Rezension

[Rezension] Der schwarze Thron

Der Schwarze Thron 1 - Die Schwestern
Quelle: randomhouse.de

Titel: Der schwarze Thron – Die Schwestern
Autorin: Kendare Blake
Verlag: Penhaligon
Preis: 14,99€ [D] || 15,50€ [A]
ISBN: 978-3-7645-3144-7

 

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Inhalt:

Sie sind Schwestern. Sie sind Drillinge, die Töchter der Königin. Jede von ihnen hat das Recht auf den Thron des Inselreichs Fennbirn, aber nur eine wird ihn besteigen können. Mirabella, Katharine und Arsinoe wurden mit verschiedenen magischen Talenten geboren — doch nur, wer diese auch beherrscht, kann die anderen Schwestern besiegen und die Herrschaft antreten. Vorher aber müssen sie ein grausames Ritual bestehen. Es ist ein Kampf um Leben und Tod — er beginnt in der Nacht ihres sechzehnten Geburtstages …

Quelle: randomhouse.de

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!


„Eine junge Königin steht barfuß auf einem Holzblock, ihre Arme sind weit ausgestreckt.“


Das Cover gefällt mir wirklich gut, ich finde es genauso schön wie das englische Cover. Hier sieht man die Hälfte einer Krone und mit dem zweiten Band wird das Bild vervollständigt, dies ist eine schöne Idee. Auf der Krone sind verschiedene Tiere zu sehen, die alle in dem Buch auftauchen oder sogar eine größere Rolle spielen. Der letzte Zacke der Krone löst sich in Nebel und Raben auf, wirklich schön gestaltet, es wirkt wie ein guter Fantasy-Roman.


Der Schreibstil der Autorin ist gewöhnungsbedürftig. Es wird aus der allgemeinen Erzählperspektive geschrieben und durch die häufigen Sichtwechsel ist dies recht verwirrend. Ansonsten ist hier ein eher schwaches Worldbuiling vorhanden, die Autorin hat sich leider nicht die Zeit genommen, um ihre Welt auszubauen, somit wurden immer nur kleine Teile sehr kurz beschrieben, allerdings konnte ich mir dadurch nicht sehr viel vorstellen. Der Schreibstil ist eher einfach gehalten, die Charaktere haben nicht zu viel Tiefe bekommen, dennoch habe ich es gern gelesen.


Zu Beginn lernt man alle Königinnen kenne, jede lebt bei einer anderen Familie und an ihrem sechzehnten Geburtstag gibt es ein Fest, an dem die wahre Königin sich erhebt und die anderen beiden tötet. Hier erlebt man die Zeit bis zu diesem Fest mit den drei Schwestern, das Fest selbst kommt auch noch vor.

Ich schließe mich einigen Rezensionen, da ich zuerst etwas schwer in die Geschichte gekommen bin. Es gab ungefähr 100 Namen und keine Erklärungen, durch die häufigen Perspektivenwechsel wurde das Ganze noch zusätzlich erschwert. Nach ungefähr 100 Seiten und nach ein paar Erklärungen konnte ich jeden Namen zuordnen und die Geschichte fing an spannend zu werden.  Die Namen waren dann doch nicht so schwer zu merken, da sie öfter vorkamen, allerdings wurde einmal ein Händler namentlich benannt, dies hätte man sich sparen können, da dieser nur einmal im gesamten Buch vorkam. Durch solche unnötigen Namensnennungen wurde es wieder erschwert, vor allem da immer wieder neue Charaktere eingefügt wurden.

Die Perspektive wechselt nicht nur zwischen den drei Königinnen, manchmal liest man auch Szenen aus Sicht von einer Priesterin, einer Freundin oder einem Familienmitglied. In dem Buch waren dann manchmal die Absätze so schlecht gekennzeichnet, dass ich mir hier schwer getan habe. Doch dies ist nicht Schuld der Autorin und fließt nicht in die Rezension ein. Durch diese häufigen Wechsel konnte man sich aber von allen Königinnen und auch von deren Freunden bzw. Familien ein gutes Bild machen. Es blieben aber auch einige Charaktere eher flach und farblos, da nicht viel Platz für Beschreibungen von ihnen blieb. Zu Beginn waren diese Wechsel auch sehr verwirrend, aber mit der Zeit habe ich immer schon darauf gewartet, dass ein Kapitel aus Sicht von Arsinoe oder Mirabell kommt, da ich diese beiden sehr gerne mag.

