Rezension

[Rezension] Königreich der Schatten: Die wahre Königin

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Quelle: harpercollins.de

Titel: Königreich der Schatten: Die wahre Königin
Autorin: Sophie Jordan
Verlag: Harper Collins Germany
Preis: 13,99€ (eBook) || 18€ (Hardcover) [D]
ISBN: 9783959676229

 

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Inhalt:

Schwarze Finsternis, die seit siebzehn Jahren über dem Reich Relhok liegt, und die dicken Mauern ihres Turms – etwas anderes kennt Luna nicht. Die Welt muss sie für tot halten, nachdem ein Verräter bereits ihre Eltern ermordete, um sich der Krone zu bemächtigen. Als sie jedoch fliehen muss, weil ihr Leben in Gefahr ist, hilft ihr der Waldläufer Fowler, der ihre dunkle Welt mit Licht erfüllt … Doch nicht einmal ihm darf sie sagen, dass sie die wahre Königin Relhoks ist. Denn der neue König sucht weiter nach ihr, um sicherzustellen, dass sie niemals ihren Thron besteigt.

Quelle: harpercollins.de

Meinung:

Vielen Dank an den HarperCollins Verlag und an Netagalley für das Rezensionsexemplar!


„Die Finsternis umspannte mein ganzes Leben. Sie drang in alles ein – eine tiefe, sickernde Schwärze, die in jede Ritze und jeden Spalt rann wie zusammenlaufendes Blut.“


Das Cover ist einfach super schön! Das englische gefällt mir persönlich besser, aber das deutsche hat auch was. Man sieht darauf eine Blume, in der eine Krone steckt. Da kann man nun viel hineininterpretieren, wie z.B., dass die wahre Königin sich versteckt und darum auch die Krone in der Blume verschwindet. Aber wer weiß, was sich die Designer dabei gedacht haben, auf jeden Fall ist es sehr schön!


Der Schreibstil von Sophie Jordan ist wirklich sehr schön. Ich mochte ihn schon bei der Firelight Trilogie sehr gerne. Sie schreibt das Buch abwechselnd aus Sicht von Fowler und Luna, jeweils aus der Ich-Perspektive. Ansonsten sind ihre Dialoge auch immer sehr schön formuliert und man kommt gut voran in dem Buch.


Auch dieses Buch habe ich wieder mit der lieben Neyla zusammen gelesen.

Zu Beginn lernt man Luna kennen, die in einem Turm zusammen mit Perla und Sivo, ihren Zieheltern, lebt. Sie mussten sich dort verstecken, da das Land von Finsterirdischen bedroht wird, und diese sich nur bei Mitterlicht, einer Stunde in der die Sonne scheint, verstecken. Doch Luna geht immer wieder raus um zu jagen und zu erkunden und auf einem solchen Trip trifft sie Fowler mit seinen beiden Schützlingen und nimmt sie mit in den Turm.

Ich habe mich schon auf einen tollen Fantasy Roman eingestellt, da Sophie Jordan wirklich gut schreibt. Ihre Firelight Trilogie habe ich nur so verschlungen. Doch als Fowler aufgetaucht ist, wurde es eher zu einer Romantasy Geschichte, was aber gar nicht schlimm ist.

Dass es auf der Erde Finsterirdische gibt, fand ich zuerst verwirrend, da nicht erklärt wurde, wo diese herkamen und auch am Ende wusste ich es nicht wirklich. Doch diese Kreaturen sind das größte Fantasy-Element in diesem Rapunzel Retelling. Sie kommen aus der Erde gekrochen und töten Menschen um zu überleben, daher gibt es nur noch sehr wenige auf der Welt. Diese Kreaturen hätten meiner Meinung etwas besser ausgeschmückt werden können, da sie ja doch eine größere Rolle spielen.

