Rezension

[Rezension] Paper Prince – Das Verlangen

Quelle: piper.de

Titel: Paper Prince – Das Verlangen
Autorin: Erin Watt
Verlag: Piper
Preis: 12,99€ [D] || 13,40€ [A]
ISBN: 978-3-492-06072-1

 

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Achtung! Dies ist Band 2 der Reihe und kann Spoiler zum ersten Band beinhalten!

Inhalt:

Diese Royals werden dich ruinieren …

Seit Ella Harper in die Villa der Royals gezogen ist, steht das Leben dort auf dem Kopf. Durch ihre aufrichtige, liebenswerte Art hat sie so manches Herz erobert – vor allem das von Reed. Zum ersten Mal seit dem Tod seiner Mutter kann der attraktivste der Royal-Söhne echte Gefühle zulassen. Doch wie groß seine Liebe ist, merkt er erst, als es zu spät ist: Nach einem Streit verschwindet Ella spurlos. Und er trägt die Schuld daran. Seine Brüder hassen ihn dafür, doch er hasst sich selbst am meisten. Wird er Ella finden? Und wenn ja, wird er ihr Herz zurückerobern können?

Quelle: piper.de

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!


„Das Haus liegt still und dunkel vor mit, ich betrete es durch den Hauswirtschaftsraum neben der Küche. Fast tausend Quadratmeter, und kein Mensch weit und breit.“


Das Cover gefällt mir wieder sehr gut. Das Buch ist als Young Adult eingestuft und meist ist bei diesem Genre ein nackter Oberkörper oder ein küssendes Paar zu sehen, daher finde ich es erfrischend, dass bei dieser Reihe keins von beiden zu finden ist. Hier ist wieder nur eine Krone zu sehen und darunter der Titel, schlicht und einfach, aber dennoch sehr schön.


Der Schreibstil ist wie auch schon bei Band 1 sehr angenehm, locker und leicht. Ohne komplizierte Wörter oder ausschweifende Beschreibungen kommt man als Leser gut in dem Buch voran. Natürlich sind die Dialoge oft eher hart, es werden sehr viele Schimpfwörter benutzt, oder auch sexuelle Wörter, was manchmal störend ist, aber auch irgendwie zum Charakter der Royals passt. „Paper Prince“ ist wieder in der Ich-Perspektive gschrieben, allerdings wechseln sich Reed und Ella ab.


Dieser Band schließt nahtlos an das erste Buch an. Man erlebt nochmal die letzte Szene aus Band 1 aus Sicht von Reed, danach ist Ella schon wieder bei den Royals. Die Schüler auf Astor Park machen sie weiterhin fertig und sie versucht sich von Reed fernzuhalten.

Ich habe bereits in einigen Rezensionen gelesen, dass bei diesem Buch abwechselnde Sichtweisen dabei sind, daher habe ich mich besonders auf Reed Gedanken gefreut, da ich ihn im ersten Band nie richtig einschätzen konnte. Sofort das erste Kapitel startet aus seiner Sicht und endlich versteht man als Leser, was denn eigentlich in seinem Kopf vorgeht. Wenn ich mich Zwischendurch allerdings nicht ganz so konzentriert habe, habe ich vergessen aus wessen Sicht ich gerade lese.

Inhaltlich gibt das Buch nicht viel her, darum werde ich mich hier auch beschränken und eher über da Drumherum reden. Wie auch schon im ersten Band geht es hauptsächlich um die Beziehung von Ella zu den Royals und wie schwer sie es hat. DIes hat spätestens nach 100 Seiten von Band eins jeder verstanden. Natürlich gibt es immer wieder spannende Szenen oder man erfährt etwas von den vielen Royal-Geheimnissen, allerdings hätte man dies auch kürzer schreiben können oder in Band eins integrieren können. Nichtsdestotrotz hat mich das Buch wieder unterhalten, da ich hier einfach abschalten kann.

