[Rezension] Im Bann des Gedankenlesers

Quelle: amazon.de
Titel: Im Bann des Gedankenlesers
Autorin: Andrea Ego
Verlag: Selfpublisherin
Preis: 13,99€ [D]
ISBN: 978-3744882965

 

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inhalt

Die angehende Druidin Sono flüchtet auf Geheiss ihres Lehrers mit einem verfeindeten Erdendruiden, um ihn vor geheimnisvollen Angreifern zu schützen. Doch plötzlich gerät sie selbst ins Visier eines machthungrigen Gedankenlesers, der sie manipulieren und ihre Kräfte für seine Rachepläne nutzen will. Gemeinsam mit dem Druiden macht sie sich auf die Suche nach ihrem Vater, der vermutlich über dieselben Fähigkeiten verfügt wie sie. Doch der Weg führt mitten in die Stadt des Gedankenlesers …

Wird Sono es rechtzeitig schaffen, ihre Kräfte zu beherrschen? Und was wird aus ihr und dem Erdendruiden, der sie noch stärker in seinen Bann zu ziehen droht als der Gedankenleser?

Quelle: amazon.de

meinungVielen Dank an die Autorin für das Rezensionsexemplar!


„Als ich ihn das erste Mal sah, saß er schweigend an einen Baum gelehnt auf der trockenen Erde.“


Das Cover ist nicht so meins, da es leider gar nicht ausstrahlt, um was es in dem Buch eigentlich geht. Es sieht eher nach einer düsteren Urban-Fantasy Geschichte aus, aber in dem Buch bekommt man viel mehr geboten. Auf dem Cover zu sehen ist ein Mädchen mit wehenden schwarzen Haaren, im Hintergrund einen dunklen Wald. Ziemlich düster und ich wäre so nie darauf aufmerksam geworden.


Der Schreibstil der Autorin ist wirklich gut, sie schreibt sehr flüssig und konnte mich sofort in ihren Bann ziehen. Das Buch ist in der Ich-Perspektive geschrieben, dadurch kann man sich sehr gut in Sono hineinversetzen und ihre Beweggründe nachvollziehen. Auch schreibt Andrea Ego sehr bildlich, sodass ich immer ein gutes Bild der Umgebung hatte. Sie baute auch immer wieder Metaphern ein, vor allem wenn es Magie im Spiel war.


Zu Beginn lernen wir Sono kennen, sie ist im Begriff eine Priesterin und danach eine Druidin zu werden. Sie ist halbwegs glücklich in ihrem Leben, dieses verändert sich aber schlagartig, als sie auf Ciarann trifft, einen Erdendruiden. Zusammen mit ihm erlebt sie einige spannende Momente und begegnet schließlich dem Gedankenleser, welcher etwas in Sono sieht und ihre Kräfte für sich haben will.

Vor ein paar Monaten hat mich die Autorin angeschrieben und gefragt, ob ich ihr Buch testlesen wollen würde und da mir die ersten beiden Kapitel so gut gefallen haben, habe ich zugesagt. Nun ist es so weit und ich habe es gelesen. Sono war mir sofort sympathisch, sie wirkte schon sehr erwachsen und reif. Man wird sofort in das Geschehen geworfen und bekommt keine langen Erklärungen, was mir sehr gut gefällt. Mit der Zeit erfährt man auch noch mehr über Sono, ihren Stamm und wie das Leben in ihrer Welt aussieht. Ich wusste zuerst auch nicht, wie der Gedankenleser in das gesamte Setting passt, doch das hat sich alles mit der Zeit ergeben.

Die Welt selbst finde ich sehr interessant, es gibt einen Herzog der über das Reich herrscht und einige Druidenstämmte, die wichtigsten hierbei sind die Wasserdruiden und die Erdendruiden. Diese beiden Stämme sind unter sich allerdings verfeindet und haben nichts miteinander zu tun, daher sind auch alle so überrascht als Sono, eine Angehörige des Wasserstamms, einen Erdendruiden rettet. In dem eher mittelalterlichen Setting passen die magischen Elemente von dem Buch wie die Faust aufs Auge, auch die Götter fügen sich super in das Gesamtbild ein. Im Laufe der Geschichte entdeckt man immer mehr von der Welt, da Sono mit Ciarann viel reist und herum kommt, das hat mir wirklich gut gefallen, da sich nicht alles in einem Dorf abgespielt hat.

