[Rezension] Die sieben Helden

Die sieben Helden: Fantasy-Epos von [Wokan, Pascal]
Quelle: amazon.de
Titel: Die sieben Helden
Autor: Pascal Wokan
Verlag: Selfpublisher
Preis: 14,99€ [D]
Seiten: 396

 

Bei Amazon kaufen

 

 

inhaltSieben Helden
Zwei Zeitalter
Ein Geheimnis

Tausend Jahre regierte einst ein unsterblicher Herrscher über das Land Endur. Doch einem letzten Bündnis mutiger Helden gelang es unter vielen Opfern, ihn in einer gewaltigen Schlacht zu bezwingen. Zwanzig Jahre danach herrscht Frieden und die Erinnerungen an den Ewigkrieg beginnen zu verblassen. Ein letztes Mal wollen die glorreichen Helden zusammenkommen, um über das Schicksal des Landes zu entscheiden. Während die Vergangenheit immer mehr ans Tageslicht tritt, müssen sie schon bald erkennen, dass die Zeit tiefe Narben hinterlassen hat und der Frieden zu einem sehr hohen Preis erkauft wurde…

Quelle: amazon.de

meinung

Endur war einst ein Land, heimgesucht von Zorn, Leid und Elend.


Das Cover von dem Buch ist sehr düster gestaltet, darauf zu sehen ist, was für mich wie in Spiegel aussieht, allerdings den Blick in eine andere Welt freigibt. Verziert ist dieser Blick durch Ornamente, welche in der Detailarbeit super gemacht sind. Insgesamt strahlt das Cover etwas Düsteres und Geheimnisvolles aus, was gut zu dem Inhalt passt, da dieser genau so ist.


Der Schreibstil des Autors ist gewohnt super zu lesen. Pascal Wokan hat eine eigene Erzählstrategie, die ich wirklich sehr gerne mag. Die Kapitel sind immer aus Sicht von einer anderen Person erzählt, dadurch kann es zu Verwirrungen kommen, insgesamt ist das Leseerlebnis meiner Meinung nach aber besser. Die Kapitel von Dalran sind in der Ich-Perspektive geschrieben, die anderen in der allwissenden Perspektive. Alle Beschreibungen sind sehr bildlich und auch die Personen selbst weisen ganz unterschiedliche Charakterzüge auf, sodass man sie entweder mag, oder eben nicht.


Zu Beginn lernen wir die Helden kennen, Moira, Lyra, Tarun, Dalran, Slade, Oluen und Loren. Dazu gibt es auch noch den König Malian, die Geschichte spielt sich in zwei Zeiten, jetzt und von vor 20 Jahren ab.  Jetzt kommen die übrigen Helden auf Geheiß von Malian zusammen und früher bekämpfen sie den dunklen Herrscher.

Dies war nun mein sechstes Buch von Pascal Wokan und ich wurde nicht enttäuscht. Es ist mindestens genauso gut, wenn nicht noch besser als Arakkur. Der Einstieg in das Buch fiel mir sehr leicht, man bekommt einen kleinen Einblick in die Leben der Helden und wie sie gerade auf dem Weg in die Hauptstadt zu Malian sind. Ich wusste dort noch nicht, was mich in dem Buch alles erwarten würde, es wirkte zuerst wie eine Geschichte, in der einfach eine andere Geschichte erzählt wird, doch da sollte ich mich täuschen.

Ich beginne mit der Handlung im Jetzt. In jeden Kapiteln lernen wir andere Helden kennen, sie haben sich seit damals sehr verändert und das nicht immer zum Guten. Ich mochte Slade zu Beginn sehr gerne, er wird Slade Seelenlos genannt, da er nicht sterben kann und angeblich keine Seele besitzt, dennoch hat er immer eine kecke Antwort parat und ist immer entspannt. Tarun Weltenrüttler war mir auch sympathisch, obwohl er im Laufe der Geschichte einige nicht ganz so prickelnde Fetische an den Tag legte. Die beiden gehören zu meinen liebsten Helden. Sie sind also alle auf den Weg in den Palast, von ein paar liest man schon während ihrer Reise und von ein paar erst, als sie im Palast ankommen. Durch die Kapitelaufteilungen kann man von allen die Gedanken gut nachvollziehen und merkt auch, was sie von dieser ganzen Farce halten. Im Jetzt gibt es auch noch den König, Malian, der zuerst etwas eingeschüchtert und schwach wirkt, mit der Zeit merkt man aber, das dem gar nicht so ist.

