Rezension

[Rezension] Tallulah und der goldene Kolibri

Tallulah und der goldene Kolibri von [Schneeberger, Andrea]
Quelle: amazon.de
Titel: Tallulah und der goldene Kolibri
Autorin: Andrea Schneeberger
Verlag: Selfpublisherin
Preis: 3,99€ (eBook)
ISBN: B01MXVCQVQ

 

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Inhalt:

Seit sie denken kann, fühlt sich die 17-jährige Tallulah von der Nacht angezogen: Wenn es dunkel wird, schlendert sie durch den Park oder besucht die Spätvorstellung im Kino – heimlich natürlich, denn ihr überfürsorglicher Vater würde das niemals erlauben: Vielleicht zurecht, denn eines nachts wird sie auf einem solchen Streifzug überfallen und erst in letzter Sekunde vom geheimnisvollen Zacharias Leopold gerettet, der behauptet, ein Vampyyri zu sein.

Trotz seiner kauzigen Art ist er Tallulah sympathisch, doch ein Widersehen ist ausgeschlossen, wie er sagt – schließlich sei sie eine der verfeindeten Yövaeltaja.

Tallulah beginnt, dem merkwürdigen Vorfall auf eigene Faust nachzugehen, doch als plötzlich alte Briefe ihrer seit Kindertagen verschollenen Mutter auftauchen, überschlagen sich die Ereignisse: Unheimliche Gestalten huschen durch Vaalea und ein dunkler Schatten legt sich über ihre Heimatstadt. Warum scheinen die Menschen plötzlich alle Hoffnung zu verlieren? Kann Tallulah das Licht zurückholen? Und was hat es mit dem geheimnisvollen, goldenen Kolibri auf sich?

Ein abenteuerlicher Fantasy-Roman über eine starke Heldin im Kampf für das Gute.

Quelle: amazon.de

Meinung:

„Ein schüchterner Mond, der sich hinter dunklen Wolken verkroch, stand am Himmel, als Tallulah das Fenster öffnete.“


Das Cover ist einfach wunderschön, ich habe mich sofort in den schönen Kolibri und die warmen Farben verliebt. Ich muss sagen, dass ich nur wegen des Covers auf das Buch aufmerksam geworden bin. Darauf sieht man Tallulah und einen Kolibri, wobei ich selbst Menschen auf Covern nicht immer schön finde. Hier allerdings passt es sehr gut und wurde auch toll umgesetzt!


Der Schreibstil der Autorin war nicht meins, es gab mir oft zu wenige Beschreibungen, daher konnte ich mir nichts in dem Buch vorstellen. Einige Dialog waren für mich zu überzogen, was heißen soll, dass sie zu gestellt waren, so als würde man ein Theater anschauen und genau merken, dass die Darsteller alles Wort für Wort auswendig gelernt haben. Ansonsten ist der Satzbau gut und auch die Wortwahl angenehm, man kommt durch den locker leichten Schreibstil schnell voran.


Zu Beginn lernt man Tallulah kennen. Sie schleicht sich gerne Nachts hinaus und geht ins Kino, in welches sie durch einen Freund, Igor, gratis kommt. Doch bei einem ihrer nächtlichen Ausbrüche wird sie von zwei Männern überfallen. Ein unbekannter Junge hilft ihr und sie beginnen zu reden und schon bald findet Tallulah heraus, dass er ein Vampyyri ist. Ab da ändert sich alles für sie.

Ich habe das Buch für eine Leserunde gewonnen und mich auch sehr darauf gefreut, denn der Klappentext verspricht so einiges! Man beginnt zu lesen und wird sofort in die Geschichte geworfen, dies mag ich eigentlich ziemlich gern, allerdings gab es hier wirklich wenige Erklärungen, das hätte ruhig ausgebaut werden können. Die Handlung schritt ziemlich rasch voran, kam war Tallulah ausgebüchst, hat sie auch schon Zacharias, einen Vampyyri getroffen. Zacharias fand ich sehr sympathisch, auch wenn er oft dumme Sprüche reißt. Diese nehmen aber irgendwann überhand, vor allem, wenn er mit Tallulahs Vater redet, da fand ich ihn nur noch nervig.

Zacharias bringt Tallulah nach Hause und schon ist der nächste Tag angebrochen. An dem erfährt sie dann von den drei verschiedenen Gestalten, die es in dem Buch gibt. Das fand ich wirklich interessant, da diese von finnischen Göttern erschaffen wurden und auch einige Legenden eingeflossen sind. Die Idee dahinter war einfach nur toll und ich hätte so gern mehr über die verschiedenen Fraktionen erfahren, aber leider gab es auch hier sehr wenige Erklärungen. Was mich auch störte war, dass Tallulah das einfach hinnimmt. Es gibt Vampire, und weiter? Sie hinterfragt es nicht wirklich, hat keine Angst, sondern nimmt es hin.

Rasch geht die Handlung weiter, alles passiert Schlag auf Schlag, Charaktere warne oftmals nur dazu dar, dass die Handlung vorangebracht wurde. Für mich ging alles zu schnell, es waren einige gute Passagen dabei, die habe ich wirklich gern gelesen, aber es wirkte nicht echt für mich. Oftmals musste ich den Kopf schütteln, da so viel Potential hier einfach verschenkt wurde. Ein Lichtblick allerdings war, als Igor wieder mehr in der Geschichte auftauchte, denn er war mein liebster Charakter. Allerdings kann ich nicht viel zur Geschichte sagen, da ich sonst spoilern würde.

Gegen Ende starben dann einige Figuren, es störte Tallulah aber nicht sonderlich. Sie kam oft sehr emotionslos rüber, außer bei Zacharias, denn den liebt sie sofort und auf der Stelle nach einem Tag. Abgesehen davon wirkte sie eher kalt und war somit nicht wirklich greifbar, ihr waren die anderen Menschen oft egal und auch sie selbst war sich egal. Darum mochte ich auch Igor so gern, er zeigte Gefühle und war echt, er wirkte einfach echt. Das Ende kam dann sehr abrupt, innerhalb von 5 Seiten wurden der ganze „Kampf“ abgehandelt und fertig. Hier wäre ein Ausarbeitung gut gewesen, denn das Ende hat mir eigentlich nicht gefallen. Es wirkte zu unecht, und war auch viel zu schnell da.

Viel mehr kann ich nicht sagen, ohne dass ich viel von der Handlung verrate, aber ihr könnt euch ja selbst ein Bild machen.

Fazit:

Ein Buch, das viele tolle Ansätze hat, die aber leider nicht weiter ausgearbeitet wurden. Es hat wirklich sehr viel Potential, aber es wurde nicht richtig genutzt, daher bekommt es von mir leider nur 2 von 5 Sterne.

5 Sterne Bewertungssystem

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4 Kommentare zu „[Rezension] Tallulah und der goldene Kolibri

  1. Ich mag es oft nicht so sehr direkt in die Geschichte geworfen zu werden. Ich brauche dann oft einfach zu lange um mich irgendwo festzuhaken und mit zu kommen. Manche Autoren schaffen das sehr gut – da mag ich es dann – aber bei manchen schwimme ich dann unkontrolliert mit und fühle mich genervt – schade, dass bei einer neuen Idee, mit den finnischen Göttern, so viel verschenkt wird.

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