Wie sich die Magie in dem Buch entfalten soll, wurde mir erst mit der Zeit klar, da es zuerst keine Anzeichen für besondere Kräfte gab. Schon bald aber merkt man, dass Sono kein gewöhnlicher Mensch ist. Allgemein haben viele Leute in dem Buch Kräfte, Sono, Ciarann, Gael, welcher Sonos bester Freund ist, und eben der Gedankenleser. Hier finde ich die Kräfte von Ciarann eigentlich am tollsten, da er sehr viel damit bewerkstelligen kann. Die Kräfte spielen im Buch eine große Rolle und dadurch kann man alle Facetten von den Charakteren kennen lernen. Später im Buch, als der Gedankenleser eine wesentliche Rolle einnimmt, bekommen auch die Kräfte mehr Aufmerksamkeit und das hat mit sehr gut gefallen, da hier der Fantasyanteil gut durch kam und man nicht nur einen eher mittelalterlichen Roman liest.

Aber es geht nicht nur darum, das Buch hat noch so viel mehr zu bieten, als ich erhofft hatte. Es gibt eine Liebesgeschichte, welche wieder sehr dramatisch aufgezogen wurde, eine Wiedervereinigung von Familie, Intrigen und Lügen. So viele tolle Elemente, die sich in diesem Buch perfekt zusammenfügen. Besonders gern mochte ich die Szenen, in denen Sono bei ihrer Mutter in der Stadt ist und auch den Herzog habe ich gern gemocht. Beide spielen eine wichtige Rolle in einem Teil des Buches und ich möchte hier nicht zu viel verraten.

Durch die wechselnden Orte und Charaktere wird das Buch nie langweilig und man lernt viele Menschen kennen, die man, zumindest ich, sofort ins Herz schließt. Natürlich kommt auch die Spannung hier nicht zu kurz, es gibt immer wieder Neues zu entdecken und gegen Ende passiert so viel auf einmal, dass ich nur noch geschickt dasaß. Zuerst dachte ich mir, ca 80 Seiten vor dem Ende, dass es das war, dass hier nichts mehr kommen kann und dann hat die Autorin nochmal so einen starken Schluss geschrieben, dass ich heute in der Arbeit meine Mittagspause verlängert habe, um das Buch zu beenden. Es war einfach nur noch spannend und so gut geschrieben, dass ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte.

Was das Buch noch zu etwas Besonderem macht, sind die vielschichtigen Charaktere. Mit allen konnte ich sofort eine Verbindung aufbauen und ich mochte jeden einzelnen wirklich gern. Sie sind zwar sehr unterschiedlich, aber das macht nichts, dadurch hat man eine gute Mischung. Allerdings konnte ich Ciarann oftmals nicht verstehen, er wurde mit gegen Ende immer unsympathischer, obwohl ich nicht genau benennen kann woran es genau liegt. Zuerst war er wirklich ein toller Charakter, doch er entwickelte sich in eine Richtung, die mir nicht gefallen hat und die ihn nur noch grob und eifersüchtig wirken ließ.

Das Ende war sehr schön abgeschlossen, lässt aber trotzdem noch Raum für einen zweiten Band, sollte sich die Autorin dazu entscheiden einen zu schreiben. Ich finde es immer so schwer eine Rezension zu einem Buch zu schreiben, das man so toll fand, darum entschuldigt, falls diese Rezension nicht so prickelnd ist.

fazitDas Buch hat mich sehr überrascht, ich hätte nicht gedacht, dass es mich sofort so sehr fesseln wird. Die verschiedenen Charaktere und die abwechslungsreiche Handlung haben mich vollends überzeugen können, ich vergebe dafür 5 von 5 Sterne.

5 Sterne Bewertungssystem

2 Kommentare zu „[Rezension] Im Bann des Gedankenlesers

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