[Staffelrezension] Freud – Staffel 1

Die Serie Freud ist gerade ziemlich beliebt bei uns in Österreich. Im ORF wurde sie schon ausgestrahlt, bevor sie auf Netflix online kam, wodurch ich sie leider erst später anschauen konnte. Als mein Freund dann aber zu mir kam haben wir die Serie an drei Tagen durchgeschaut. Meine Meinung dazu sage ich euch jetzt.


Eckdaten:

  • Titel: Freud
  • Episoden: 8
  • Genre: Mysterie
  • Schauspieler: Robert Finster, Ella Rumpf, Georg Friedrich, Brigitte Kren, Christoph Krutzler

Inhalt:

Erzählt wird ein fiktiver Kriminalfall im Wien des Jahres 1886, der zum Auftakt einer großen Verschwörung wird. Der 30-jährige Sigmund Freud ist kürzlich von einer Studienreise aus Frankreich zurückgekehrt. Er begeistert sich unter anderem für die Hypnose und strebt nach Anerkennung. Allerdings stoßen seine Theorien und Thesen in der Wiener Ärzteschaft auf Ablehnung.

An der Seite des traumatisierten Kriegsveteranen und Inspektors Alfred Kiss und des stadtbekannten Mediums Fleur Salome findet sich Freud bald inmitten einer mörderischen Verschwörung.

Quelle: wikipedia.at

Meinung:

Ich muss zugeben, dass ich wenig Ahnung vom echten Sigmund Freud habe, die Serie aber auch nicht wegen des geschichtlichen Inhaltes schauen wollte. Sie klang interessant, genau nach meinem Geschmack, daher habe ich sie begonnen. Vorweg sei gesagt, dass ich verstehe, wenn viele Deutsche die Serie mit Untertitel schauen müssen. Ich habe mich auch oft gefragt, wie sich das jemand, der nicht aus Österreich oder Bayern ist, anschauen kann und alles versteht. Freud selbst spricht schönes Wienerisch, andere Charaktere verfallen schon eher in die Mundart. Aber für mich war das ja kein Problem.

Die Serie beginnt schon sehr stark. Man lernt Freud kennen, der an seiner Theorie zur Hypnose festhält und diese auch beweisen will. Schon recht bald kommt aber auch das Medium, Fleur, ins Spiel. Ihre Handlung fand ich ziemlich absurd, manchmal auch ein wenig krank. Ich mochte sie selbst auch nicht so besonders, aber das ist bei jedem unterschiedlich. Meist verstand ich auch nicht, wie das genau funktioniert, also wie sie mit den Toten redet und diese Visionen hat. Das wurde leider auch nicht genauer erklärt. Freuds Handlung wird immer stärker mit dieser verwoben, trotzdem fand ich alles von ihm viel besser gemacht.

Als dritte Hauptfigur haben wir hier noch Inspektor Kiss. Er war nach Freud mein liebster Charakter. Zuerst wirkt er ein wenig grießgrämig, aber das legt sich mit der Zeit. Mit ihm wurde ein sehr interessanter Charakter geschaffen, der sie immer weiter entwickelt. Zusammen mit ihm lernen wir den Kaiser, sowie seinen Sohn und andere Soldaten kennen. Zuerst muss er immer wieder mysteriöse Morde untersuchen, bis er selber auch auf Freud trifft und seine Hilfe öfter in Anspruch nehmen muss. Dadurch wird seine Handlung ebenso mit Freud und Fleur verbunden, aber nicht ganz so stark. Die ganze Art von Kiss war einfach einmalig. Seine Ansichten und wie er Dinge regelt haben mich beeindruckt. Von mir aus könnte es eine Serie nur über ihn geben,

Serientipp: "Freud" – Horror, Koks und Wiener Charme | MDR.DE
Quelle: mdr.de

Die Handlung fand ich persönlich sehr spannend. Zuerst haben wir mir Hypnose begonnen. Dieses Thema hat sich immer weiter aufgebauscht und wurde von vielen Charakteren benutzt. Zu Beginn der Serie gibt es auch noch sehr viele Szenen in der Psychatrie, in der Freud arbeitet. Die Ärzte dort nehmen ihn wegen seinen Ansichten zur Hysterie nicht ernst, daher hat er es auch nicht leicht. Immer wieder wird er von Kollegen ausgelacht oder einfach übergangen. Ich fand diese Szenen recht spannend, da man ein wenig Einblick in Freuds Arbeit bekommen hat und auch die Opfer und Überlebenden von den Morden kamen in seine Anstalt. So wurde dies ein wesentlicher Schauplatz der Serie.

Was mir noch sehr gut gefallen hat war die Atmosphäre in der Serie. Selten spielen Serien in Wien und hier wurde das Wien von damals gut eingefanden. Die Leute, die Parties, einfach alles hat wunderbar gepasst und den Zuseher in die damalige Zeit versetzt.

Gegen Ende wird es dann ein wenig absurder, aber immer noch spannend. Ich habe nur gehofft, dass Kiss oder Freud nicht sterben müssen. Irgendwie kam es dann doch ganz anders, als ich erwartet hatte. Somit konnte mich das Ende noch überraschen. Ich würde die ganze Staffel als Serienhighlight einstufen.

4 Kommentare zu „[Staffelrezension] Freud – Staffel 1

  1. Liebe Jessi,

    eine schöne Serienrezension. Mir läuft die Serie immer über den Weg, wenn ich auf Netflix bin. Ich habe, das muss ich auch zugeben, wenig Ahnung vom echten Freud, aber wie bei dir interessiert mich die Handlung sehr viel mehr. Nach deiner Rezi schaue ich mir die erste Staffel vielleicht doch schon früher als gedacht an!

    Alles Liebe,
    Emmi

    Gefällt 1 Person

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