Nun zu einigen negativen Dingen. Einige Charaktere, vor allem Reed, kann ich immer noch nicht leiden. Die Autorin hat ihn im ersten Band als Arsch hingestellt, im zweiten aber wird er der perfekte Freund. Dies ist ein typisches Bild im YA Bereich, denn anscheinend verlieben sich viele LeserInnen in die Arschlöcher. Ich muss zugeben, dass ich bei Fantasy-Büchern auch immer auf die Bösen stehe, dies hat aber den Grund, dass diese viel mehr Charakter haben als die Guten. Hier allerdings kann ich nicht nachvollziehen, wie man sich in so jemanden wie Reed verlieben soll. Er hat Ella im ersten Band einfach schrecklich behandelt. Auch, dass man hier zu lesen bekommen hat, was er wirklich denkt, hat mir nicht sonderlich geholfen.

Dann wäre da Brooke. Es wirkte für mich immer so, als wäre sie einfach ein Charakter der erfunden wurde, um den Leser zu nerven. Sie ist eine sehr hohle Nuss und stiftet nur Unruhe. Allerdings wurde ihre Rolle gegen Ende hin immer wichtiger, was nichts daran ändert, dass sie nur aufs Geld aus ist und dadurch natürlich das perfekte Vorbild für junge Leser *Sarkasmus hier einfügen*. Brooke ist also genauso schrecklich wie alle Kids auf Astor Park. Diese blieben für mich nur farblose Gesichter, die alle einen an der Waffel haben. An dieser Schule scheint es Gang und Gebe zu sein, andere zu schikanieren. Doch, auch zu meiner Verwunderung, haben alle Charakter zusammen ein gutes Bild ergeben und die Geschichte geformt. Ich hoffe es versteht jemand, was ich meine.

Wie wir alle aus dem ersten Band wissen, ist dieses Buch nichts für unreife bzw. jüngere Leser. Vergewaltigung, Beschimpfungen, sexuelle Belästigung, alles kann man in diesem Buch finden, jedoch ist dies in Band 2 wirklich besser geworden. Ich fand es schön, nicht mehr bei jedem dritten Satz die Augen verdrehen zu müssen. Die Royals sind nun wirklich eine Familie und stehen zusammen, allerdings würde ich darum das Buch auch nicht an jüngere Leser weiterempfehlen.

Was mir wiederum sehr gut gefallen hat, war die Entwicklung von Callum. Er wirkte bis jetzt immer dumm und alkoholsüchtig, doch der Schein trügt ja bekanntlich. Während des Lesens habe ich ihn wirklich ins Herz geschlossen, da er sich um seine Familie kümmert und das obwohl er von einigen kranken Dingen, die seine Söhne tun, weiß. Er liebt seine Kinder und Ella und dies kann man bei jeder Szene mit Callum spüren. Er ist als Charakter also wirklich gereift und ich hätte ihm nicht soviel zugetraut.

Dann ist da natürlich auch noch Ella, die so gar nicht in das Reich der Royals passt. Ich mochte sie schon im ersten Band sehr gerne und auch hier habe ich sie gern auf ihrem Weg begleitet. Sie wurde mit der Zeit richtig stark und traut sich nun auch schon was, allerdings finde ich nicht, dass Reed der perfekte Freund für sie ist, was auch daran liegen könnte, dass ich ihn nicht mag. Sie ist längst nicht so dumm wie die Royals und macht auch nicht so viel Blödsinn, das fand ich gut, denn ansonsten würde das Buch nur aus Drogen, Sex, Partys und noch mehr Sex bestehen.

Wirklich interessant waren auch die Geheimnisse die hier aufgedeckt wurden. Das Reich der Schönen und Reichen ist hier wirklich interessant dargestellt, eben so, wie es mir immer vorgestellt habe. Viele Intrigen und Betrügereien, wie im Mittelalter eben. Am meisten schockiert hat mich das Ende und ich bin schon sehr auf den dritten Band gespannt, da dies ein sehr gemeiner Cliffhanger war. Alles in allem war es also doch besser als Band eins und ich hatte richtig Spaß beim Lesen.

Fazit:

Viel besser als Band eins, es war nicht mehr ganz so vulgär und unrealistisch. Es hat mir wirklich gut gefallen, darum bekommt dieser Band 4 von 5 Sterne!

5 Sterne Bewertungssystem

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Ein Kommentar zu „[Rezension] Paper Prince – Das Verlangen

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