Rezension

[Rezension] Grischa – Goldene Flammen

9783646924329
Quelle: carlsen.de

Titel: Grischa – Goldene Flammen
Autorin: Leigh Bardugo
Verlag: Carlsen
Preis: 7,99€ [D] || 8,30€ [A]
ISBN: 978-3-551-31326-3

 

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Inhalt:

Alina ist eine einfache Kartografin in der Ersten Armee des Zaren. Unscheinbar und still lebt sie im Schatten ihres Kindheitsfreunds Maljen, dem erfolgreichen Fährtenleser und Frauenschwarm. Keiner darf wissen, dass sie heimlich in ihn verliebt ist, am allerwenigsten er selbst. Erst als sie ihm bei einem Überfall auf unerklärliche Weise das Leben rettet, ändert sich Alinas Dasein auf einen Schlag. Man munkelt, sie hätte übermenschliche Kräfte, und nicht zuletzt der Zar selbst wird nun auf sie aufmerksam …

Quelle: carlsen.de

Meinung:

„Die Diener nannten sie Malenchkij, Geisterchen, denn sie waren die Kleinsten und Jüngsten und sie suchten das Heim des Herzogs heim wie kichernde Phantome, flitzten durch die Zimmer, versteckten sich in Schränken, um zu horchen, stahlen die letzten Pfirsiche des Sommers.“


Das Cover gefällt mir ziemlich gut. Wer meine Rezensionen liest weiß, dass ich einfache Cover ziemlich gerne mag und dieses ist wirklich einfach gestaltet. Man sieht darauf nur die Umrisse einer Frau und einen Hirsch, beides wirkt als wäre es mit Wasserfarben gezeichnet worden. Unterbrochen wird das Bild nur durch den Titel.


Ich habe bereits „Six of Crows“ gelesen und dort fand ich den Schreibstil eher anstrengend, doch hier war er das genaue Gegenteil. Die Autorin schreibt sehr flüssig und es gibt keine verwirrenden bzw, verschachtelten Sätze. Natürlich kommen neue Wörter vor, da es ja eine erfundene Welt ist, doch auch durch diese wird man nicht allzu verwirrt, da die Autorin diese eher sparsam anwendet und man dadurch nicht bei jedem dritten Wort ein Fragezeichen über dem Kopf hat. DIe gesamte Geschichte ist aus Sicht von Alina geschrieben, in der Ich-Form.


Zu Beginn lernt man hier Alina und Maljen kennen, sie sind seit ihrer Kindheit beste Freunde und dienen auch zusammen in der ersten Armee. Als sie durch die Schlattenflur segeln wollen, werden sie und die anderen Mitglieder von den Volkra angegriffen und Alina offenbart Kräfte. Danach kommt sie zum Zaren in den Palast, wo der Dunkle und andere Grischa sie testen und ausbilden.

Da ich bereits ein anderes Buch aus dem Grischaverse gelesen habe, hatte ich eine kleine Ahnung, auf was ich mich einlasse. Da mich „Six of Crows“ auch nicht allzu begeistern konnte, war ich etwas skeptisch. Zusammen mit Ney habe ich das Buch dann begonnen und ich war sehr überrascht, dass es mir so gut gefallen hat!

Man wird sofort mitten in die Geschichte geworfen und es gibt keine langen Erklärungen von den Begriffen oder den Figuren, dies findet man während dem lesen selber heraus und ich denke, dass dies auch so von der Autorin gewollt war. Langsam entdeckt man dann, was die ganzen neuen Begriffe bedeuten und wie die Welt überhaupt aufgebaut ist. Auch die Karte, welche vorne im Buch abgebildet ist hilft hierbei sehr.

Mit Alina konnte ich sofort eine Verbindung herstellen, allein schon, weil in der Ich-Perspektive von ihr geschrieben wird. Ich hatte sofort einen Draht zu ihr, ebenso auch zu Maljen und den anderen Charakteren. Als Alina dann zum Zaren kommt bekommen zwei weitere Figuren eine tragende Rolle, dies sind Genja, ihre Freundin und sozusagen Zofe und der Dunkle. Genja mochte ich zuerst nicht, sie wirkte überheblich und sehr selbstverliebt, so wie alle anderen Grischa auch, doch dies änderte sich schnell. Die Grischa selbst sind Personen, die verschiedenen Fähigkeiten haben, im Grunde können sie nur Materie verändern. Alle Grischas werden in dem Buch als wunderschön beschrieben, sie geben sich auch nicht mit normalen Menschen ab, wenn es nicht sein muss. Durch diese Beschreibung wurden sie mir sofort weniger sympathisch, daher auch die negative Meinung von Genja. Diese habe ich mit der Zeit aber auch lieb gewonnen und ihre Schlagfertigkeit war gleich noch ein Pluspunkt.

