Rezension

[Rezension] Paper Palace – Die Verführung

Paper Palace
Quelle: piper.de

Titel: Paper Palace – Die Verführung
Autorin: Erin Watt
Verlag: Piper
Preis: 12,99€ [D] || 13,40€ [A]
ISBN: 978-3-492-06073-8

 

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Achtung, dies ist Band 3 der Reihe und kann Spoiler zu den ersten beiden Bänden enthalten!

Inhalt:

Kaum haben sich Ella und Reed wiedergefunden, werden sie schon wieder getrennt – und Reeds Leben steht auf dem Spiel. Ist er dieses Mal zu weit gegangen? Ist ihm sein aufbrausendes Temperament zum Verhängnis geworden? Ella ist eine Kämpferin. Sie ist bereit, alles zu tun, um Reed zu schützen, und den Royals zur Seite zu stehen. Doch dann wird sie plötzlich von ihrer eigenen Vergangenheit eingeholt. Sie muss feststellen, dass ihr Leben eine einzige Lüge war. Werden die Royals sie am Ende doch ruinieren? Oder kann es ein Happy End für Ella und Reed geben?

Quelle: piper.de

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!


„Wo waren Sie heute Abend zwischen zwanzig und dreiundzwanzig Uhr? Wie lange ging die Affäre mit der Freundin Ihres Vaters? Warum haben Sie sie umgebracht, Reed?“


Das Cover ist einfach wieder traumhaft schön. Es passt zwar gar nicht zur Geschichte, aber in seiner Schlichtheit sieht es einfach toll aus. Hier sieht man ein Tor, welches wie von einem Schloss wirkt. Passend zu den ersten beiden Teilen und genauso schlicht gehalten. Gelungen, einfach und etwas verträumt, genau mein Geschmack.


Der Schreibstil der Autorin ist wieder sehr angenehm zu lesen, durch die einfachen Sätze und den eher einfachen Wortschatz, kommt man sehr schnell voran und kann sich gut im Buch verlieren. Ich wurde nie durch schwierige Wörter oder umständlich formulierte Sätze in meinem Lesefluss gestört. Auch dieser Band ist wieder abwechselnd aus Sicht von Ella und Reed geschrieben, somit bekommt man von beiden Charakteren sehr viel mit. Die Autorin hat auch bei den Gedanken immer einen anderen Schreibstil verwendet, sodass man immer wusste, aus wessen Sicht man gerade liest.


Nachdem Brooke tot ist und Reed des Mordes beschuldigt wird, geht es drunter und drüber. In der Schule haben es Ella und Reed nicht einfach und zu Hause beginnt Steve plötzlich in der Rolle des Vaters aufzugehen. Doch die beiden wollen nicht kampflos aufgeben und versuchen alles, um Reeds Unschuld zu beweisen.

Dies ist der dritte Band in der Royal-Reihe und wie sicherlich jeder schon mitbekommen hat, gehen bei diesen Büchern die Meinungen auseinander. Ich persönlich fand des ersten ganz ok, den zweiten ziemlich gut und diesen wieder recht gut. Viele meinen, dass dieser Band der Schwächste ist, aber ich fand ich sehr unterhaltsam, auch wenn es ein Möchtegern-Thriller war. Der Einstieg in das Buch fiel mir leicht, da zu Beginn nochmal das Ende vom vorherigen Band aufgegriffen wird, somit vergisst man nichts Wichtiges.

Die Grundidee, dass hier das YA mit dem Thriller Genre verbunden wird, war jetzt nicht so meins, aber die Autorin hat es recht gut umgesetzt. Zwar war es sehr vorhersehbar und die Auflösung war auch nicht überraschend, aber na gut. Beginnen wir vorne. Ich mochte Steve nicht, nicht als er wieder auftauchte und in diesem Band schon gar nicht. Er war Monate lang verschwunden und tut dann so, als wäre nichts passiert und als wäre Ella sein Eigentum. Sie hat keine eigene Meinung bei ihm und muss sich alles gefallen lassen. Dadurch wurde Steve schon sehr unsympathisch, dies hat sich auch im Laufe der Geschichte nicht sonderlich verändert. Es gab Stellen, da wirkte er fast wie ein liebender Vater, aber diese waren von sehr kurzer Dauer, meist war er ein Kontrollfreak und hat Ella nur das machen lassen, was er für OK befunden hat.

