[Rezension] Coldworth City

9783426520413
Quelle: droemer-knaur.de

Titel: Coldworth City
Autorin: Mona Kasten
Verlag: Knaur
Preis: 12,99€ [D] || 13,40€ [A]
ISBN: 978-3-426-52041-3

 

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inhalt

Vor drei Jahren täuschte Raven ihren Tod vor, um der skrupellosen Forschungsorganisation AID zu entkommen. Seitdem ist sie auf der Flucht, denn Raven ist eine Mutantin, die über außergewöhnliche Fähigkeiten verfügt, und AID würde alles tun, um sie wieder in ihre Gewalt zu bringen. Seit ihrer Flucht lebt Raven unerkannt in Coldworth City – bis der verschlossene Wade auftaucht und ihr anbietet, sie im Umgang mit ihren Fähigkeiten zu unterrichten. Damit ist die Zeit des Versteckens vorüber, denn schon bald sehen sich Raven und Wade einer Verschwörung gegenüber, die nicht nur das Ende der Mutanten bedeuten, sondern auch die ganze Welt ins Chaos stürzen kann.

Ein Superhelden-Roman für die riesige Fangemeinde erfolgreicher Serien wie Jessica Jones, Agents of S.H.I.E.L.D., X-Men oder Supernatural.

Quelle: droemer-knaur.de

meinungVielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!


„“Wann?“ Der Mann in dem abgetragenen Ledermantel hatte leise gesprochen, obwohl der Lärmpegel in der Bar ziemlich hoch war.“


Das Cover finde ich sehr passend zu einem Buch in diesem Sci-Fi Genre. Es strahlt zwar auch etwas dystopisches aus, aber das macht nichts. Darauf zu sehen ist ein Frauengesicht, welches in eine Skyline übergeht, dies finde ich persönlich sehr cool gestaltet. Es verrät nicht viel von dem Inhalt und die Frau auf dem Bild stört mich auch nicht, obwohl ich Gesichter eher nicht auf Covern mag. Auch die Farben sind super gewählt, schwarz und blau sieht einfach super zusammen aus.


Der Schreibstil von Mona Kasten ist wie immer sehr flüssig und leicht zu lesen, ihre Sätze nicht zu komplex und auch ihr Wortschatz ist dem Inhalt angepasst. Das Buch ist in der allwissenden Erzählform geschrieben, Hauptaugenmerk ist hierbei allerdings auf Raven gerichtet. Einige Kapitel beschäftigen sich mehr mit Knox oder Wade, dies kommt jedoch eher selten vor. Durch die gewählte Erzählform liest man trotzdem noch sehr viele Gedanken von den Charakteren, aber auch die Umgebung ist sehr gut beschrieben.


Zu Beginn lernt man als Leser Raven, eine Mutantin, kennen, die sich vor der AID versteckt und unter falschen Namen in einer Bar arbeitet. Sie ist zusammen mit ihrem Bruder geflohen und jetzt jagt sie in der Nacht Verbrecher. Als sie einen jungen Mann kennen lernt, der zu wissen scheint, was und wer sie ist, stellt sich ihr ganzes falsches Leben auf den Kopf.

Dies ist nun mein viertes Buch von Mona Kasten und ich war wieder richtig begeistert! Zwar hat mir ihre Again-Reihe wesentlich besser gefallen, doch auch dieses Buch konnte mich sehr unterhalten. Da ich vorab schon einige Rezensionen gelesen habe, die sich damit beschäftigt haben, dass das Buch ein billiger Abklatsch von X-Men ist, war ich natürlich skeptisch und sogar ich, als jemand, der die X-Men Filme nur einmal gesehen hat, konnte Parallelen feststellen. Allerdings haben mich diese wirklich nicht gestört oder beim Lesen behindert. Der Beginn viel mir sehr leicht, man fängt sofort von Raven und ihrer Arbeit zu lesen und es wird auch schnell klar, welche Fähigkeiten sie hat. Ich mag so einen EInstieg viel lieber als langgezogene.

Die Idee mit den Mutanten fand ich sehr interessant, nichts Neues, aber dennoch interessant. Gespannt habe ich also gelesen und ich muss sagen, dass diese in dem Buch dann doch ein wenig zu kurz kamen. Es gab so viele verschiedenen Mutanten, konzentriert wurde sich allerdings nur auf Wade und Raven, sowie deren Fähigkeiten. Es gab noch so viele andere interessante Mutanten, die ich gerne in Action gesehen hätte, das hat mir etwas gefehlt. Dafür wurden die Gaben von Raven und Wade sehr gut beschrieben und auch nachvollziehbar trainiert.

