Rezension

[Rezension] Die Königin der Schatten

Die Koenigin der Schatten von Erika Johansen
Quelle: randomhouse.de

Titel: Die Königin der Schatten
Autorin: Erika Johansen
Verlag: Heyne
Preis: 14,99€ [D] || 15,50€ [A]
ISBN: 978-3-453-31586-0

 

Bei Amazon kaufen
Bei Randomhouse kaufen


 

Inhalt:

Der Thron wartet auf seine Königin – wenn sie lange genug lebt, um ihn zu besteigen …

Als Kelsea Glynn an ihrem neunzehnten Geburtstag den Thron des magischen Königreiches Tearling besteigt, tritt sie ein schweres Erbe an: Die mächtige Herrscherin des Nachbarlandes Mortmesne bedroht Tearling, das eigene Volk begegnet ihr mit Misstrauen, und an ihrem Hof findet sie einen Sumpf von Machtgier, Lügen und Intrigen vor. Kelsea weiß, sie darf sich keinen einzigen Fehler erlauben, wenn sie überleben will. Sie wird all ihren Mut, ihre Klugheit und Stärke brauchen, um eine wahre Königin zu werden – die legendäre Königin von Tearling . . .

Neunzehn Jahre lang führte die junge Prinzessin Kelsea Glynn ein abgeschiedenes Leben in der Obhut ihrer Pflegeeltern. Nun ist der Tag gekommen, an dem sie von der Leibwache ihrer verstorbenen Mutter an den Königshof zurückeskortiert wird, um die Herrschaft über das magische Königreich Tearling anzutreten. Doch Tearling ist ein armes Land, ständig bedroht von seinem mächtigen Nachbarn Mortmesne. Um ihre Herrschaft zu sichern, schloss Kelseas Mutter einst einen verhängnisvollen Pakt. Einen Pakt, dessen Konsequenzen Kelsea nun zu spüren bekommt, denn es trachtet ihr nicht nur die Rote Königin von Mortmesne nach dem Leben, auch ihr Hofstaat, schlimmer noch, ihr eigenes Volk misstraut ihr. Nur wenn sie einen Weg zu ihrem magischen Erbe findet, kann Kelsea ihre Untertanen vor Mortmesne schützen. Falls sie lange genug auf dem Thron sitzt. Falls sie lange genug überlebt . . .

Quelle: randomhouse.de

Meinung:

„Kelsea Glynn verharrte reglos, während sie zusah, wie sich die Reiter ihrem zu Hause näherten. Eine geschlossene Kompanie Männer, allesamt in das Grau der königlichen Garde von Tearling gekleidet.“


Das Cover ist ziemlich düster, darauf sieht man nur eine Burg auf einem Berg, ansonsten steht der Titel im Mittelpunkt. Die Schrift ist aber noch sehr schön verziert, was dem Ganzen einen eleganten Touch gibt, ein sehr gelungenes Fantasy-Cover, da keine Menschen drauf sind und auch sonst nichts den Inhalt des Buches erahnen lässt, dies gefällt mir persönlich außerordentlich gut.


Der Schreibstil der Autorin ist sehr schön und bildlich, ich konnte mir stets alles vorstellen. Oftmals hat sie Dinge lange beschrieben, was mich bei diesem Buch aber gar nicht gestört hat. AUch Kelseas Gedankengänge schweifen oft ab und man kann leicht den Faden verlieren, allerdings passt das sehr gut zum Charakter des Buches. Allgemein ist das Buch aus der allgemeinen Erzählperspektive geschrieben und wechselt zwischen verschiedenen Charakteren, wobei das Hauptaugenmerk natürlich auf Kelsea liegt.


Zu Beginn lernt man hier Kelsea kenne, die Thronerbin, die sich  19 Jahre lang versteckt hat, doch nun ist sie alt genug um den Thron zu besteigen. Die Königinnen-Garde holt sie ab und eskortiert sie aufs Schloss, doch Kelsea stellen sich viele Hindernisse in den Weg. Ihre Gardisten nehmen sie nicht ernst und ihr Onkel, der Regent, will sie töten um auf dem Thron zu bleiben. Kelsea muss also ziemlich viel meistern.

Eigentlich wollte ich das Buch zusammen mit Neyla lesen, doch dann hat es mich gepackt und ich habe es innerhalb von wenigen Tagen verschlungen. Zuerst fand ich alles komisch, den Schreibstil und die Welt und Kelsea, doch nach 100 Seiten konnte ich nicht mehr aufhören, obwohl ich noch immer nicht alles verstand.

Hier sei zuerst die Welt genannt. Anscheinend bewegen wir uns hier in einer dystopischen Welt, die allerdings Fantasy-Elemente beinhaltet. Nach einem erneuten Weltkrieg (?), beschließt der erste Tear von Amerika über den großen Ozean nach Europa zu segeln, was damals anscheinend noch nicht erkundet war. Dort gründet er das Reich Tearling, welches neben Mortmesne liegt. Hier herrscht ein König und auch ansonsten ist alles wie im Mittelalter, und genau das konnte ich nicht verstehen. Es werden moderne Maschinen, elektronische Bücher und sogar Harry Potter genannt, doch gleichzeitig werden Frauen als Nutzobjekte angesehen, Sklaven verkauft und das Reich wird von einer Familie regiert. DIese ganze Welt konnte ich nicht wirklich durchblicken, bis zum Ende hin nicht. SIeht man allerdings von diesen unlogischen Dingen ab, dann ist die Welt selbst richtig toll.

