[Rezension] Hekates Erbe – Der Schlüssel zur Welt

Hekates Erbe - Der Schlüssel zur Welt 6
Quelle: drachenmond.de

Titel: Hekates Erbe – Der Schlüssel zur Welt
Autorin: Sarah Short
Verlag: Drachenmond
Preis: 14,90€ [D]
Seiten: 330

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inhalt

Die Toten haben Geheimnisse.
Katharina kennt zu viele davon.

In den Sommerferien zieht Katharina zurück nach Heidelberg. Sie erwartet einen Neuanfang, findet sich jedoch nach kurzer Zeit in einem Gebilde aus Lügen wieder. Alles scheint mit dem winzigen Schlüssel zusammenzuhängen, der unverhofft in ihre Hände gelangt ist. Bald erkennt Katharina, dass sie so schnell wie möglich herausfinden muss, wo sie wirklich steht und wem sie vertrauen kann.
Als die ominösen Geisterjäger beginnen, sie zu verfolgen, zieht sich die Schlinge immer enger zu. Inmitten von Chaos und Angst, in einem heraufziehenden Krieg zwischen Diesseits und Jenseits, Himmel und Hölle, findet sie Verbündete, Freunde und eine Liebe, für die es sich zu kämpfen lohnt. Am Ende muss sie eine folgenschwere Entscheidung treffen, um die Menschen, die sie liebt, zu beschützen.

Quelle: drachenmond.de

meinung

Der Wald war in unwirkliches, grünes Dämmerlicht getaucht, als ich mich durch das dichte Unterholz vorwärtskämpfte.


Das Cover verstehe ich jetzt erst richtig. Die linke Gestalt ist ein Geist und die rechte ist Katharina selbst. Ich hab mich immer gewundert, wieso zwei Damen da drauf sind, aber jetzt nach dem Lesen macht es Sinn. Allgemein finde ich das Cover sehr gelungen, es sind alle wichtigen Elemente aus dem Buch darin vertreten.


Der Schreibstil der Autorin war gut und flüssig zu lesen. Etwas zu jugendhaft für mich, aber man kommt schnell weiter. Geschrieben ist das Buch in der Ich-Perspektive wodurch man Katharina besser kennen lernen kann.


Zu Beginn lernt man Katharina und ihre Familie kennen. Sie sind nach Heidelberg gezogen. Dort wird Katharina von einem Geist besucht, der komische Sachen sagt und in der Schule zeigt ihr ein Mitschüler den kalten Rücken. Bald stellt sich heraus, dass das alles zusammen hängt.

Ok, zuerst einmal, ich brauche echt eine Internetseite, die mir sagt, wie alt Charaktere in einem Buch sind. Sind sie 14? 18? 32? Denn dann kann ich mich schon mehr auf das Buch einstellen oder es auch einfach sein lassen. Hier haben wir es mit der 16-jährigen Katharina zu tun, die Geister sehen und mit ihnen sprechen kann.

Der Einstieg in das Buch fiel mir leicht, da es keine großen Erklärungen gab, sondern gleich klar war, dass Katha eine magische Gabe hat. Mit der Zeit erfährt man auch, was sie eigentlich ist und ob es noch mehr von ihrer Sorte gibt. Zuerst weiß man auch nicht so recht, wo die Geschichte hinführen wird, da man nur Katharina, den komischen Fremden und einen Geist hat.

Ich beginne, wie immer, mit den Dingen, die mir nicht so gut gefallen haben. Dadurch, dass Katha noch so jung ist, verhält sie sich auch so. Meiner Meinung nach vertraut sie zu schnell und trifft voreilige Entscheidungen. Besonders am Ende, als sie ihren Plan umsetzen wollte, hat sie einfach gemacht, obwohl es gar keinen richtigen Plan gab. Schnell man bei den Nachbarn den eingesperrten Freund holen? Was kann schief gehen, machen wirs einfach. Solche Aktionen haben sich durchs ganze Buch gezogen und ich konnte nicht verstehen, dass da keiner mehr drüber nachgedacht hat. Das mit Milan, dem komischen Klassenkollegen, war auch sowas. Jeder sagt ihr, dass er komisch ist, sie probiert sich, aus nicht ganz eingenützigen Gründen, trotzdem mit ihm anzufreunden. Soweit so gut. Aber als dann die Rede davon ist, dass er seinen Cousin verprügelt hat und vielleicht jemanden getötet hat, kriegt sie die volle Krise und wird ein bisschen hysterisch. Nur um sich im nächsten Moment wieder zu beruhigen. Ich konnte da manchmal nicht ganz folgen.

