Rezension

[Rezension] Bailey – Ein Freund fürs Leben

Quelle: randomhouse.de

Titel: Bailey – Ein Freund fürs Leben
Autor: W. Bruce Cameron
Verlag: Heyne
Preis: 9,99€ [D] || 10,30€ [A]
ISBN: 978-3-453-50401-1

 

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Inhalt:

Bailey ist clever, faul und ziemlich frech. Am Ende eines tristen Lebens als Straßenköter fragt er sich, wozu er überhaupt auf der Welt war, und ist verblüfft, plötzlich als wunderschöner Rassehund wiedergeboren zu werden. Der achtjährige Ethan nimmt ihn bei sich auf, und Bailey lernt, was es heißt, einen echten Freund zu haben. Aber seine Reise ist noch nicht beendet, er muss weiterziehen und noch viel lernen. Als er Ethan nach vielen Jahren wiedersieht, ergibt alles plötzlich einen Sinn …

Quelle: randomhouse.de

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!


„Eines Tages kam mir der Gedanke, dass die warmen, fiependen, müffelnden Dinger, die da um mich herumwuselten, meine Geschwister sein mussten. Ich war ganz schön enttäuscht!“


Das Cover hat mich sofort angesprochen! Darauf abgebildet ist ein Hundegesicht, das glücklich aussieht und da ich Hunde wirklich liebe, wusste ich, dass ich es lesen muss. Das Cover braucht also nicht viel, um den Leser sofort von sich zu überzeugen.


Der Schreibstil ist einfach. Kurze Sätze und nur die einfachsten Wörter. Da das Buch aus Sicht von Bailey, dem Hund, geschrieben ist, ist dies vollkommen ok, denn er kann nicht so kompliziert wie Menschen denken oder jedes Wort verstehen. Durch diesen lockeren Schreibstil kam ich auch schnell voran und musste öfter grinsen, wenn Bailey manche Dinge umschrieben hat.


Zu Beginn ist Bailey noch ein namenloser Welpe, aber er wusste schon damals, dass er klüger ist, als seine Geschwister. Durch sein Leben als Streuner, zusammen mit seiner Familie, lernt er so einiges und als er dann, in seinem zweiten Leben, auf Ethan trifft, hat er schon einige Erfahrungen gesammelt, die ihm hilft. Bailey erlebt zusammen mit Ethan einige Abenteuer und so wachsen sie zusammen.

Ich habe mich sofort in das Buch verliebt. Man wird direkt in Baileys Leben hineingeworfen und kann somit alles zusammen mit ihm erkunden. Während des Lesens entwickelt er sich weiter und wir, als Leser, uns mit ihm. Man trauert mit Bailey, man fürchtet sich mit ihm, man freut sich mit ihm. Die Gefühle werden in diesem Buch einfach sehr stark transportiert und ich hatte oftmals richtig Gänsehaut.

Bailey erlebt während des Buches einige Leben, die sich nicht stärker von einander unterscheiden könnten. Wie schon im Klappentext steht, steht sein Leben mit Ethan im Vordergrund und die anderen Leben sind nur damit verbunden. Ich wusste, als ich zu lesen begann, dass Bailey hier öfter sterben wird, denn wie soll er denn sonst wieder geboren werden? Somit hatte ich sofort Angst um ihn und wenn es auch nur ein Anzeichen von Gefahr gab, dachte ich: Bailey, renn weg! Doch Bailey ist ein toller Hund, er beschützt seine Besitzer und bringt sich dadurch eben öfter selbst in Gefahr. Man sieht schon, das Buch hat mich emotional wirklich mitgerissen.

Die Menschen die vorkamen waren auch alle sehr verschieden, dennoch kann man zu den wichtigsten Personen eine Bindung aufbauen. Dies geschieht dadurch, dass Bailey die Gefühle der Menschen sehr gut deuten kann und man durch einige Gespräche mitbekommt, wie es dem Menschen geht und was so bei ihnen los ist. Es braucht sich also niemand Sorgen machen, dass das Buch nur aus inneren Dialogen von einem Hund besteht, denn so ist es nicht. Die größte Bindung kann man natürlich zu Ethan aufbauen, er ist neben Bailey, die wichtigste Person in dem Buch. Ethan kümmert sich wirklich rührend um Bailey und man kann diese intensiven Gefühle der beiden richtig spüren, ich wollte, dass das Buch nie endet und sie für immer zusammen bleiben.

Natürlich gibt es aber auch in diesem Buch, wie auch im echten Leben, Menschen, die Hunde nicht mögen oder einfach so ein wenig durchgeknallt sind. Bei Stellen mit solchen Leuten hatte ich immer das Bedürfnis Bailey zu beschützen, ich hätte ihn am liebsten angeschrien, dass er sich nicht als Held aufspielen soll, denn er hat die Gefahr nicht immer sofort erkannt. Dies waren schreckliche Lesemomente für mich.

Baileys Tode haben mich immer fertig gemacht, ich kann es einfach nicht sehen/lesen, wenn ein Tier stirbt. DIes gilt auch für Filme, da muss ich fast weinen. Der Autor schafft es aber perfekt die Tode und die neuen Leben zu verbinden, somit hatte ich nie das Gefühl, dass dies erzwungen war. Manche Tode waren sehr traurig, manche aber auch nicht so schlimm. Das gesamte Buch spielt über einen sehr langen Zeitraum, daher kann man schließen, dass zwischen dem Tod von Bailey und seiner Wiedergeburt auch einige Jahre vergangen sind.

Jedes Mal, wenn Bailey neu geboren wurde, war ich gespannt, was er diesmal für ein Hund ist und welche Abenteuer er nun erleben wird. Es gab sehr viele spannende Szenen, bei denen ich regelrecht mitgefiebert habe und dann auch Momente, wo ich auch gerne in Hund gewesen wäre. Der Autor hat es also sehr gut geschafft, sich in einen Hund hineinversetzen. Natürlich kann keiner wissen, wie Hunde denken, ob sie nun dumm sind oder vielleicht sogar klüger, aber hier kann man eine eigene Interpretation davon lesen und ich wurde nicht enttäuscht. Er stellt Hunde nicht als dumm darf, aber auch nicht als übermenschlich klug. Gepaart mit dem Humor von dem Autor, war dieses Buch also einfach perfekt!

Fazit:

Ja, ich bin ein Hundemensch und vielleicht liegt es daran, dass mir das Buch so gut gefallen hat, aber von mir bekommt es auf jeden Fall 5 von 5 Sterne, es war einfach erfrischend und sehr schön zu lesen.

5 Sterne Bewertungssystem

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Ein Kommentar zu „[Rezension] Bailey – Ein Freund fürs Leben

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