Reed muss sich in dem ganzen Buch mit dem Mord an Brooke herumschlagen. Es tauchen immer neue Beweise auf und neue Zeugen sagen aus, manche dieser DInge wirkten an den Haaren herbei gezogen, aber da dies kein richtiger Thriller ist, sei es vergeben.  Reed hat sich zwar seit dem ersten Band sehr gebessert, aber ich mag ihn trotzdem nicht und verstehe auch nicht wirklich, wie ihn so viele Leser anhimmeln können. Für mich ist er zu aggressiv und verliert zu leicht die Kontrolle, es gab immer wieder Stellen, an denen ich die Augen verdrehen musste und mich fragte, warum Ella mit diesem Kerl zusammen ist. Die Beziehung zu Ella entwickelt sich hier aber sehr weiter, man fühlt, dass sich die beiden lieben und sie versuchen auch oft genug zusammen zu sein. Auch hier gab es unrealistische Szenen, welche mich aber trotzdem zu schmunzeln brachten, ich sage nur: Musikraum. Auch sexuelle heben sie ihre Beziehung immer mehr an, diese sexuelle Spannung fühlt man als Leser schon richtig seit dem ersten Band und in diesem Teil gab es, denke ich, die meisten erotischen Szenen. Wer nun aber wilden Sex erwartet ist mit diesem Buch falsch beraten.

Es gab zwar Sex, aber nicht so viel wie in anderen YA Romanen. Ella kam mir dennoch in dem ganzen Buch über sehr verzweifelt vor, sie hat sich Reed immer in die Arme geschmissen, grade so, dass sie ihn nicht angefleht hat, mit ihr zu schlafen. So verzweifelt kann doch wirklich kein Mensch sein, auch als Reed angeklagt wurde und eventuell ins Gefängnis muss, kann sie nur daran denken, dass sie vorher noch so oft wie möglich mit ihm schlafen muss. DIes war mir dann doch etwas zu viel des GUten. Wenn Ella nicht gerade läufig war, dann war sie eigentlich ein toller Charakter, man spürt bei ihr, wie wichtig ihr die Familie ist und sieht auch, dass sie alles für die Royals tun würde.

Den Verlauf der Geschichte fand ich nicht so spannend, dennoch hat mich das Buch sehr gut unterhalten und ich habe es in zwei Tagen durchgelesen (ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal so schnell mit einem Buch fertig war). Es war dann doch irgendwie süß zu lesen, vor allem, da ich Easton so gerne mag. Er bringt immer die tollen Sprüche ein und auch die wenigen Auftritte von Val haben mir ziemlich gut gefallen. Die Probleme, mit denen Ella und Reed immer konfrontiert werden, kann ich mir im echten Leben gar nicht vorstellen, vergleicht man das Buch aber mit der Serie Gossip Girl, kann man Parallelen erkennen, daran sieht man wieder, dass sowas die Zuschauer bzw. Leser anzieht. Am liebsten mochte ich die Probleme in der Schule, diese Schüler da faszinieren mich einfach, einfach, weil sie so anders sind. Jordan hat mich auch in diesem Band wieder fasziniert und ich fände es toll, wenn es auch über sie ein Buch geben würde. Aber vielleicht ist sie ja Eastons Flamme, wer weiß?

Das Ende war nicht sonderlich überraschend, aber trotzdem ein schöner Abschluss für die Geschichte von Reed und Ella. WIe es in diesem Genre üblich ist, war alles total übertrieben und sehr schnulzig, aber genau das macht auch den Flair von solchen Büchern aus, finde ich.

Fazit:

Ein schöner Abschluss der Geschichte, ich konnte wieder richtig abschalten und habe immer mit Ella und Reed mitgefiebert. Ich vergebe für dieses Ende 4 von 5 Sterne.

5 Sterne Bewertungssystem

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4 Kommentare zu „[Rezension] Paper Palace – Die Verführung

      1. Naja Geschmäcker sind ja zum Glück verschieden 🙂 Ist doch auch immer schöner, wenn einem ein Buch gefallen hat. Ich hätte es auch lieber gemocht. Zumal ich die ersten beiden Bände echt verschlungen habe 🙂

        Gefällt 1 Person

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