Rezension

[Rezension] Frostkuss

Frostkuss
Quelle: piper.de

Titel: Mythos Academy – Frostkuss
Autorin: Jennifer Estep
Verlag: Ivi
Preis: 14,99€ [D] || 15,50€ [A]
ISBN: 978-3-492-70249-2

 

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Inhalt:

Im Mittelpunkt der Serie steht die 17-jährige Gwen Frost, die über ein außergewöhnliches Talent verfügt: Sie besitzt die »Gypsy-Gabe« – bei der eine einzige Berührung ausreicht, um alles über einen Gegenstand oder einen Menschen zu wissen. Doch dabei spürt Gwen nicht nur die guten Gefühle, sondern auch die schlechten und die gefährlichen. Auf der Mythos Academy soll sie lernen, mit ihrer Gabe sinnvoll umzugehen. Aber was Gwen nicht weiß: Die Studenten werden dort ausgebildet, um gegen den finsteren Gott Loki zu kämpfen. Und obwohl sie der Meinung ist, an der Mythos Academy nichts verloren zu haben, erkennt Gwen bald, dass sie viel stärker ist als gedacht und all ihre Fähigkeiten brauchen wird, um gegen einen übermächtigen Feind zu bestehen.

Quelle: piper.de

Meinung:

„»Ich kenne dein Geheimnis.«
Daphne Cruz schob ihr Gesicht näher an den Spiegel über dem Waschbecken und trug eine weitere Schicht hellen Lipgloss auf. Sie ignorierte mich demonstrativ, wie es alle hübschen, beliebten Mädchen taten.“


Das Cover finde ich jetzt nicht so berauschend, es ist ganz ok, aber mehr auch nicht. Darauf sind nämlich nur zwei Augen zu sehen, der Rest des Gesichts geht in Rauch und Weiß unter, wobei ich nicht weiß, wieso gerade alles weiß sein muss, selbst die Haare. Vielleicht weil Gwen mit Nachnamen Frost heißt? Es ist also ein sehr schlichtes und einfaches Cover, welches man aber ausbauen könnte. Die blauen Rauchfäden ganz unten gefallen mit allerdings ganz gut.


Der Schreibstil der Autorin ist einfach und nicht sehr anspruchsvoll. Das Buch ist aus SIcht von Gwen geschrieben, allerdings gibt es hier sehr viele unnötige Gedankengänge, die man, wenn man sie schon einbauen muss, besser und spannender hätte schreiben können. Der Satzbau und auch die Wortwahl sind einfach gehalten, dadurch kommt man schnell voran.


Zu Beginn lernen wir hier Gwen Frost kenne, sie geht auf die Mythos Academy, da sie eine Gyspy ist und dort ihre Gabe erlenen soll. Als sie in der Bibliothek arbeitet wird ein Mädchen, Jasmin ermordert und es scheint keinen richtig zu kümmern. Gwen möchte also mit Hilfe ihrer Gabe herausfinden, was passiert ist und gerät in einen uralten Krieg.

Hört sich doch spannend an, oder? Dachte ich auch, aber das Buch war durchzogen von Klischees und es war alles total vorhersehbar. Ich habe es zusammen mit Ney gelesen. Ich habe mit schon schwer getan überhaupt in die Geschichte zu finden, denn Gwen war mir zuerst richtig unsympathisch. Sie wirkte wie der Typ Mädchen, denen alles egal ist und die ihr Ding durchziehen, dabei aber auch noch sehr arrogant sind. Dann war auch schon von vorn herein klar, dass sie etwas besonderes ist, denn Außenseiten sind ja immer was besonderes. Wobei wir schon das erste Klischee hätten. Und dann läuft sie auch noch in einen Jungen, lässt ihr Zeug fallen und er hilft ihr dabei es einzusammeln. Klischee ahoi, aber wie sollte es anders sein ist er der geheimnisvolle Junge, der jedes Mädchen um den Finger wickelt, vor dem sich aber auch alle irgendwie fürchten (wie funktioniert dann das mit den Mädchen?) und der nichts von sich preis gibt. Ab der ersten Erwähnung von diesem Jungen war klar, dass die beiden sicher zusammen kommen. Das muss nicht in Band eins sein, auch nicht in Band zwei oder drei, vielleicht erst in Band sechs, aber es passiert sicher. Dann gibt es aber auch noch das taffe und beliebte Mädchen, dass sich als gar nicht so dumm herausstellt, wie man denkt und die dem Außenseiter dann hilft. *hust* Klischee *hust.