Ein hingegen guter Punkt ist, dass Luna blind ist. Dies kommt nach einigen Kapiteln heraus und bis dahin ahnt man nicht, dass sie nichts sieht, da sie alles wie ein gesunder Mensch machen kann. Es gibt eine Stelle, bei der Sivo ihr sagt, dass ihre anderen Sinne viel besser entwickelt sind, meine Theorie ist aber, dass sie Kräfte besitzt und darum alles so gut kann. Manchmal wurde das aber auch übertrieben, z.B. findet sie sich im Wald super zurecht, kann kochen und Brot schneiden, als würde sie alles sehen. Da habe ich dann oft wirklich vergessen, dass sie blind ist.

Nachdem Fowler also nun im Turm angekommen war, passierte wirklich viel, was ich nicht verraten werde, da es so schon genug Spoiler in der Rezension gibt (aber nur kleine). Diese Ereignisse führten dazu, dass Luna und Fowler zusammen aufbrachen um in die Stadt Allu, welche auf einer Insel liegt und angeblich von Finsterirdischen verschont geblieben ist, aufzubrechen. Fowler ist natürlich nicht begeistert davon, dass er nun Luna dabei hat, aber das ändert sich schnell, da sie eine große Hilfe ist.

Ab hier hat mich das Buch ein wenig an „These broken stars“ erinnert. Sie gehen ab da eigentlich nur durch den Wald und reden und kommen sich näher. Hier kann ich verstehen, dass viele von dem Buch gelangweilt waren, aber ich fand das ganz toll, da die Gespräche wirklich interessant waren und man viel über beider Vergangenheit erfahren hat. Es gab auch spannende Szenen zwischendurch, wie Überfälle, Finsterirdische oder einen ganz normalen Streit, die das Ganze wieder aufgelockert haben und die Spannung zurückgebracht haben.dav

Gegen Ende wurde es dann richtig spannend. Sie haben in einem Dorf Halt gemacht, damit Fowler für Proviant arbeiten kann. Diese Stelle fand ich wirklich arg, da er nach Algen tauchen musste, in einem See der eiskalt war und auch andere „Monster“ beherbergt. In dieser Zeit blieb Luna im Dorf und hat einen ganz besch*** Plan geschmiedet. Ich wollte sie da am liebsten umbringen und dachte mir, wie sie sowas nur machen kann. Aber dann überschlugen sich wieder die Ereignisse und ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Es war einfach super spannend und das Ende hat mich gekillt. Zu diesem letzten Teil hat mir Neyla eine 3 Minuten Audio gemacht, wo sie sich über das Ende aufregt, also ihr seht, das Ende ist ein eindeutiger Cliffhanger und super gemein.

Was mich aber am Ende gestört hat war, dass Fowler vollkommen verliebt in Luna ist. Zuerst wollte er nichts mit ihr zu tun haben und plötzlich ist seine alte Liebe vergessen und er will nur noch Luna. Mir ist bewusst, dass diese Liebe über das ganze Buch aufgebaut wird, aber die kennen sich nicht wirklich lange und das erschien mir etwas unrealistisch zu sein.

Am Ende kam auch noch ein Geheimnis von Fowler raus, aber das habe ich schon lange gewusst. Es wurden immer wieder HInweise fallen gelassen und somit war ich nicht wirklich überrascht.

Luna ist ein naives Mädchen. Ich kann sie anders nicht beschreiben. Als sie das erste Mal Fowler, ein männliches Wesen sieht, hat sie keine Ahnung, was sie tun soll. Aber ansonsten ist sie sehr fürsorglich und hilfsbereit, einen Charakterzug, den man in dieser Welt sicher selten findet.

Fowler hingegen ist eher der verschlossene Typ und achtet zuerst auf sich selbst und dann erst auf andere. Aber auch er taut mir der Zeit auf und zeigt seine nette und aufgeschlossenere Seite.

Fazit:

Ein gelungenes Buch (auch wenn ich viele negative Punkte aufgezählt habe), das mir viele tolle Lesestunden bereitet hat. Ich kann es alles empfehlen, die „These broken stars“ mochten. Wer dieses Buch schon nicht leiden konnte, wird mit „Die wahre Königin“ auch wenig anfangen können. Von mir bekommt das Buch 4 von 5 Sterne.

5 Sterne Bewertungssystem

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5 Kommentare zu „[Rezension] Königreich der Schatten: Die wahre Königin

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