[Filmrezension & Vergleich zum Buch] To all the boys I’ve loved before

Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit Audible entstanden.


Wie habe ich mich auf diesen Film gefreut, eines meiner Lieblingsbücher schaffte es wieder auf die Leinwand (oder in diesem Fall auf den Computerbildschirm). Die Besetzung sah fantastisch aus und als der Film heraußen war, habe ich ihn natürlich sofort mit einer Freundin angeschaut. To all the boys I’ve loved before war schon als Buch sehr gut, aber wie war nun der Film?


Eckdaten:

  • Titel: To all the boys I’ve loved before
  • Länge: 96 Minuten
  • Genre: Romantische Komödie
  • Altersfreigabe: 6 Jahre
  • Schauspieler: Lana Condor, Noah Centineo, Janel Parrish

Inhalt:

Aus unerklärlichen Gründen wurden Lara Jeans geheime Liebesbriefe an ihre fünf Angebeteten verschickt. Eins ist sicher: Ihr ruhiges Schulleben ist vorbei.

Quelle: netflix.com

Meinung:

Man kommt an dem Film nicht mehr vorbei, überall sieht man ihn und was soll man noch sagen. Produziert und ausgestrahlt auf Netflix wurde „To all the boys I’ve loved before“ zum wahren Knaller. Die Inhaltsangabe gibt recht wenig her, im Großen und Ganzen geht es aber darum, dass Lara Jean an Jungs Liebesbriefe geschrieben hat, die dann verschickt werden. Um einem Schwarm, Josh, aus dem Weg zu gehen, geht sie einen Handel mit Peter, einem anderen Schwarm, ein und die beiden tun so, als wären sie zusammen.

Ich möchte gerne mit der Besetzung beginnen. Die Charaktere wurden toll umgesetzt, vor allem Peter passt perfekt, da man sich im Buch sofort in ihn verliebt hat und dies auch im Film so ist. Dies ist vor allem seinem Auftreten und seinem Charakter geschuldet. Lara Jean könnte ich mir nicht besser vorstellen, die Song Girls kommen alle nach ihrer asiatischen Mutter, daher sind die drei Schauspielerinnen super gewählt. Mit der Besetzung haben die Produzenten also alles richtig gemacht.

Die Handlung war wirklich witzig, einige Stellen waren tolle gemacht, hin und wieder gab es aber auch kleine Sprünge, die nicht so ganz gepasst haben. Am besten gefallen haben mir auf jeden Fall die Szenen mit Margot, Lara Jeans Schwester und mit Peter. Nachdem die Briefe verschickt wurden, gerät Lara Jean immer mehr mit Gen, einer ehemaligen Freundin von ihr, aneinander, da sie und Peter immer wieder zusammen und getrennt sind. Sobald es heißt, dass Lara Jean mit Peter zusammen ist, fängt der Zickenkrieg an. Da es nicht viele Peaks in der Spannung gibt, wird dafür gegen Ende für einen gesorgt, dieser geht natürlich von Gen selber aus. Dadurch kommt auch noch einmal Schwung in die ganze Sache, denn bis zu diesem Zeitpunkt ist es eigentlich nur ein süßer Film, ohne viel Drama aber mit viel Herz. Was ich selber nicht schlecht finde! Man kann beim schauen einfach abschalten und wenn man einmal einen schlechten Tag hat, hilft einen der Film sicher wieder auf die Beine.

Bildergebnis für to all the boys i loved before
Quelle: vox.com

Können wir nochmal über Peter reden? Er ist im Film einfach nur unglaublich süß, er behandelt Lara Jean total nett, und das obwohl er zuerst nur mit ihr diesen Handel eingeht, um Gen eifersüchtig zu machen. Die Beziehung der beiden entwickelt sich langsam und es scheint auch zuerst gar nicht so, als würde sie mehr verbinden als nur dieser Handel, doch mit der Zeit merkt man, dass da mehr ist. Alle Gefühle werden super transportiert und ich musste beim gucken öfter einen glücklichen Seufzer raus lassen.

Auch die Beziehung zwischen Lara Jean und ihren Schwestern ist toll dargestellt, man merkt wie sehr sie einander lieben und dass sie immer für einander da sind. Kitty wirkte auf mich manchmal unsympathisch in dem Film, was vielleicht an ihrem Verhalten, aber auch daran liegen kann, wie sie Lara Jean manchmal behandelt. Sie ist nicht immer nett, aber Lara Jean verzeiht ihr alles, ich hätte keine solche Geduld.

Doch wie viel davon ist aus dem Buch?

Ich war total im Fieber, also habe ich ein paar Tage nach dem Film zum Buch gegriffen und die ersten 100 Seiten nochmal gelesen. Irgendwie war ich dann … enttäuscht? Ich dachte, dass dies eine tolle Buchverfilmung ist, doch es gibt so viel mehr in dem Buch als in dem Film. Nach kurzem Nachdenken finde ich aber, dass der Film mindestens genauso gut wie das Buch ist, aber auf seine eigene Art und Weise.

Was mir auf den ersten 100 Seiten nun aufgefallen ist (dies ist ungefähr bis zu dem Moment, in dem Josh sie mit dem Brief konfrontieren will):

  • Kitty ist im Buch 9 Jahre alt, im Film 11
  • Margot und Josh trennen sich nicht beim Essen, sondern heimlich und Margot erzählt nur Lara Jean davon
  • Der erste Kuss von Peter und Lara Jean, als sie noch Kinder waren, war nicht beim Flaschendrehen und in Gegenwart von Gen, sondern als sie allein waren und die anderen Kinder schon zu Hause waren.
  • Wer die Briefe geschickt hat und warum wird erst am Ende des Buches aufgelöst, die Beweggründe sind ebenfalls andere.
  • Peter und Gen haben bereits in den Ferien Schluss gemacht und nicht erst in der Schulzeit
  • Lara Jean schrottet das Auto noch vor Schulbeginn.
  • Die tolle Szene in der Lara Jean Peter auf der Laufbahn küsst, gibt es nicht, dies findet so ähnlich in den Gängen der Schule statt und erst ein paar Tage, nachdem Peter den Brief erhalten hat.

Außerdem wurden noch einige Szenen mehr weg gelassen. Am Anfang des Buches wird viel geredet, Margot und Lara Jean haben ja eine ziemlich enge Beziehung und es vergehen erst einmal rund 60 Seiten, bis Lara Jean in die Schule kommt und die Briefe verschickt werden. Vergleicht man also das Buch mit dem Film, dann sieht man, dass es hier schon einige Unterschiede gibt. Trotzdem ist der Film wirklich toll gemacht und die wichtigsten Punkte wurden aus dem Buch übernommen, also würde ich den Film als gelungene Adaption bezeichnen und ihn als Lieblingsfilm einstufen.


Wenn ihr nun Lust bekommen hat die Bücher zu lesen, habe ich einige Tipps für euch. Ihr könnt das Buch ganz normal bei Amazon erwerben oder ihr hört das Hörbuch zum Buch auf Audible.

Ich selber habe nur den dritten Teil der Reihe rezensiert, diese Rezension findet ihr hier. Hoffentlich hat euch dieser kleine Film-Buch-Vergleich gefallen!

Habt ihr das Buch schon gelesen, oder den Film gesehen?

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