Mit der Zeit wurde auch klarer, was es mit diesen ganzen Gaben und Clans auf sich hat, dies habe ich anfangs gar nicht verstanden. Das ganze Prinzip fand ich dann aber ziemlich cool und ich hätte gern mehr von den einzelnen Gaben der Clans erfahren. Diese Idee fand ich einfach nur toll und sie hat mich sehr fasziniert, auch wie mit den Königinnen in den unterschiedlichen Clans umgegangen wird und was sie glauben, wer die wahre Königin sein wird. Hiervon hätte ich mir wirklich mehr gewünscht, denn hauptsächlich wurde wirklich nur auf die Königinnen eingegangen und wie sie sich auf das Fest vorbereiten.

Einige Nebencharaktere sind mit beim Lesen aber auch sehr ans Herz gewachsen, wie z.B. Jules und Joseph. Ich mag die beiden total gern und hoffe, dass sie im zweiten Band noch oft vorkommen. Die Freundschaften, die die Autorin erschaffen hat, waren sowieso alles atemberaubend toll, dies war wirklich ein Highlight für mich, da sie zu ihrer Königin stehen, egal ob sie glauben, dass sie gewinnt oder eben nicht. Mit vielen dieser Charaktere würde auch eine engere Beziehung zu einer der Königinnen aufgebaut, die perfekte Grundlage für Verrat und ich habe immer darauf gewartet. Wie könnte man bei so einem Buch auch bessere Intrigen schreiben, als einen Mann in das Leben einer Frau treten zu lassen und ihn sie dann verraten lassen. Es war wirklich nervenaufreibend, da ich wusste, dass da noch etwas passieren muss und bei jeder Szene habe ich gehofft, dass nichts Schlimmes passiert. Allgemein gibt es in diesem Buch sehr viel Verrat und viele Intrigen, die ich persönlich sehr gerne mag und ich mag es auch dieser herauszufinden oder mich zusammen mit einer der Hauptpersonen verraten zu fühlen.

Die drei Königinnen selbst könnten unterschiedlicher nicht sein. Wir haben hier Katharine, Arsinoe und Mirabelle und während die eine als schwach und dürr beschrieben wird, ist die andere einfältig und dumm und die dritte anmutig und stark. Auf dieser Grundlage lässt sich also sehr viel machen und die Autorin hat dies meiner Meinung nach auch sehr gut ausgenutzt, denn jede der Königinnen ist mit Vorurteilen bestückt und als Leser findet man im Laufe des Buches heraus, ob diese stimmen oder nicht. Sie entwickeln sich alle drei aber auch weiter und verändern sich, meist in eine Richtung, die man so nicht wirklich kommen sieht. Ich mochte ihre Geschichten einfach so gern und hätte sie gern noch weiter begleitet, aber leider war dann das Buch aus.

Dies ist wieder so ein Buch, in dem bis hin zum Ende nicht so viel passiert (wie auch These broken stars, Cinder oder Grischa), aber ich scheine solche Bücher richtig gern zu mögen. Das SPannendste passiert hier in den letzten 50-100 Seiten, dies ist für viele Leser sicher nicht so toll, aber wenn ihr, so wie ich, gerne solche Geschichten lest, dann ist das Buch perfekt für euch. Es wird im Grunde in den ersten 350 Seiten alles für das Ende vorbereitet, und dies hat mich dann doch wieder überrascht, es gab wirklich tolle und spannende Momente. Und einen sehr fiesen Cliffhanger, ich brauche einfach Band 2, da ich wissen will, wie es weiter geht. Sozusagen hat mich das Ende wirklich sehr begeistert.


Arsinoe ist die freieste der Königinnen, sie ist sehr nett und nicht so schwach und dumm, wie sie von den anderen beschrieben wird. Sie hat auch einen sehr ausgeprägten Kampfgeist.

Katharine ist die Jüngste und eher schwach. Sie kann sich nicht wirklich zur Wehr setzen und lässt vieles einfach so über sich ergehen.

Mirabelle ist sehr stark und klug, allerdings unterwirft sie sich nicht so einfach dem Tempel und hinterfragt sehr oft Anweisungen von den Priesterinnen.

Fazit:

Das Buch hat mich sehr positiv überrascht und ich habe 300 Seiten einfach mal so an einem Tag gelesen, das sagt schon alles. Es ist wirklich spannend und toll und ich vergebe dafür 4 von 5 Sterne, hoffentlich ist Teil 2 genauso gut!

5 Sterne Bewertungssystem

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Ein Kommentar zu „[Rezension] Der schwarze Thron

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