Der Dunkle ist der mächtigste Grischa von allen, allerdings hat er am Anfang gar nicht so gewirkt, eher wie ein Mann, der Aufmerksamkeit braucht und diese durch Grausamkeit bekommt. Alina stellt sich ihm sehr oft in den Weg und setzt ihren Kopf durch, hierfür bekam sie gleich nochmal Pluspunkte von mir, da es ihren starken Charakter ausdrückte. Ungefähr bei der Hälfte dachte ich, dass der Dunkle eigentlich ganz lieb ist und alle ein falsches Bild von ihm haben, doch natürlich wurde ich eines besseren belehrt.

Dies ist wieder ein Buch, in dem die meiste Zeit über nichts passiert (wie auch bei „These broken stars“, „Rat der Neun“ oder „Die Königin der Schatten“), das jedoch vollkommen in seinen Bann zieht und das nie langweilig wird. Eigentlich hatte ich mindestens 2 Wochen für das Buch eingeplant, da wir auch immer nur drei Kapitel an einem Tag gelesen haben, doch dann wurde es gegen Ende so spannend, dass Ney und ich es 3 Tage zu früh beendet haben. Die Wendung, welche die Handlung genommen hat, war für mich wirklich überraschend. Ich dachte mir schon, dass der Dunkle irgendwas im Schilde führt, der kann nicht nett sein, aber mit dem hätte ich nicht gerechnet, vor allem, da auch andere Personen beteiligt waren.

Die ersten beiden Drittel des Buches handeln also davon, wie Alina ausgebildet wird und wie sie zu einer Grischa wird. SIe auf dieser Reise zu begleiten war sehr spannend, da sie eine ganz andere Persönlichkeit hat, als alle anderen Grischa. Ihre Lehrerin geht auch nicht zimperlich mit ihr um und so hat Alina kein leichtes Leben. Maljen hingegen ist immer noch in der ersten Armee und ich habe ständig gehofft, dass er wieder auftaucht, was er irgendwann auch tat. Ihn mochte ich wirklich sehr gern, da er einfach einen tollen Charakter hat und doch nicht alles von sich preis gibt.

Es gab in dem ganzen Buch keine Passagen, bei denen ich sagen würde, dass sie sich in die Länge gezogen haben, die Seiten sind nur so dahin geflogen und schwupps, war ich fertig. Ney und ich haben zum Glück auch schon die Folgebände zu Hause und werden diese sofort beginnen zu lesen.

Ein kleiner Minuspunkt, auf den mich Ney aufmerksam gemacht hat, ist, dass Alina immer wieder betont, dass sie nicht so gut aussieht wie alle anderen Grischa, die war zu Beginn wirklich schlimm. Dies ist aber wirklich nur eine kleine Sache. Einige Dinge kamen mir auch unlogisch vor, aber das ist Auslegungssache.


Alina ist eine starke Frau, die sich auch von starken Persönlichkeiten nicht einschüchtern lässt und alles tut um ihr Leben und das Leben ihrer Liebsten zu retten. Nichtsdestotrotz ist sie nicht perfekt.

Maljen ist ein Fährtenleser, der auch noch viele andere Fähigkeiten hat und auch schon mal nachtragend sein kann. Trotzdem ist er sehr loyal und steht zu seinen Freunden.

Der Dunkle ist ein mysteriöser Mensch, der nichts von sich preis gibt und gerne in Rollen schlüpft, um Leute hinters Lich zu führen.

Fazit:

Das Buch konnte mich voll und ganz begeistern und ich weiß nicht, wie ich diesen Schatz über ein Jahr auf meinem SuB liegen lassen konnte. Da ich wirklich nichts auszusetzen habe, bekommt es 5 von 5 Sterne.

5 Sterne Bewertungssystem

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Ein Kommentar zu „[Rezension] Grischa – Goldene Flammen

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