Ich wusste auch nicht, was ich von dem ganzen Buch halten soll, da nie wirklich etwas passiert ist, doch trotzdem konnte ich es nicht weglegen. Es geht hauptsächlich darum, wie Kelsea ihr Königreich regiert und wie sie die Probleme löst. Hier gab es sicherlich einige Längen, die ich aber nicht so empfunden habe, da ich Kelsea sehr gerne mochte und alles von ihr erfahren wollte. Außerdem gibt es einige Geheimnisse zu lösen und Geschichten zu erzählen. Es gab hier viele spannende Momente, in denen man einige Dinge über Kelseas Familie und die Vergangenheit von Tearling erfuhr, hier mochte ich am liebsten die Geschichten über ihre Mutter Elyssa.

Dann gab es auch noch die Garde. Ich habe all diese Männer sofort ins Herz geschlossen, da jeder von ihnen einen anderen Charakter hat und von allen ein wenig erfährt. Hier sei Mace Lazarus genannt, der Anführer der Garde. Er scheint sehr streng zu sein, doch man merkt oft, was er wirklich von Kelsea denkt und wie er zu ihr steht. Seine Loyalität finde ich bewundernswert, ebenso wie diese der restlichen Garde. Die Autorin hat es hier geschafft viele unterschiedliche Charaktere zu einer Einheit zu formen die perfekt zusammenspielt.

Es gibt gar nicht so viel zur Geschichte zu erzählen, da nicht viel passiert. Als Kelsea aber in Neu-London, der Hauptstadt von Tearling ankommt, sieht sie das komplette Ausmaß des Mortabkommens, das geschlossen wurde, um den Frieden zu wahren. Dieses Abkommen hat mich wirklich erschreckt, da ich nicht nachvollziehen konnte, wie Kelseas Mutter dies zulassen konnte. Natürlich möchte Kelsea alles besser machen und bricht das Abkommen, was zu einem Krieg führen könnte. Dieser Weg ist, wie auch alles andere in dem Buch, sehr gut beschrieben. Der Leser begleitet Kelsea also auf ihrem Weg in die Burg und auf den Thron und sieht auch, wie schwer es ist Königin zu sein und die richtigen Entscheidungen zu treffen. Einen solchen Weg habe ich in noch keinem anderen Buch gelesen und ich war restlos begeistert. Auch wenn sonst nicht viel passiert ist es trotzdem sehr spannend.

Das Ende war auch kein Cliffhanger, was ich wirklich toll finde, da dieses Buch dies auch nicht nötig hat, denn wenn man es mag, wird man sicherlich auch die weiteren Teile lesen. Allerdings ist es nichts für Leute, die keine Bücher mögen, in denen nicht viel passiert (wie etwas Rat der Neun oder These broken stars).  Ich für meinen Teil fange bald mit Band 2 an, da ich diesen auch schon zu Hause habe.


Kelsea wirkt zuerst unsicher, doch mit der Zeit wird sie stärker. Ich fand es auch toll, dass sie nicht perfekt ist, sondern eher pummelig. Ansonsten sind Königinnen immer perfekt und dünn, doch Kelsea ist keins von beiden, sie ist etwas fülliger, kann nicht kämpfen und auch nicht sonderlich gut reiten, doch genau das macht sie so sympathisch. Sie ist unperfekt.

Fazit:

Das Buch konnte mich wirklich begeistern, auch wenn ich das zuerst nicht gedacht hätte. Ich vergebe also 4 von 5 Sternen, da das Buch wirklich toll ist!

5 Sterne Bewertungssystem

Advertisements

5 Kommentare zu „[Rezension] Die Königin der Schatten

    1. Das passiert mir immer beim Tippen und ich ändern das immer erst nacher, wenn ich nochmal drüber lesen (da hab ichs aber schon veröffentlicht und soe schnelle Leser wie entdecken dann meine Schlampigkeit :D)

      Gefällt mir

  1. Huhu,
    das Buch möchte ich auch unbedingt noch lesen. Klingt wirklich super – danke für Deine tolle Rezension.
    und ich kann mich nur anschließen, gute Bücher brauchen keine Cliffhanger, ich hasse Cliffhanger. Es schreckt mich eher ab eine Reihe überhaupt zu beginnen statt dass es mich zum weiterlesen verführt.
    liebe Grüße Lari

    Gefällt 1 Person

    1. Dankeschön, es hat mir auch wirklich gut gefallen 🙂
      Hier gab es zum Glück keinen Cliffhänger, ich find die am schlimmsten wo dann sowas steht wie „Plötzlich ertönte ein Knall und XY brach in sich zusammen“. Ende. Sowas hasse ich am meisten

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s