[Autoreninterview] Julia Schmuck

Diesen Monat habe ich wieder ein backfrische Autorin für euch. Ihr Buch ist diesen Monat beim Drachenmond Verlag erschienen und es hört sich einfach toll an. Ich wünsche euch viel Spaß mit dem Interview von Julia Schmuck.

Kurz zur Autorin:

Ich wurde 1993 in einem schönen Mittelstädtchen in

Quelle: drachenmond.de

Schleswig-Holstein geboren und studierte – in einem Anfall von spontaner Abenteuerlust – Germanistik und Philosophie im Herzen des Bergischen Landes. Die Sehnsucht führte mich jedoch wieder in die alte Heimat, wo ich nun mein Literaturstudium in Hamburg fortsetze. Umgeben von dem rauen, norddeutschen Wetter, das ich so liebe, finde ich immer allerhand Inspiration für meine Geschichten und Figuren. Nach über zehn Jahren des Schreibens an unzähligen unveröffentlichten und überwiegend unvollendeten Romanen wage ich mich mit meinem absoluten Herzensprojekt »Chronika – aus dem Chaos geboren« nun aus meinem stillen Autorenkämmerchen. Wenn ich nicht gerade an meinen eigenen Texten arbeite, verbringe ich meine Zeit gern in staubigen Uni-Bibliotheken, gehe auf Bücherjagd oder stöbere in meinen eigenen Beständen, um mich gleich darauf in fremde Welten zu flüchten.

Quelle: drachenmonde.de

Ihre Bücher:

  1. Chronika – Aus dem Chaos geboren
Quelle: drachenmond.de

Leider habe ich das Buch noch nicht gelesen, es ist ja auch erst erschienen, aber ich habe es auf jeden Fall vor, denn es hört sich super an! Und Julia ist so nett, da muss ich ihr Buch doch lesen. Durch Klick auf den Titel kommt ihr zur Verlagsseite und könnt euch den Inhalt durchlesen.


Das Interview:

1. Ich freue mich, dass du dieses Interview mit mir führst, stell dich doch mal kurz vor.

Ich freue mich auch! Da gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Ich bin Julia Schmuck und 24 Jahre alt. Ich bin im Norden, nahe Hamburg, geboren und habe dann in Nordrhein-Westphalen vier Jahre Germanistik und Philosophie studiert. Jetzt bin ich wieder in der Heimat und mache in Hamburg den Master in Deutschsprachiger Literaturwissenschaft.

2. Dein Debüt „Chronika“ erscheint bald, was ist das für ein Gefühl für dich?

Ein ganz komisches – gut-komisch natürlich. Als ich die ersten Exemplare zuhause hatte, ist meine Stimmung eine Mischung aus absolutem Unglaube und unglaublicher Faszination gewesen und das hat tagelang angedauert. Immer wieder hab ich das Buch in die Hand genommen und aufgeschlagen. Wenn man dann die Worte, die man selbst geschrieben hat und mit denen man so viel verbindet, in einem gebundenen Buch wiedererkennt, ist das schon ein wundervolles Gefühl. Bisher habe ich noch nichts Vergleichbares erlebt!

3. Hast du Haustiere? Wenn ja welche und wie hast du sie genannt? Namen finden ist ja immer so schwer.

Ich hatte sehr lange einen Kater, Rufus, mit dem ich quasi aufgewachsen bin. Der Gute ist 24 Jahre alt geworden und hatte irgendwie den Stand eines großen Bruders. Als er starb, entwickelte mein kleiner Bruder dann leider eine Katzenhaarallergie und ich habe mich mit Kleintieren angefreundet. Zwei Wüstenrennmäuse und später zwei Hamster. Die Namen such ich dann immer zuerst im Bereich der Mythologie, weil ich irgendetwas Besonderes haben möchte. Eine meiner Mäuse hieß zum Beispiel Isis, meistens waren die Namen dann aber doch intuitiv. Mein Hamster Pillow konnte gar nicht anders genannt werden – er sah einfach aus, wie ein knuffiges Kissen.

4. Schreibst du eigentlich nur hobbymäßig oder beruflich? Wenn du es nur als Hobby machst, wie lässt sich dies mit deinem Beruf vereinbaren?

Das Schreiben ist für mich ganz, ganz lange schon ein Hobby und so wird es erstmal auch bleiben, wenn ich keinen Welterfolg lande. 😀 Ich rechne nicht damit, jemals von der Schriftstellerei leben zu können, und ich fürchte auch, dass ich mit dem Druck nicht gut würde umgehen können. Ich habe dieses eine Buch geschrieben und warte jetzt erstmal ab, schreiben werde ich immer, aber wie es mit dem Veröffentlichen weitergeht, werden wir dann sehen 🙂
Ich werde auf jeden Fall meine berufliche Zukunft nicht danach ausrichten, ob ich Erfolg im Schreiben habe, das wäre mir zu riskant. Mit dem Studium lässt sich das Schreiben eigentlich auch sehr gut vereinbaren. Vor allem im Semester, wenn man ewig in Seminarräumen und Hörsälen sitzt, ist das Schreiben eine willkommene Abwechslung – wenn es dann in den ‚Ferien‘ an die Seminararbeiten geht, ist das schon etwas anderes. Dann noch für die Buchprojekte am PC zu sitzen, ist schon ein wenig schwerer. Aber für ein so schönes Hobby schafft man sich eben freie Zeitfenster und der Alltag macht den Kopf für die kreativen Ideen auch empfänglicher. Es kommt eben darauf an, immer die Waage zu halten.

