Rezension

[Rezension] Geryons Aszendenz

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Quelle: amazon.de

Titel: Geryons Aszendenz
Autor:Tobias Fromme
Verlag: Tredition
Preis: 14,99€ [D]
ISBN: 978-3-7345-1439-5

 

 

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Inhalt:

Die Aszendenz – digitale Sphäre des ewigen Lebens. Welche Karriere könnte verlockender sein, als die eines Administrators für die Rechnersysteme der alles beherrschenden, unsterblichen Aszendenten? Bis gestern war dies noch der Weg gewesen, den Kilian sicher vor sich wähnte. Solange, bis er Hals über Kopf in einen Aufstand gestolpert war, der den letzten Außenposten der Menschheit ins Chaos stürzen wird und der keine Unbeteiligten kennt. Bald schon muss sich Kilian entscheiden, auf welcher Seite er stehen wird: Sicherheit oder Freiheit, Freundschaft oder Loyalität, Diesseits oder Jenseits?
Im Abgrund einer Schlacht ohne Sieger, erbittert geführt in verwinkelten Korridoren, der schwarzen Wüste und den Netzwerken der Aszendenz, liegt es an Kilian und seinem Mut, die drohende Apokalypse abzuwenden.

Quelle: tredition.de

Meinung:

Ich bedanke mich dafür, dass ich bei der Leserunde auf Lovelybooks teilnehmen konnte!


„Die Durchführung meines Plans würde schwieriger werden, als ich gehofft hatte. Um Das Blickfeld der Kamera im Gang war kein Herumkommen. Hier ging es für mich nicht weiter.“


Das Cover ist nun wirklich nicht das Allerschönste. Es wäre mir nie aufgefallen, hätte der Inhalt sich nicht so toll angehört! Kenn man diesen allerdings, passt das Cover gleich besser. Es wird ein Mensch dargestellt, mit vielen Kabeln drumherum, was wsl. die Digitalisierung von eben jenem Menschen darstellen soll. Passt also super zum Inhalt!


Der Schreibstil ist auch etwas ganz besonderes. Einen ähnlichen habe ich schon lange nicht mehr gelesen, da er oftmals sehr philosophisch ist. Der Autor arbeitet auch viel mit Fachbegriffen und eher komplizierten Sätzen, allerdings gewöhnt man sich schnell daran und ich hatte das Buch innerhalb kurzer Zeit ausgelesen. Geschrieben ist das Ganze in der Ich-Perspektive und abwechselnd aus Sicht von Kilian und Alex. Der Schreibstil variierte auch, je nach dem von welchem Charakter man gerade ein Kapitel las.


Zu Beginn des Buches lernt der Leser Kilian kennen. Er ist auf dem Weg ein Admin zu werden, doch bei seinen Prüfungen dazu hat er zwei überspringen können. Diese Aufgaben soll er aber allen Vorstellen und auch seine Lösungen dazu, daher schleicht er sich in der Nacht heimlich in einen Raum um die Prüfungen abzulegen. Dort belauscht er ein Gespräch von einer Rebellionsgruppe. Vorerst denkt er nicht weiter darüber nach, denn es steht ihm auch sein ersten Außeneinsatz bevor, bei dem er einen Aszendenten herunterladen muss. Doch bei dem Einsatz passiert ein schrecklicher Unfall und seine zwei Kollegen sind kurz vorm sterben, einen von den beiden kann Kilian aber digitalisieren und wird so ein gefeierter Held. Aber bald stellt er die Aszendenz in Frage.

Ok, das mag sich jetzt sehr verwirrend anhören, was es ja auch ist und ich werde mich eher kurz halten, da das Buch sehr komplex ist und ich euch nur noch mehr verwirren würde.

Das Buch hat mich sofort angesprochen, da es um KI, künstliche Intelligenz geht, ein Thema, das mit persönlich eher Angst macht. In diesem Roman wird aufgezeigt, wie es sein kann, wenn man Menschen wirklich digitalisieren kann und einem Computer somit eine eigene Denkweise, ein Gehirn, gibt. Tobias Fromme hat dieses Thema mit diesem Roman wirklich sehr gut behandelt, ähnlich wie der Film „Transcendence“.

Aber es gibt auch dystopische Ansätze, da die Welt „tot“ ist. Nach einer Katastrophe gibt es auf der ganzen Welt nur noch einen sehr geringen Sauerstoffgehalt, daher verkümmern die Pflanzen und die Tiere und Menschen sterben. Kilian lebt in einem Werk, zusammen mit einigen Hundert anderen Menschen und den Aszendenten, den digitalisierten Menschen. Die Dezendenten, also die richtigen Menschen, müssen eigentlich nur noch für die Aszendenten arbeiten, die Serverlandschaft aufrecht erhalten usw. damit sie immer weiter leben. Geleitet wird das Werk von dem Aszendenten Mark, der mir über das gesamte Buch über ein Rätsel blieb.

