Rezension

[Rezension] Lenara – Der Geschmack des Blutes

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Quelle: amazon.de

Titel: Lenara – der Geschmack des Blutes
Autorin: Dominique Heidenreich
Verlag: Selfpublisherin
Preis: 5,99€ (eBook) || 9,72€ (Taschenbuch) [D]
ISBN: 9781541029200

 

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Inhalt:

Lenara dachte, sie hätte ihr Leben endlich im Griff. Ihr Viertel in St. Louis ist nicht das beste, ihre Arbeit als Kellnerin in einem Stripclub bringt nicht viel ein. Aber sie hat eine Wohnung und einen Job.
Doch ihre Versuche ein normales Leben zu führen, werden schlagartig zunichtegemacht, als Dämonen sie angreifen und ein Gargoyle ihr das Leben rettet. Lenara gerät zwischen die Fronten eines jahrhundertelangen Krieges und muss sich entscheiden, wem sie wirklich vertrauen kann.

Quelle: amazon.de

Meinung:

Vielen Dank an die Autorin für das Rezensionsexemplar!


„Sie war paranoid. Einfach nur paranoid. Der Drang über die Schulter zu sehen war für Jahre so übermächtig, dass Leute sie darauf ansprachen, weil sie es alle paar Sekunden tat und sich kaum auf ein Gespräch konzentrieren konnte.“


Das Cover ist wirklich sehr schön. Es passt sehr gut zum Inhalt, da darauf Lenara mit ihren beiden verschiedenfarbigen Augen abgebildet ist. Die Farben harmonieren super und es hat mich sofort begeistert.


Dominiques Schreibstil ist wirklich sehr gut, wenn man auch noch bedenkt, dass dies ihr erstes Buch ist. Sie schreibt flüssig, bildhaft und auch oft sehr witzig. Toll fand ich, dass einige österreichische Wörter bzw. Phrasen eingeflossen sind, da die Autorin, so wie ich, aus Österreich kommt. Durch ihren tollen Schreibstil kommt man sehr schnell in das Buch hinein und es geht auch sehr gut und flüssig zu lesen. Der ein oder andere Rechtschreib- oder Kopierfehler hat sich zwar eingeschlichen, aber darüber kann man locker hinwegsehen.

Das Buch ist in der allwissenden Erzählform geschrieben, was hier gut passt, da man so auch etwas von Dan und Rack und nicht nur von Lenara mitbekommt. Die Autorin schreibt locker und leicht, aber doch nicht so, als dass man sich fühlt, als würde man ein Buch für Kinder lesen.


Der Leser lernt zu Beginn des Buches Lenara kennen. Sie ist paranoid, hat Klaustrophobie und verbringt viel Zeit in einem Online-Spiel. Dort hat sie Daniel kennengelernt, der zufällig in der gleichen Stadt wie sie wohnt. Er möchte sie gerne von der Arbeit abholen, da sie nachts in einem Striplokal als Kellnerin arbeit und sich Sorgen um sie macht. Als sie von einem Typ im Lokal geschlagen wird, hat sie Angst allein heim zu gehen und ruft Dan an. Ab da an ändert sich ihr Leben komplett.

Dieses Buch hat mich ab der ersten Seite gefesselt. Das erste Kapitel war noch recht unspektakulär und mehr zum Kennenlernen gedacht, aber ab dem zweiten gings richtig los. Ich muss zugeben, ich hab mir den Klappentext einmal durchgelesen, aber wusste nicht mehr so genau, was für Fantasy-Elemente denn nun im Buch sind, aber schnell wurde ich wieder neugierig und musste somit unbedingt weiter lesen, da ich alle Geheimnisse lüften wollte. Selten, oder besser gesagt noch gar nie, hab ich ein Buch mir Gargoyles gelesen. Dies hat mir hier sehr gut gefallen, da es einmal etwas Anderes als Hexen, Vampire, Werwölfe und die üblichen Gestalten war.