Die Helden erzählen Malian von den Heldentaten von Dalran, der im Kampf damals gestorben ist, immer wenn sie erzählen, geht die Handlung zu Dalran und Damals über. Diese Unterbrechungen von Jetzt waren immer sehr gemein, da auch im aktuellen Verlauf viel passiert ist. Ich konnte es nicht glauben, aber es gibt so viele Intrigen und Geheimnisse, jeder bei dieser Zusammenkunft scheint etwas zu verbergen. Der Autor hat diese Fäden geschickt gesponnen und am Ende zu einem großen ganzen zusammen geführt.

Der zweite Handlungsstrang von Damals beschäftigt sich mit Dalran und seinem Kampf gegen den dunklen Herrscher. Wir folgen seiner Geschichte von dem Moment an, an dem er Slade begegnet ist, bis hin zu seinem Tod. Dazwischen gibt es noch viele Pläne und Kämpfe, die alle sehr spannend geschrieben waren, man hatte nie das Gefühl, als wäre etwas überstürzt, da sich die Helden auch viel Zeit genommen haben, um alles zu planen. Am Ende steht Dalran dem Herrscher gegenüber und ab diesem Moment konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen, da so viele Geheimnisse aufgedeckt wurden und man die Zusammenhänge erkannte. Das Buch lebt von den Geheimnissen und Intrigen, diese machen es so spannend. Natürlich darf auch ein Kampf nicht fehlen, dieser war sehr bildreich beschrieben, dadurch wurden die Szenen in meinem Kopf lebendig.

Als wären die ganzen Enthüllungen noch nicht genug, gibt es danach noch eine Zusammenführung der beiden Handlungsstränge, mit der ich so nicht gerechnet hätte. Ich hatte zwar einen kleinen Verdacht, doch dass es einen solchen Hinterhalt und eine solche Wendung geben würde hat mich überrascht. Dies hat der Autor meiner Meinung nach sehr gut geregelt, es ergab einen Sinn und wirkte nicht zu unrealistisch. Die Spannung blieb bestehen und man wusste bis zum Ende nicht, wie es nun ausgehen würde.

Die Charaktere waren alle ziemlich unterschiedlich, manche aufgeweckt, manche alt, manche hatten genug vom Leben, andere wollten mehr. Eine sehr bunte Mischung, von denen ich zu Dalran am schnellsten einen Draht aufbauen konnte. Von ihm gab es auch die meisten Kapitel. Manchmal wirkte er auf mich aber wie ein kleiner Junge, der Angst hat und schwach ist, diese Momente verflogen aber sehr schnell wieder. Sie alle schienen aber etwas zu verbergen zu haben, sodass ich ihnen immer mit gemischten Gefühlen gegenüber trat, da man nie wusste, wem man nun vertrauen soll oder kann. Der Autor hat seine Sache wirklich gut gemacht, die Charaktere haben sich alle stark unterschieden, es gab keine wirklichen 0815 Personen.

Zum Ende hin gab es nochmal einen Höhepunkt, bei dem wir einige Personen verlieren. Ich selbst war ziemlich überrascht, da ich nicht gedacht hätte, dass es so kommt. Dieser Plot verlieh dem Ganzen nochmal eine eigene Note, da Pascal Wokan ziemlich gerne seine Charaktere tötet. Ich war über das Ende erstaunt, es war sehr gut geschrieben, aber anders als ich es erwartet hätte.

fazitIch wage zu behaupten, dass dies mein liebstes Buch von dem Autor, nach dem ersten Band von Arakkur, ist. Die Charaktere waren hervorragend gestaltet, die Handlung hat immer unerwartete Wendungen genommen und die Geschichte selbst hat mich ungemein fasziniert. Ich vergebe für das Buch 5 von 5 Sterne.

5 Sterne Bewertungssystem

2 Kommentare zu „[Rezension] Die sieben Helden

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.