Ok, genug Sarkasmus, das könnte wirklich jedes x-beliebige andere Jugendbuch sein, denn im Moment wird man von solchen Stories ja überschüttet. Die Idee, dass alle auf Mythos von Vikingern, Göttern, Spartanern und sonstigen Helden abstammen fand ich ziemlich cool und ich habe gehofft, dass man mehr über diese erfährt. Leider bleiben wir hier auch bei den nordischen Göttern und erfahren nur mehr über Loki und den Chaoskrieg. Die einzelenne Gruppen haben aber gewisse Merkmale und jeder läuft mit einer Waffe herum. Gwen nicht, die sie fühlt sich nicht so, als wäre sie etwas besonderes, daher passt sie auch beim Waffentraining nie wirklich auf. Als sie dann begann den Mord an Jasmine zu untersuchen, kam ich mir wie in einem schlechten Krimi vor, denn sie hatte keine Ahnung, wo sie beginnen soll und stolpert auch nur über Hinweise, mehr als dass sie sie findet.

Doch irgendwie war es dann auch spannend zu lesen, wie alles zusammen hängt. Klar war das meiste davon schon vorher klar, aber es zu lesen ist nochmal was ganz anderes. Es gab einen Kampf, wobei ich mich fragte, woher sie plötzlich kämpfen kann, wenn sie doch immer behauptet, dass sie beim Training nicht aufpasst. Helden können aber immer alles. Logisch. Zwischendruch gab es aber Szenen, die sich enfach nur gezogen haben, ich wollte schon Kapitel überspringen, hab mich dann aber zusammen gerissen und alles gelesen. Das Ende war aber das schlimmste vom Buch, ich musste mich richtig zwingen, dass ich die letzten 20 Seiten noch lesen, da sowieso nichts SPannendes mehr passieren konnte und es mich auch nicht interessierte.

Zu diesen langweiligen Szenen kamen dann auch noch so viele Überlegungen von Gwen selbst, die es nicht gebraucht hätte, das Buch war manchmal wirklich einschläfernd. Durch die Vorhersehbarkeit war es auch nicht sonderlich spannend. Nehmen wir denn Ball her, zuerst überlegt sie einemal, ob sie überhaupt hingehen soll, aber natürlich geht sie hin und natürlich trifft sie ihren Schwarm da und natürlich ist der mit einer anderen dort, was wieder zu unnötigen Gedanken und Gelaber führt, das für mich zu viel war. Dies alles trug nichts zur richtigen Geschichte bei und ich empfand es einfach nur als störend.  Was mich noch störte war, dass Gwen ungefähr in jedem zweiten Satz erwähnte, dass ihre Mutter tot ist und sie keine Freunde hat. Mädchen, jeder Leser hat das nach den ersten 50 Erwähnungen verstanden.

Ich war richtig froh, als ich fertig war mit dem Buch, ich habe noch den zweiten Teil hier stehen und werde den auch lesen, aber ob ich danach weiter lese wage ich einmal zu bezweifeln. Außer Band zwei haut mich total um. Ich glaube das wird aber nichts mehr, oder wie Danny Glover in Lethal Weapon sagte: „Ich bin zu alt für diesen Scheiß“.

Fazit:

Ein Buch, das eine gute Grundidee hat, das sich aber so vielen Klischees bedient, dass es für mich nicht mehr unterhaltsam war. Ich vergebe daher 2 von 5 Sterne.

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3 Kommentare zu „[Rezension] Frostkuss

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