5. Stell dir vor du hättest einen Papagei, was würdest du ihm beibringen zu sagen?

Oh, das ist wirklich schwer. Ich denke, ich würde ihm irgendetwas vollkommen Unpraktisches beibringen. So etwas wie Zaubersprüche aus Harry Potter. Es hätte schon was, zuhause von ‚Wingardium Leviosa‘ oder ‚Expelliarmus‘ begrüßt zu werden. 🙂

6. Wolltest du schon immer bei einem Verlag veröffentlichen oder hat sich das zufällig ergeben?

Das hätte ich mir ehrlich gesagt nicht träumen lassen. Dass die Veröffentlichung überhaupt möglich ist, mit dem Gedanken habe ich mich erst vor zwei, drei Jahren konfrontiert gesehen, als befreundete Autoren mit dem Selfpublishing anfingen. Und obwohl mich die Eigenarbeit sehr abgeschreckt hat, weil ich Angst hatte, das nicht selbst stemmen zu können, erschien mir das immer als ein guter Weg, meine Romane mit Lesern zu teilen. Dass ich dann tatsächlich unter der Fahne des Drachenmonds schreiben durfte, ist für mich noch immer ein Traum!

7. Was sind deine anderen Hobbys bzw. was tust du so in deiner Freizeit?

Lesen. Es ist merkwürdig, dass ich das als Hobby ansehe. Schließlich habe ich im Studium genug zu lesen. Aber ich entscheide schon zwischen Lektüre, die für mein Studium im Zentrum steht, und Unterhaltungsliteratur, die ich dann lese, um mich vom ‚Lesen‘ abzulenken (wenn man versteht, was ich meine).
Aber ich reise auch unheimlich gern, beschäftige mich mit fremden Kulturen und gehe gern raus in die Natur, die mich am allermeisten inspiriert.

8. Hast du auch schon als Kind gelesen oder hast du lieber etwas im Fernsehen angeschaut?

Beides. So ist es heute immer noch. Ich bin in einer Familie aufgewachsen, in der immer viel gelesen wurde. Da wurde ich dann sozusagen hineingeboren. 🙂 Aber ich habe natürlich auch gern ferngesehen, Disney-Filme insbesondere. Heute ist das immer noch so. Schöne Geschichten kann man sowohl im Film als auch im Buch finden und manchmal ist das Filmeschauen für mich sogar besser, um in Schreibstimmung zu kommen. Neben einem Lesejunkie bin ich also auch noch seriensüchtig. Da entwickle ich dann eine ungeheure Disziplin 😀

9. Was würdest du gerne noch für Geschichten schreiben?

Ich liebe die Fantasy und da spuken mir noch so einige Geschichten im Kopf herum. Auf jeden Fall stehen da auch noch ein paar High-Fantasy-Projekte an. Aber auch abseits der Fantasy reizen mich viele, viele Themen, die ich auf jeden Fall angehen werde. Im Grunde spuken mir eine Menge Geschichten aus verschiedenen Genres im Kopf herum. Nur nicht im Bereich Krimi oder Thriller, da bin ich nicht für geschaffen. 🙂

10. Was ist denn dein persönliches Lieblingsbuch?

Ach, das ist nicht leicht. Das ist für eine Leseratte wie die Frage nach dem Lieblingskind. xD Richelle Meads Vampire Academy- Bücher gehören definitiv zu meinen Lieblingen, Harry Potter natürlich auch. Im Moment vergöttere ich Sarah J. Maas für ihre Reihe um ‚A court of thorns and roses‘.
Das Buch, das mich so richtig zum Scheiben gebracht hat, ist wohl Nina Blazons ‚Faunblut‘. Es ist so ein wundervolles Buch und hat mich damals in meinen Teenie-Jahren regelrecht vom Sockel gehauen.

11. Was möchtest du den Lesern sonst noch sagen?

Ich wünsche denjenigen, die mein Buch lesen wollen, genauso viel Freude, wie ich sie beim Schreiben hatte. Ich habe nie unter der Vorstellung geschrieben, dass jemals jemand anderes als meine ‚Schreib-Partnerin‘ Laura Labas meine Texte lesen würde und ich habe auch jetzt – ein paar Tage nach der Veröffentlichung und trotz der ersten Rezensionen – immer noch keine Ahnung, wie mein Buch ankommen wird.
Ich bin für jedes Feedback dankbar und freue mich auch immer, wenn mir Leser schreiben und/oder sich mit mir (vor oder nach dem Lesen) über ‚Chronika‘ unterhalten wollen. Ich freue mich über jede Nachricht, auch wenn es manchmal vielleicht ein bisschen dauert, bis ich antworte. ^^


Vielen Dank liebe Julia für das tolle Interview!

 

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