Dominique Heidenreich spinnt von Seite 1 an ein Netz aus Geheimnissen, die man als Leser unbedingt lüften will. Ich wollte einfach alles wissen, was es mit den Gargoyles, mit Dan, mit Lenara, mit Rack und mit der Prophezeihung auf sich hat. Allzulange muss man nicht auf Antworten warten, denn einige Dinge werden recht schnell erklärt und andere bleiben bis zu Ende geheim.

Kurz zur Erklärung: Rack ist ein Werwolf, er kann sich allerdings je nach Belieben verwandeln und er steht in Dans Schuld, darum bleibt er bei ihm.

Ich dachte mir schon bald, dass Lenara etwas ganz Besonderes ist, nicht nur wegen ihren Augen, die unterschiedliche Farben haben und auch die Farben wechseln, aber auch weil Dämonen und Gargoyles gleichermaßen an ihr interessiert sind. In meinem Kopf bildete sich eine Vermutung, die sich so halb bestätigt hat. Aber für die komplette Bestätigung werde ich wohl oder übel auf Band 2 warten müssen.

In diesem Buch hat sich die Autorin wirklich drei außergewöhnliche Gestalten ausgesucht: Dämonen, Gargoyles und Werwölfe. Diese ergeben insgesamt aber eine gute und vor allem spannende Mischung und bieten sehr viel Potential. Es gibt in dem Buch sehr viel zu entdecken für die Lesern, abgesehen von den Geheimnissen. Es gibt Geschichten über die Entstehung der Gargoyles, über den Krieg zwischen den Rassen und noch viel mehr, dies animiert wirklich zum weiterlesen.

Etwas, das ich bis zum Ende nicht ganz verstanden habe, waren Dialoge zwischen zwei, wie soll ich sie nennen, Geheimagenten? Immer wieder wurde im Buch ein kurzer Dialog zwischen diesen geschrieben. Anscheinend beobachten sie das ganze Geschehen um Lenara und ich wusste nicht, was ich mit diesen Informationen, die aus dem Gespräch hervorgingen, anfangen sollte. Am Ende jedoch wurde einiges klarer, nicht glasklar aber klarer. Auch damit wird der Spannungsgrad nochmal erhöht.

Meine liebsten Szenen waren die, in denen man etwas über Lenaras, Dans und die Gargoyl’sche Vergangenheit erfährt. Ich liebe es ja, wenn es Geschichten in Geschichten gibt und solche Vergangenheitsschnippsel werden meist in Geschichtenform erzählt.

Das Ende des Buches hat mich schon sehr beeindruckt. Es lässt auf einen zweiten Teil hoffen, erklärt nicht wirklich viel und war ganz anders als erwartet. Nun sitze ich hier und hoffe, dass bald Teil 2 raus kommt.

Lenara war mir eigentich sehr sympathisch. Manchmal war sie mir etwas zu gemein und hat Leute, die sich um sie kümmern wollten, weggeschubbst aber alles in allem war sie ein tolle Protaginistin. Sie ist auch nicht so „stark“ wie andere Protagonisten, und damit meine ich, dass sie auch Schwächen hat und nicht perfekt ist.

Daniel mochte ich auch sehr gerne, er wechselt zwar immer zwischen nett und gemein, aber das gehört einfach zu seinem Charakter und macht ihn, eben auch darum, zu etwas Besonderem. Allerdings konnte ich seine Handlungen am Ende nicht verstehen, bin aber gespannt, ob diese in Band 2 aufgeklärt werden.

Rack war mein liebster Charakter, auch wenn er eher eine Nebenrolle spielt. Er ist nett zu Lenara, kümmert sich um sie und versucht sie so gut es geht zu beschützen.

Fazit:

Ein toller Debutroman, den man als Fantasy-Fan wirklich lesen sollte, da er ganz anders und neu ist. Die Autorin kann mich facettenreichen Charakteren, spannenden Szenen und vielen Geheimnissen überzeugen, darum bekommt das Buch 4 von 5 Sterne.

5 Sterne Bewertungssystem

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6 Kommentare zu „[Rezension] Lenara – Der Geschmack des Blutes

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