nichts vom Inhalt spoilern, weil man das einfach selbst erleben muss.

fazit

Ich bin überrascht. Das Buch hat mir wahnsinnig gut gefallen und ich habe wirklich nur ein paar kleine Kritikpunkte, also nichts tragisches. Wenn ich so drüber nachdenke, kann ich ihm nur 5 Sterne geben. Erwähnen sollte man, dass es sich hierbei nicht um Fantasy handelt, so wie angegeben, außer ich hab die phantastischen Elemente nicht gefunden.

5 Sterne Bewertungssystem

Ein Kommentar zu „[Rezension] Der Gesang des Sturms

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