Rezension

[Rezension] Schatten

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Quelle: amazon.de

Titel: Schatten
Autorin: Marlen Grand
Verlag: Selfpublisherin
Preis: 15,50€ [D]
ISBN: 978-1517310356

 

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Inhalt:

Ceryan ist einer der neun Generäle des Königs und gleichzeitig dessen bester Kämpfer – kein Wunder also, dass Zenox ausgerechnet ihn aussendet, um den sagenumwobenen Stein des Kairoan zu finden, der dem Herrscher endgültig zum Sieg über das Nachbarland Velmar verhelfen soll. Widerwillig zieht der Schattenfürst aus, um dem Wunsch seines Herren gerecht zu werden und mehr über die Legende herauszufinden. Was er jedoch letztendlich findet, ist weit mehr als nur ein Hinweis auf den Ort, an dem sich der Stein befinden soll…

Quelle: amazon.de

Meinung:

„“Die Versammlung ist eröffnet!“, dröhnte die knarrende Stimme des Zwerges durch den riesigen Saal. Sofort verstummten die Ratsmitglieder und alle Blicke richteten sich auf den König, der soeben durch eine schweren Brokatvorhang auf sein Podest getreten war.“


Das Cover ist super cool! Ich habe es gesehen und es hat mich sofort angesprochen obwohl, oder vielleicht gerade weil, nicht viel darauf ist. Es ist eigentlich nur Muster und Blut auf dem Cover zu erkennen, aber ansonsten gibt es keinen Hinweis auf den Inhalt. Trotzdem ist es sehr schön gestaltet und passt auch gut zum Inhalt, wie ich finde.


Marlen Grands Schreibstil ist wirklich toll. Dies ist ihr Debüt, aber das merkt man gar nicht, da sie wirklich eine gute Welt erschaffen hat, die man sich beim Lesen auch vorstellen kann, heißt sie schreibt sehr bildlich. Auch die Gespräche zwischen den Figuren waren stets spannend und keineswegs übertrieben. Es hat sich hin und wieder ein Rechtschreibfehler eingeschlichen, und einmal hab ich einen halben Satz gefunden, da musste ich schon lachen, aber das sei verziehen, da sie ja Selfpublisherin ist.
Die Geschichte wird aus der Perspektive von Ceryan erzählt, somit kriegt man viel von seinen Gedanken mit und kann ihn besser einschätzen. Zu wissen, was er warum und wann macht, fand ich oft sehr hilfreich und wäre das Buch nicht aus seiner Sicht geschrieben, wäre ich evtl. verwirrt gewesen.


Zu Beginn des Buches lernt man als Leser Ceryon kennen. Er ist einer der neun Generäle des Königs und sozusagen unsterblich. König Zenox möchte einen sagenumwobenen Stein finden, der es ihm erlaubt alle Völker zu unterwerfen und daher sendet er seinen besten Mann, Ceryon, aus um Informationen einzuholen. Tatsächlich bekommt er von Leam, einem Gefangenen, brauchbare Informationen und nimmt ihn kurzerhand mit. Der König schickt die beiden aus um den Stein selbst zu finden und so beginnt ihre Reise, auf der sie eine Prinzessin und ein Kind des Waldes treffen.

Ich habe den Klappentext gelesen und mich sofort in das Buch verliebt, da musste ich es natürlich haben. Und ich wurde nicht enttäuscht!

Marlen Grand hat sich bei diesem Buch viele neue Gestalten und eine neue Welt ausgedacht, die mich sofort fasziniert hat. Bei vielen Fantasy Büchern liest man immer wieder von Elfen, Elben, Drachen, Zwergen und den anderen üblichen phantastischen Wesen, aber hier wurden neue Völker geschaffen (hoffentlich erzähl ich nun nichts Falsches), die es in noch keinem anderen Buch gibt. Am liebsten mochte ich hier die Vaijera, da sie ein so starkes Volk sind und auch wirklich eigenartig. Trotzdem habe ich doch auch Zwerge in dem Buch gefunden, also doch auch etwas bekanntes, obwohl es nicht die selben Zwerge wie in anderen Büchern sind.