Der Aspekt, dass reale Menschen für digitalisierte arbeiten war ziemlich erschreckend. Aber keiner von ihnen hat das in Frage gestellt, jeder hatte seinen Job und niemand fand es komisch, was auch darin liegt, dass Mark ihnen eine Digitalisierung versprochen hat, sobald sie sich bewiesen haben. Da die EDV den wichtigsten Part in dem Werk einnimmt, sind die Admins, Mitarbeiter der IT-Abteilung, sozusagen Leiter von allen anderen.

Es war zu Beginn wirklich schwierig alles zu verstehen. Begriffe wie Aszendenten, Nowaks und Orte wie das Werk wurden zuerst gar nicht erklärt. Dies war allerdings so geplant, da man im Laufe des Buches immer wieder Häppchenweise Informationen bekommen hat. Der Aufbau des Werks war mir allerdings nicht ganz klar, hier fehlte eindeutig eine Karte in dem Buch. Mit der Zeit wurde es aber besser und ich verstand mehr und mehr. Je weiter ich voran kam, desto mehr verwirrte mich das Buch aber auch stellenweise, vor allem ein Kapitel in dem Kilian auf Drogen ist. Aber nichtsdestotrotz kam ich sehr schnell voran und meine Verwirrung legte sich auch immer bald wieder, da alles irgendwann erklärt wurde.

Kilian, der Hauptcharakter, war am Anfang wirklich blauäugig. Er hinterfragte nichts und nahm alles als gegeben hin. Mit der Zeit aber entwickelt sich sein Charakter richtig gut weiter und er beginnt nicht mehr alles so hinzunehmen wie es ist. Dies ist sicher auch der Rebellengruppe zuzuschreiben, die ihn rekrutieren will. Man erlebt mit Kilian eine wirklich tolle Wandlung und kann seine Verwirrung, was nun falsch und was richtig ist, immer gut nachvollziehen.

Der zweite wichtige Charakter ist Alex, der Aszendent, den Kilian auf seinem ersten Außeneinsatz herunterladen musste. Er ist gleich als er im Werk ankommt misstrauisch gegenüber Mark und erkennt ihn als das was er ist. Ein Psychopath. In seinen Kapiteln erfährt man mehr über die Hintergründe des Werks, warum es gebaut wurde, wie die Aszendenz geschaffen wurde und auch ein wenig über Mark. Diese Kapitel habe ich immer sehr gerne gelesen.

Es gab natürlich auch ein Mädchen. Ich habe ihren Namen leider schon wieder vergessen, da sie mir einfach so unwichtig vorkam. Sie hat nach dem Autor aber eine größere Bedeutung, was im Laufe des Buches ersichtlich wird. Allerdings gibt es hier keine Liebesgeschichte, dies ist eher nebensächlich.

Spannend war es die ganze Zeit über, aber als die Rebellen dann endlich angriffen wollte ich das Buch auslesen. ich habe die letzten 150 Seiten in einem Rutsch gelesen. Beim Kampf musste ich dann doch über Kilian schmunzeln, da er sich ganz blöd verletzt hat. Ab hier wird es super spannend, daher verrate ich nicht zu viel, ich will niemandem die Freude an dem Buch nehmen.

Dann kam das Ende. Meine Worte an Tobias Fromme als ich fertig war: Ich. Bin. Verwirrt. Ich hatte keine Ahnung, was das denn nun war. Es war so ein Ende, das dich alles, was du zu wissen glaubst, in Frage stellen lässt. Die letzten beiden Kapitel hatten es wirklich in sich und ich habe nichts mehr verstanden. Tobias Fromme hat uns in der Leserunde allerdings mitgeteilt, dass hier alles der Phantasie überlassen wird und die Leser auch zum Nachdenken anregen soll. Das hat er mit diesem Ende auf jeden Fall geschafft!

Der Roman konnte mich aber vollends überzeugen und der Autor hat dieses Thema wirklich sehr gut verpackt. ich hoffe er kann damit vielen das Thema KI näher brinfen.

Fazit:

Ein Buch, das mich wirklich sehr verwirrt, aber auch zum Nachdenken gebracht hat. Es ist wirklich toll geschrieben und sehr tiefgründig. Ich kann es allen Si-Fi Fans empfehlen und auch allen anderen, die an KI (künstlicher Intelligenz) interessiert sind. Daher bekommt es 4 von 5 Sterne.

5 Sterne Bewertungssystem

 

 

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Ein Kommentar zu „[Rezension] Geryons Aszendenz

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