Wie es denn in Jugendbüchern oft der Fall ist, ist auch hier einiges einfach zu perfekt. Katharina kommt immer wieder in Situationen, die gefährlich sind, aber ganz ohne irgendwas, löst sich die Situation auf. Sie wird auf dem Fahrrad von einem Auto verfolgt und hängt es ab. Sie brechen in ein Museum ein, nach der Verfolung und sehen sich mal gemütlich um, obwohl sie angeblich so viel zu tun haben. Es sind so die Kleinigkeiten, die mich einfach gestört haben.

Was mir noch ziemlich auf den Keks gegangen sind, waren die ganzen Straßenbezeichnungen. Ich verstehe ja, dass, wenn man da wohnt oder sich gut in der Stadt auskennt, diese Namen einem was sagen. Aber ich, als jemand aus Österreich, der nicht mal wusste, dass es diese Stadt gibt, fange damit gar nichts an. Jede Straße wurde beim Namen genannt und die waren mir ehrlich gesagt piespegal.

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Aber das Buch war nicht durch und durch schlecht. Für mich passierte zuerst alles ein bisschen langsam und es war etwas viel von dem Alltag von Katharina eingebaut, aber an sich war die Geschichte gut. Besonders gefallen haben mir die unschuldigen Annäherungen zwischen Katharina und Milan. Sie hat gar keine Erfahrungen mit Jungs und ist daher sehr unschuldig. Wie sie sich zuerst immer nur Küsschen auf die Wange geben und nur Händchen halten fand ich echt süß.

Aber auch die Idee mit den Geistern hat mir sehr gefallen. Ich finde es schön, dass Katha ihre toten Verwandten noch sehen kann und auch ein so gutes Verhältnis mit ihnen hat. Sie spielen auch eine eher große Rolle in dem Buch, wodurch man einige „Familientreffen“ hat. Joshua, der Bruder von Katha, weilt zwar noch unter den Lebenden, aber auch die Beziehung zwischen den beiden mochte ich sehr. Sie streiten eher selten, Joshua lässt den Beschützer raushängen und sie können sich alles sagen. Die perfekte Geschwisterbeziehung.

In der Leserunde meinte einer meiner Mitleserinnen, dass es was von Twilight hat, da Milan zuerst auch der stille Außenseiter ist, den aber jeder anhimmelt, sich aber auch vor ihm fürchtet und Katha das neue Mädchen ohen Freunde, das sich diesen Kerl angelt. Ich würde jetzt nicht sagen, dass das viel mit Twilight, als mit mehr mit Jugendbüchern allgemein zu tun hat.

Das Ende war dann noch spannend. Es kam ein neuer Kerl auf die Bildfläche, von dem man nicht weiß, wer er ist, der aber Katha hilft. Der Kampf war recht spannend und endlich gab es auch einen Bösewicht, der nicht nur doof geredet hat, sondern die Menschen auch verletzt hat. Das Ende macht somit Lust auf mehr, ob ich den zweiten Band aber lesen werde, weiß ich noch nicht.

fazit

Ich habe mich richtig auf dieses Buch gefreut, aber durch verschiedene Faktoren war es dann doch nicht so meins. Die Grundidee fand ich gut, manche Teile der Geschichte gefielen mir auch sehr, aber dadurch, dass ich mich mit Katha nicht richtig anfreunden konnte und alles zu perfekt gelaufen ist, konnte ich das Buch nicht so ganz genießen. Ich gebe dem Buch drei Sterne.

5 Sterne Bewertungssystem

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