Ich muss auch den vielen Kritiken zustimmen, die sagen, dass es einfach X-Men ist, denn allein schon der Untergrund, welcher sich für Gleichberechtigung von Mutanten und deren Training einsetzt ist 1:1 von X-Men. Was ich noch bekritteln muss, ist manchmal die Logik in dem Buch. Der Untergrund ist in einem Hotel, welches mitten in der Stadt steht. Wie ist es möglich, dass sie noch niemand gefunden hat? Können in diesem Hotel auch normale Gäste schlafen? Dies wurde nie erklärt, hier wären Information wirklich nötig gewesen. Oder auch wie die Mutanten auf ihren Missionen so einfach in Gebäude der AID einbrechen können. Es gab eine Stelle, da hat Raven eine Tür nur mit ihrer Kraft aufgebrochen, hierfür haben sie zuerst eine ID-Karte geklaut und diese hat nicht funktioniert. Die AID kennt Mutanten, sie weiß zu was diese fähig sind, wieso haben sie keine stärkeren Sicherheitsmaßnahmen eingebaut? Wieso haben sie nur zwei Wachen? Dies war eher unglaubwürdig.

Weiters war das Buch an einigen Stellen sehr vorhersehbar, ich wusste schon drei Dinge ganz am Anfang, obwohl sie erst am Ende aufgelöst wurden. Dies ist aber ein typisches Jugendbuchelement, daher kann man darüber hinwegsehen. Aber auch einige Kampfausgänge, Traingsszenen oder auch Liebesszenen konnte man schon früh erahnen und hatte dadurch keinen wirklichen Überraschungseffekt mehr.

Trotzdem hat mich das Buch sehr gut unterhalten, durch den tollen Schreibstil kam ich sehr schnell mit dem Lesen voran. Es gab Momente, da kam mir Raven zu weinerlich vor, meistens allerdings mochte ich sie ziemlich gerne. DIe anderen Charaktere blieben leider eher blass, vor allem Knox, ihr Bruder. Ich habe sehr wenig über ihn und auch andere Nebencharaktere erfahren, dies könnte aber auch an der Kürze des Buches liegen. Vielleicht, oder eher hoffentlich, kommt hier im zweiten Teil noch mehr. Ich würde so gerne mehr über Katsu, Knox und Thalia wissen. Die Geschichte selbst war auch genau nach meinem Geschmack, es geht eher langsam voran und dann passiert ziemlich viel auf einmal. Allerdings ist dies immer vom Autor abhängig, ob ich das mag oder nicht. Bei Mona Kasten war es der erste Fall. Für mich persönlich kam die Spannung also nicht zu kurz, ich fand es super von den Trainings, den Gesprächen und den Missionen zu lesen. Etwas weniger Informationen gab es leider auch vom Untergrund und seinen Mitgliedern, man hat hier immer nur die gleichen kennen gelernt, aber dies kann sich ja noch ändern.

Das Ende war dann nochmal spannend, es passierte so viel auf einmal und es wirkte für mich auch gar nicht erzwungen. Raven hat sich im Laufe des Buches weiter entwickelt, auch ihre Kräfte, und dies wurde auf den letzten Seiten nochmal deutlich. Dadurch hat mir das Ende dann nochmal gut gefallen, überhaupt das letzte Kapitel fand ich sehr schön.

fazitDie Geschichte entwickelt sich eher langsam und es passiert bis zu Ende auch nicht sonderlich viel, trotzdem hat es mir sehr viel Spaß gemacht Raven in den Untergrund zu begleiten und ihre Entwicklung zu beobachten. Das Buch hat mir einige tolle Lesestunden bereitet und ich hoffe doch, dass es einen zweiten Teil geben wird. Ich vergebe 4 von 5 Sterne.

5 Sterne Bewertungssystem

Weitere Meinungen:

5 Kommentare zu „[Rezension] Coldworth City

  1. Huhu liebe Jessi,

    ehrlich gesagt habe ich mir beim Lesen überhaupt keine Gedanken über Logikfehler gemacht, aber wenn ich das hier so bei dir lese…. Jap, da hast du recht. Trotzdem fand auch ich das Buch toll.

    Vielen lieben Dank fürs Verlinken ❤️

    Liebste Grüße
    Sonja

    Gefällt 1 Person

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