Der Anfang hat mich schon gefesselt. Ich las die ersten Seiten und wollte sofort wissen, was es mit diesem Stein auf sich hat also hab ich gelesen und ich konnte nicht aufhören. Ceryan habe ich sofort in mein Herz geschlossen, da er so Facettenreicher Charakter ist und man nie weiß, was man von ihm halten soll.

Nachdem er also Leam aus dem Gefängnis geholt hat gab es öfter witzige Gespräche, da Leam von Haus aus eher komisch ist und Ceryan damit oft auf den Geist ging, aber für den Leser waren das die lustigen Momente. Leam ist ein so lieber Kerl und oft sehr tollpatschig, aber man merkt schon, dass Ceryan ihn mag. Zuerst wusste ich nicht, ob Leam noch eine größere Rolle spielen wird, aber spätestens als der König sagte er solle mit auf die Mission war klar, dass er noch länger dabei sein wird.

Auf ihrer Reise müssen die beiden ein Buch stehlen, dass gut in der Bibliothek eines Königs versteckt ist. Die Wächter dieses Buches waren ganz komische Gestalten, von solchen habe ich auch noch nie gelesen aber für Ceryan kein Problem. Auf der Flucht nimmt er Prinzessin Ravelia gefangen um zu entkommen. Diese Flucht war wirklich sehr toll beschrieben und ich konnte mir alles genau vorstellen.

Allgemein war alles super beschrieben und ich hatte oft das Gefühl, als wäre ich selbst Teil dieser kleinen Gruppe und würde dem Stein nachjagen. Die Spannung ließ nie nach, da immer neue Gefahren auf sie warteten und einige Geheimnisse wurden ebenfalls gelüftet. Bei der Mission ist ebenfalls Zenox Sohn dabei, ein richtig hochnäsiger Junge, der sich für den Mittelpunkt des Universums hält.

Navida stößt ebenfalls bald zu der Gruppe, sie gehört auch einem neuen Volk (also in dem Buch) an und war auch ganz nett, allerdings konnte ich nicht richtig mit ihr warm werden. Meine Lieblinge waren eindeutig Leam und Ceryan. Ebenfalls neue Kreaturen waren die Reittiere von ihnen, von ihnen konnte ich mir kein Bild machen, aber ich stelle sie mir ungefähr wie einen Hippogreif vor.

Es mangelt dem Buch nicht an Geheimnissen und als ich erfahren habe, was Ceryan ist und wieso er alles, das der König sagt macht, war ich sprachlos. Diese gabs öfter beim Lesen, da es immer wieder unerwartete Wendungen gab, mit denen man nicht rechnet. Trotzdem war super den Figuren auf ihrer Reise zu folgen und ich wollte nicht, dass es endet, da ich alle ins Herz geschlossen habe.

Doch dann kam das Ende.

Ich habe Marlen gehasst. Ich wollte das Buch in die Ecke schleudern und weinen und es anzünden und Marlen schlagen und argh! Da denkt man sich, dass nichts Schlimmes passieren kann und dann sowas. Das Ende hat mich zerstört und jetzt muss ich noch ewig auf Band 2 warten. Mein Leben war, als ich das Buch geschlossen habe, zu Ende. Ich musste wirklich eine Nacht drüber schlafen und konnte erst da auch ein neues Buch beginnen.

Ceryan war mir sofort sympathisch, er ist sehr geheimnisvoll, stark, mutig und hin und wieder kann er auch witzig sein. Im Laufe der Geschichte hat er sogar Gefühle gezeigt und sich, meiner Meinung nach, in diesem Bereich auch weiter entwickelt.

Leam ist so ein Kerl, den man einfach mögen muss. Er ist treuherzig, nett und steht seinen Freunden immer bei, außerdem ist er sehr klug. Nach und nach lernt er aber auch zu kämpfen, was ihm einige Vorteile bringt.

Fazit:

Oh mein Gott, das Buch war so gut, ich kann es immer noch nicht in Worte fassen. Ganz klare Leseempfehlung an alle Fantasy-Fans! Es bekommt supertolle 5 von 5 Sterne.

5 Sterne Bewertungssystem

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9 Kommentare zu „[Rezension] Schatten

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